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ProB: White Wings siegen erstmals unter Stephan Völkel

Hanau

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    Die White Wings sind zurück auf der Siegerstraße. Foto: Schreiber

Basketball. Die Ebbecke White Wings haben den ersten Sieg unter ihrem neuen Trainer Stephan Völkel gelandet. Die Hanauer setzten sich am Samstagabend in der Main-Kinzig-Halle mit 77:65 gegen die Fraport Skyliners Juniors durch. Es war auch der erste Erfolg in einem Hessenderby in der laufenden Saison.

Artikel vom 18. Januar 2020 - 22:08

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Von Dominik Sharaf

Die ersten Punkte unter ihrem neuen Trainer Stephan Völkel, der erste Erfolg im Jahr 2020 und der erste Sieg in einem Hessenderby in der aktuellen Spielzeit: Für die Ebbecke White Wings endeten mit einem 77:65 über die Skyliners Juniors am Samstagabend in der Main-Kinzig-Halle drei Negativserien. Noch mehr Selbstvertrauen muss ihnen geben, dass die Grundlagenarbeit in der Verteidigung fruchtet und ihre Nerven einer umkämpften Entscheidung in einem Schlussviertel standhalten.

Umso erfreuter zeigte sich Völkel nach der Begegnung. Lob erhielten seine Schützlinge für ihre Konstanz, die ihnen in den vergangenen Wochen noch abgegangen war: „Wir haben über weite Strecken sehr intensiv gespielt und die Partie kontrolliert“, sagte der Headcoach. Unter der Woche im Training erzielte Fortschritte hätte seine Mannschaft anders als zuvor sehr gut umgesetzt.

Dreierquote deutlich gesteigert

Dass sich bei den White Wings etwas getan hatte, wurde am Samstag von Beginn an deutlich. Nach einem Abtasten im ersten Viertel versuchten die Hanauer im Angriff konsequent, die Bälle nach innen zu bringen und in der Zone ihre Physis auszuspielen. Dreierversuche mit begrenzten Erfolgsaussichten verkniffen sie sich weitgehend, sodass am Ende acht ihrer 20 Distanzwürfe im Korb landeten – eine Quote von 40 Prozent und damit mehr als doppelt so viel Präzision im Vergleich zur Vorwoche.

Dass die White Wings mit einer Führung von neun Punkten in die Pause gingen, die Entscheidung aber trotzdem nicht gefallen war, verdeutlichte bestehende Schwächen. Die Skyliners Juniors, bei denen sich der Bruchköbeler Calvin Schaum zwar aufwärmte, aber nicht zum Einsatz kam, schalteten in der zweiten Halbzeit einen Gang hoch und schafften es, Hanaus teils nicht mehr bissige Defensive auszuhebeln. „Sie haben uns in Bedrängnis gebracht“, sagte Völkel.

Ausgleich wirft White Wings nicht aus der Bahn

Kurz vor Beginn des letzten Viertels fiel der Ausgleich zum 50:50. Alles sah danach aus, als sollten die White Wings zum dritten Mal in Folge eine Führung verspielen. Doch im Gegensatz zu den Auftritten gegen Speyer und Coburg behielten sie die Nerven.

Miquel Servera Rodriguez, der 23 Punkte erzielte und sich von seiner gerade auskurierten Fußverletzung nichts anmerken ließ, fand das richtige Timing für seine Dreier. Till-Joscha Jönke sorgte für Stabilität in der Verteidigung, am Schluss gelang dem Kapitän mit 15 Zählern und elf Rebounds sein erstes Double-Double der Saison.

Hanauer festigen Platz sieben

„Wir haben uns darauf besonnen, was zuvor gut funktioniert hatte“, meinte Völkel. „Wir haben den Ball wieder mehr nach innen gebracht und aus der Distanz offene Würfe herausgespielt.“ Preston Beverly machte als Ersatz für den in Foulprobleme geratenen Josef Eichler eine gute Figur in ungewohnter Position. Auch Felix Hecker trug dazu bei, dass sich die White Wings absetzten.

In der Tabelle festigten die White Wings mit ihrem achten Saisonsieg ihren siebten Rang und verhinderten, von den Frankfurtern über den direkten Vergleich aus den Playoff-Plätzen gekegelt zu werden. Neben den spielerischen Fortschritten gibt nun ein Vier-Punkte-Polster zur Abstiegszone Anlass zum Optimismus, am Ende der Hauptrunde unter den besten Acht zu landen.

White Wings: Servera Rodriguez (23 Punkte/5 Rebounds), Beverly (16/8), Jönke (15/11), Eichler (10/0), Hecker (9/1), Beisty (2/5), Niedermanner (2/1), Mesghna – Zuschauer: 600



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