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ProB: White Wings kassieren gegen Coburg zweite Pleite 2020

Hanau

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    Die White Wings sind unter Stephan Völkel weiter ohne Sieg. Foto: Schreiber

Basketball. Stephan Völkel muss auf seinen ersten Sieg als Trainer der Ebbecke White Wings weiter warten. Die Hanauer verloren am Samstag in der Main-Kinzig-Halle auch die zweite Partie unter seiner Leitung – mit 67:78 gegen den BBC Coburg. 

Artikel vom 11. Januar 2020 - 22:29

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Ärgerlich für den neuen Headcoach: Erneut wären zwei Punkte drin gewesen, hätten sich seine Spieler konstanter präsentiert und konsequent an den ausgegebenen Matchplan gehalten.

Nach der Schlusssirene wurde klar, wie sehr Stephan Völkel die zweite vermeidbare Niederlage in Folge wurmte: "Im Training funktioniert es bereits, mit hoher Intensität zu spielen. Wir schaffen es aktuell aber nicht, es dauerhaft im Spiel umzusetzen", haderte er nach einem Auftritt mit Licht und einigem Schatten. "Leider haben wir uns zu viele Undiszipliniertheiten geleistet."

Starke erste Halbzeit der Hanauer

Erfreulich war, was die mit dem vor der Partie fraglichen Miquel Servera Rodriguez angetretenen Hanauer in der ersten Halbzeit boten. Center Josef Eicher erzielte zehn seiner zwölf Punkte im ersten Viertel und profitierte erkennbar von Völkels neuer taktischer Marschroute, den Ball in der Offensive mehr nach innen zu bewegen als darauf zu setzen, die Distanzwürfe zu treffen. Auch sonst fruchtete der Matchplan, den Gegner mit schnellen Pässen auszuhebeln und sich möglichst nahe an den gegnerischen Korb zu kombinieren.

Doch fünf Minuten vor der Pause ging es mit der Konzentration der White Wings dahin. Ein starker BBC Coburg, der dank  solider Schützen stets den Anschluss gehalten hatte, entriss ihnen die Führung und sollte sie in der Folge nicht mehr abgeben. Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Gäste ab, weil bei den Hanauern Verunsicherung grassierte. Zweimal binnen zwei Minuten schafften sie es nicht, vor dem Ablaufen der Shotclock auf den Korb zu werfen.

Katastrophale Bilanz bei Dreier-Versuchen

Stephan Völkel analysierte: "Leider fallen wir – wenn das Spiel nicht gut läuft – in alte Gewohnheiten zurück und versuchen, irgendwie von der Drei-Punkte-Linie aus zu gewinnen. Das ist nicht unsere Stärke." Die aus der Zeit unter Simon Cote bekannten Defizite aus der Distanz wurden gegen Coburg deutlich. Nur vier von 25 Versuchen landeten im Korb. Eine Ausbeute, mit der sich in der ProB kaum gewinnen lässt.

Auch mehrere Auszeiten und lautstarke Erinnerungen an den Matchplan, die Völkel seinen Schützlingen von der Seitenlinie zuschrie, änderten nichts. Coburg verwaltete den Vorsprung, schaffte es allerdings nicht, die hohe Niederlage im Hinspiel wettzumachen. Der direkte Vergleich, auf den es bei Punktgleichheit nach der Hauptrunde ankommt, ging an die White Wings.

White Wings verlieren Playoffs aus den Augen

In der Tabelle der ProB Süd bleibt Hanau nach dem 15. Spieltag auf Rang sieben, die Luft im Kampf um die Playoff-Qualifikation wird jedoch dünner. Die Plätze acht bis elf belegt nun ein formstarkes Verfolgertrio mit jeweils zwei Punkten Rückstand: Die Ulmer Orange Academy verkürzte ihren Rückstand auf die White Wings mit einem 92:83-Sieg über die Baskets Speyer.

Die Fraport Skyliners Juniors taten es ihnen mit einem 94:81 gegen die Löwen Erfurt gleich. Der FC Bayern Basketball II verlor zwar mit 78:94 gegen Titelkandidat TG Würzburg, hielt mit dem  Favoriten aber lange mit und hatte noch im Schlussviertel Siegchancen. 


White Wings: Beverly (15 Punkte/5 Rebounds), Eichler (12/8), Jönke (12/4), Beisty (8/4), Niedermanner (7/1), Servera Rodriguez (5/6), Hecker (4/2), Mesghna (2/1) -  Zuschauer: 620

 



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