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ProB: Neuer White Wings-Coach Stephan Völkel im Interview

Basketball

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    Schaut ganz genau hin: Stephan Völkel (rechts), neuer Headcoach der White Wings Hanau, hat sein neues Team genau unter die Lupe genommen. Heute steht das erste Punktspiel an. Foto: Patrick Scheiber

Basketball. Mit ihrem neuen Headcoach Stephan Völkel an der Seitenlinie wollen die Ebbecke White Wings eine unstete ProB-Saison 2019/2020 in ruhige Fahrwasser steuern. Der 48-jährige Hagener plant, die Truppe mit kleinen Schritten zu verbessern und in die Playoffs zu bringen.

Artikel vom 04. Januar 2020 - 06:18

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Im Interview lobt er seine neuen Schützlinge, warnt aber vor den Folgen einer möglichen Verletzungswelle.

Herr Völkel, warum haben Sie sich für die White Wings entschieden? Was reizt Sie an dem Job?
Wir haben von Anfang an gute Gespräche geführt. In Hanau soll nachhaltig etwas entstehen. Mir gefallen die Idee und die Vision. Etwas mitzugestalten ist immer reizvoll.

Haben Sie dafür andere Angebote ausgeschlagen?
Ja. Es gab ein interessantes Angebot aus dem Ausland, doch die Verhandlungen zogen sich in die Länge. Weder Hanau noch ich wollten warten. Eine andere Anfrage aus Deutschland war sportlich nicht interessant.

Wie sah Ihr erster Eindruck von Ihren neuen Spielern aus? Stimmt es menschlich?
Der erste Eindruck war sehr positiv, die Jungs sind menschlich alle in Ordnung. Sie wollen gut und hart trainieren. Die weiteren Einheiten haben den ersten Ein-druck bestätigt.

Wie stark schätzen Sie den Kader im Vergleich mit den anderen ProB-Klubs ein?
Ich denke, dass unser Kader stark genug sein kann, um uns für die Playoffs zu qualifizieren.

Kann die dünne Personaldecke zu einem Problem werden?
Ja, das kann passieren. Wir müssen zusehen, dass wir von Verletzungen verschont bleiben.

 

Stephan Völkel
Stephan Völkel, geboren am 13. April 1971 in Hagen, wechselte nach einer unauffälligen Laufbahn als Amateurspieler früh an die Seitenlinie. Nachdem er erste Funktionärserfahrung als Jugendkoordinator in seiner Heimatstadt gesammelte hatte, übernahm er den damaligen Zweitligisten SC Rist Wedel. Es folgten Stationen als Auswahltrainer im Jugendbereich und als Headcoach beim BBV Hagen, ehe er in Assistenzfunktionen bei Spitzenvereinen tätig war: Von den Baskets Paderborn ging es für Völkel zu den Eisbären Bremerhaven, anschließend zu den Rockets Gotha, s.Oliver Würzburg und den Riesen Ludwigsburg. Zuletzt war er wieder Cheftrainer bei den Cuxhaven Baskets und dem luxemburgischen Erstligisten Musel Pikes sowie kurzzeitig Geschäftsführer in Bremerhaven.

 

Zuletzt waren die White Wings defensiv stark, dann plötzlich in der Offensive besser. Welcher Baustelle widmen Sie sich zuerst?
Da lässt sich keine Reihenfolge festlegen. Wir arbeiten an vielen Dingen.

Zu Beginn Ihrer Trainerkarriere waren Sie im Jugendbereich tätig. Ist es in Hanau Ihr Plan, auf Nachwuchsspieler zu setzen?
Wenn die Jungs die Qualität und das Potenzial mitbringen, auf jeden Fall.

Hand aufs Herz: Sind Sie als Trainer eher ein Kumpeltyp oder ein richtiger Schleifer?
Weder noch. Führung gibt es nicht in den Kategorien Schwarz und Weiß.

Die Playoff-Teilnahme und das Vermeiden der Abstiegsrunde sind logische Saisonziele. Haben Sie sich sonst etwas vorgenommen?
Unser Ziel sind die Playoffs. Wenn wir das geschafft haben, schauen wir weiter.

Was muss passieren, dass nach den jüngsten Ernüchterungen eine neue Euphoriewelle rund um Basketball in Hanau entsteht?
Welche jüngsten Ernüchterungen? Es gab zuletzt zwei Siege. Fans wollen Erfolg, Einsatz und Willen. Das entfacht Euphorie.

Das Interview führte Dominik Sharaf.

Hauptrunde Pro B Süd



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