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ProB: White Wings besiegen Tabellenschlusslicht - mit Mühe

Hanau

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    Und rein damit: Dem Hanauer Jonas Niedermanner gelang beim Heimerfolg über die Erfurter Löwen ein ein Double-Double mit 14 Punkten sowie zehn Rebounds. Foto: TAP

Basketball. Hauptsache zwei Punkte auf dem Konto – und einmal kräftig durch-atmen. Nichts anderes dürften sich die Ebbecke White Wings nach einem mühsamen 80:71-Heimerfolg über das ProB-Schlusslicht Löwen Erfurt am Samstagabend in der Main-Kinzig-Halle gedacht haben. 

Artikel vom 02. November 2019 - 21:30

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Von Dominik Sharaf

Den vierten Saisonsieg hatten die Hanauer den letzten drei Minuten einer sonst ausgeglichenen Begegnung zu verdanken, die ihre Formprobleme einmal mehr verdeutlichte. Von einem Wiederaufstieg sind die White Wings weit entfernt.

Entsprechend nüchtern analysierte Trainer Simon Cote die Darbietung seiner Truppe: „Auch Spiele, in denen die Leistung nicht überragend ist, muss man gewinnen. Das haben wir heute getan“, sagte er. 332 Zuschauer hatten zuvor lange zittern müssen. Im ersten Viertel hatten die White Wings mit der unorthodoxen Offensive der Erfurter ihre Mühe und verloren unter dem eigenen Korb acht Reboundduelle. Die Löwen ließen sich die Einladungen nicht entgehen und gestalteten die Partie ausgeglichen.

Grund dafür war auch der überraschende Einsatz Maximilian Kuhles. Der im Som-mer zurückgetretene Ex-BBL-Spieler hatte sich in der vergangenen Woche von den Löwen-Verantwortlichen zu einem Comeback überreden lassen. Erst am Freitag wurde der Coup öffentlich. „Es war klar, dass er ein wichtiger Faktor sein würde“, meinte Cote. Dass ein austrainierter Kuhle aber 28 Punkte erzielte und Erfurt zeitweise im Alleingang auf Kurs zu einem möglichen Erfolg hielt, überraschte sogar Insider.

Zweite Hälfte besser im Griff

Erst in der zweiten Halbzeit bekamen die White Wings den Gegner dank einer Umstellung auf Zonenverteidigung besser in den Griff. „Ich habe auf unserer Seite allerdings nie ein Momentum gespürt, abgesehen von den letzten drei Minuten“, monierte Hanaus Trainer. Dass seine Jungs die Partie trotzdem zu ihren Gunsten entschieden, lag an Felix Hecker. Der im Abschluss zuletzt unsichere Youngster leitete mit zwei Dreiern die Wende ein und dürfte sich in diesen Szenen eine Menge verlorenes Selbstvertrauen zurückgeholt haben.

Auch Jonas Niedermanner leistete sich in der entscheidenden Phase keinen Patzer. Er bremste in der Defensive Kuhle aus und sorgte für ein Double-Double mit 14 Punkten sowie zehn Rebounds. Zudem bot sich in der Schluss-phase für die jüngst beförderten Nachwuchskräfte Luca Eibelshäuser und Jonas Stenger die Möglichkeit, Profiluft zu schnuppern. Sie wurden in der letzten Minute eingewechselt und hätten fast zusammen für einen Punkt gesorgt. Dennoch blieb Cote angesichts 20 unnötiger Ballverluste der White Wings kritisch: „Wir müssen uns in den kommenden Wochen darauf konzentrieren, Teambasketball zu zeigen, viele Pässe zu spielen und gute Entscheidungen zu treffen.“

In der Tabelle kletterten die Hanauer dank des vierten Saisonsiegs am siebten Spieltag auf Platz sechs. Erfolge feierten auch die übrigen ProB-Vertreter aus Hessen: Die Gießen 46ers Rackelos zitterten sich zu einem 88:85 beim Team Orange Academy, die Skyliners Juniors setzten sich mit 89:71 bei den Tropics Oberhaching durch. Aufsteiger Baskets Speyer kassierte beim 77:85 in Elchingen die dritte Pleite in Serie.

White Wings: Beverly (15 Punkte/4 Rebounds), Niedermanner (14/10), Hecker (11/6), Jönke (11/3), Beisty, Eichler (beide 9/7), Servera Rodriguez (8/0), Nicolay (3/1), Mesghna (0/1), Eibelshäuser, Stenger – Zuschauer: 332

Hauptrunde Pro B Süd



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