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Furioser Saisonauftakt: White Wings ringen Topfavoriten nieder

Basketball

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    Einer für alle, alle für einen: Dank einer starken geschlossenen Mannschaftsleistung bezwangen die Hanauer (schwarze Trikots) den vermeintlichen Goliath aus Elchingen. Foto: Horst Hörger

Basketball. Es war ein furioser Saisonstart für die Ebbecke White Wings: Am Samstagabend bezwangen die Hanauer die Baskets Elchingen auswärts mit 101:100 und feierten nach der dritten Verlängerung den ersten ProB-Erfolg 2019/2020. 

Artikel vom 21. September 2019 - 22:56

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Von Dominik Sharaf

Der ohnehin schon denkwürdige Sieg über den Aufstiegskandidaten Nummer eins kam auch deshalb überraschend, weil Cheftrainer Simon Cote auf drei seiner zehn Spieler verzichten musste.

Probleme mit der Erteilung einer Spielberechtigung für die Neuzugänge Ryan Beitsy und Preston Beverly hatten sich nicht rechtzeitig lösen lassen, sodass der Australier mit britischem Pass und der erst wenige Tage zuvor verpflichtete US-Amerikaner nicht zum Kader gehörten. Kapitän Till-Joscha Jönke, auf dem in die-ser Spielzeit hohe Erwartungen ruhen, blieb krankheitsbedingt auf der Bank. Er hätte – so lautete der Plan – nicht einge-setzt werden sollen.

Spieler hätten nicht den Kopf hängen lassen

Den Beginn der Partie verfolgte Jönke tatsächlich als Zuschauer und beobachtete einen engen Schlagabtausch, bei dem sich die White Wings mit einem gewonnenen ersten Viertel Respekt verschafften. An-schließend leisteten sie sich die einzige lange Schwächephase der Begegnung und gerieten zur Halbzeit mit 46:56 in Rückstand.

Anders als häufig in der vergangenen Saison kämpften sich die Hanauer nach Wiederbeginn gemeinsam aus der Bredouille. „Es gab keine Sekunde, in der auch nur ein Spieler den Kopf hätte hängen lassen“, freute sich Geschäftsführer Sebastian Lübeck. Die Neuzugänge Jonas Niedermanner und Miquel Servera Rodriguez punkteten reihenweise und kamen am Ende auf 24 respektive 23 Zähler. 

Spannung bis zum Schluss

Der Spanier legte zudem elf Körbe auf – ein Double-Double. Ersatzkapitän Josef Eichler sorgte mit zehn Rebounds für Ballgewinne unter den Körben.

Am Ende des Schlussviertels spitzte sich die Spannung zu: Die White Wings lagen zwei Minuten vor der Sirene mit 65:69 in Rückstand, glichen aber dank zwei Korblegern von Youngster Felix Hecker aus. In der ersten Verlängerung hatten die Hanauer die Nase bereits mit drei Punkten vorne, doch bei noch 35 Sekunden auf der Uhr behielt Elchingens Jacob Mampuya die Nerven und versenkte einen schwierigen Dreier. 

„So ein Spiel bekommst du vermutlich nur einmal in deiner Karriere hin“

In der zweiten Overtime schien die Partie erneut entschieden, doch Servera Rodriguez zauberte zwei Sekunden vor der Niederlage ebenfalls einen Dreier in den Korb und sorgte für die dritte Verlängerung.

Der Basketball-Thriller nahm seinen Höhepunkt, als vier der acht spielberechtigten White-Wings-Akteure ausgefoult waren. Um nicht in Unterzahl zu geraten, musste Simon Cote Till-Joscha Jönke für die letzten 49 Sekunden auf das Feld schicken. Es stand 97:100, als die Hanauer die letzten Kräfte mobilisierten: Servera Rodriguez wurde sechs Sekunden vor dem Ende gefoult, versenkte die Freiwürfe und sorgte mit der Schlusssirene per Korbleger zum 101:100 für die Sensation. „So ein Spiel bekommst du vermutlich nur einmal in deiner Karriere hin“, staunte Sebastian Lübeck.

Was dem neuen Geschäftsführer besonders gefiel: Obwohl einzelne Akteure glänzten, war am Samstag der Zusammenhalt aller Hanauer Spieler der Schlüssel zum Erfolg. „Wir haben uns den Sieg gemeinsam erkämpft“, meinte Lübeck. „Von der ersten Minute an war immer der Wille zu gewinnen da.“

 

 

White Wings: Niedermanner (24 Punk-te/8 Rebounds), Servera Rodriguez (23/4), Eichler (17/10), Hecker (15/1), Mesghna (13/4), Hedley (6/6), Nicolay (3/6), Jönke

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