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Abstieg rückt näher: White Wings unterliegen Kirchheim Knights

Hanau

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    Kein Halten: Dorian Pinson (links) und der wiedergenesene Kapitän Till-Joscha Jönke konnten die Kirchheim Knights nicht stoppen und sind im Kampf um den Ligaverbleib nun auf Schützenhilfe angewiesen. Foto: TAP
  • Bei Hanaus Trainer Simon Cote werden die Sorgenfalten immer tiefer. Foto: TAP

Basketball. Die Ebbecke White Wings können den Abstieg in die ProB kaum noch verhindern. Am Samstagabend unterlagen die Hanauer in der Main-Kinzig-Halle den Kirchheim Knights mit 58:67. Sie müssen nun mindestens zwei ihrer drei noch ausstehenden Begegnungen gewinnen, um die Klasse zu halten - und auf Schützenhilfe hoffen.

Artikel vom 09. März 2019 - 23:10

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Von Dominik Sharaf

Der Abstieg aus der ProA ist für die Ebbecke White Wings seit Samstagabend kaum noch zu verhindern. Die Hanauer unterlagen in der Main-Kinzig-Halle den Kirchheim Knights mit 58:67 und müssen nun mindestens zwei ihrer drei ausstehenden Hauptrunden-Begegnungen gewinnen, um die Klasse zu halten – und auf Schützenhilfe hoffen. Da für die Mannschaft von Trainer Simon Cote neben dem Kellerduell mit Schalke 04 Auswärtspartien gegen Spitzenreiter Niners Chemnitz und dessen Verfolger Hamburg Towers anstehen, scheint die Aufgabe beinahe unlösbar zu sein.

Es hätte für die White Wings noch schlimmer können, wenn die weiteren Abstiegskandidaten gepunktet hätten. Allerdings schrammten die Uni Baskets Paderborn in der Overtime an einem Überraschungssieg gegen Topklub Academics Heidelberg vorbei und verloren mit 101:107. Auch Schalke hatte als klarer Außenseiter beim 63:76 gegen Chemnitz seine Gelegenheiten. Beide stehen mit 18 Punkten auf Rang 13 respektive 14.

Nur sieben Stammspieler im Kader

Ergo fehlen den Hanauern vier Zähler zum rettenden Ufer. Simon Cote schöpft trotzdem Hoffnung: „Wir müssen uns neu fokussieren und es schaffen, die Niederlagen abzuschütteln“, sagt der Trainer mit Blick auf vier Pleiten in drei Wochen. „Es gibt aus meiner Sicht noch eine Chance. Gegen Schalke müssen wir gewinnen. Gegen Hamburg und Chemnitz haben wir diese Saison schon gezeigt, dass wir mithalten können.“

Mit einem Auftritt wie am Samstag wird es jedoch schwierig: Nachdem der zuletzt starke Kalidou Diouf und US-Winterneuzugang Bryan Smithson kurz vor der Partie verletzungsbedingt ausgefallen waren, standen nur sieben Stammspieler im Kader – inklusive Kapitän Till-Joscha Jönke, der bei seinem Comeback nach Ermüdungsbruch und Lungeninfektion nicht in Bestform war. Mehr als zwei Punkte, drei Rebounds und 22 Minuten Einsatzzeit waren nicht drin.

Schlechte Wurfquote reicht zum Sieg

Trotzdem gelang den White Wings erneut ein guter Start. Im ersten Viertel war die Verteidigung bissig, die Kirchheimer Leistungsträger waren weitgehend kaltgestellt. Anschließend sorgten Jordon Talley und Luquon Choice – am Ende mit je 18 Punkten die Topwerfer – für starke Dreier und brachten ihre Farben mit 13 Punkten in Führung. Doch der Einbruch kam noch der Pause.

Die Knights erhöhten das Tempo und waren immer häufiger einen Schritt schneller als sichtbar müde White Wings. Die Fehler häuften sich, was Kirchheim konsequent nutzte. Drei Minuten nach Wiederbeginn fiel der Ausgleich. „Wir haben zu viele Offensivrebounds zugelassen, zu viele Freiwürfe verworfen und uns zu viele Ballverluste geleistet“, so Cote. Der Gegner bekam mitunter dritte Chancen, den Ball in den Korb zu bringen. So reichte Kirchheim eine normalerweise indiskutable Wurfquote von 37 Prozent für einen klaren Sieg. 

Cote sucht keine Entschuldigung

„Wenn man so wenige Treffer zulässt, hat man in der Regel sehr gute Chancen zu gewinnen“, sagt Simon Cote und ärgert sich über viele Einladungen an die Knights. Der Rückstand schien vor dem Schlussviertel nicht mehr aufzuholen. Die White Wings setzten nicht einmal mehr vereinzelt Ausrufezeichen. „Wir haben nicht die Kämpfer-Mentalität gezeigt, die wir brauchen. Das lag an dem Frust, der sich bei so einer Saison aufstaut. Zum anderen waren viele unserer Jungs erschöpft und nicht zu 100 Prozent auskuriert.“

Insgesamt sieben Spieler waren unter der Woche erkrankt, nur zwei Trainings möglich. „Es soll keine Entschuldigung sein“, betont der Trainer. „Wir hatten gute Spieler auf dem Feld. Wenn wir hart gespielt hätten und als Team aufgetreten wären, hätten wir gewinnen können“, stellt Cote klar.

White Wings: Choice (18 Punkte / 6 Re-bounds), Talley (18/2), Angerer (15/5), Bradley (4/4), Jönke (2/3), Pinson (1/9), Eichler (0/4)

Hauptrunde



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