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Dritte Niederlage: White Wings verlieren auch in Paderborn

Hanau

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    Trainer Simon Cote hat in der laufenden Saison noch keine Punkte gesammelt. Foto: TAP

Basketball. Vor der Partie gegen die Uni Baskets Paderborn hatte Helmut Wolf davor gewarnt, dass die Hebeisen White Wings im Falle einer Niederlage in eine Negativserie abrutschen könnten. Nach der 74:85-Auswärtsschlappe, die seine Hanauer am Samstagabend kassierten, scheint das Alptraum-Szenario eingetreten zu sein.

Artikel vom 06. Oktober 2018 - 23:05

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Von Dominik Sharaf

Die dritte Pleite im dritten Spiel der ProA-Saison 2018/2019 befördert die White Wings direkt in den Abstiegskampf, obwohl sie sich nur einen wirklich enttäuschenden Auftritt leisteten – in Paderborn.
Dabei begann die Begegnung, in die die Mannschaft von Trainer Simon Cote als leichter Favorit gegangen war, durchaus erfreulich. Zwischenzeitlich fünf Punkte Vorsprung im ersten Viertel und ein gut funktionierendes Offensivspiel machten Mut. „Der Start war noch ansehnlich, das war aber auch Paderborn geschuldet“, relativiert Wolf. Schließlich steckte bei sichtlich nervösen Uni Baskets Sand im Getriebe.

Wendung vor der Halbzeit

Als die Gastgeber vor der Halbzeit aufdrehten und durch einen sehenswerten Alley-Oop-Dunking – einen der spektakulärsten Spielzüge im Basketball – erstmals in Führung gingen, wendete sich das Blatt: „Wir haben es Paderborn viel zu einfach gemacht. Oft sind sie mit einem Pass frei unter den Korb gekommen“, weiß Wolf. Knapp die Hälfte ihrer Punkte erzielten die Uni Baskets aus kurzer Distanz – bei einer Trefferquote von 63 Prozent. Kein Ruhmesblatt für die Hanauer Verteidigung, der ihre Reboundüberlegenheit (41:28) so wenig nützte.

Es entwickelte sich eine offene Partie, in der die White Wings aus ihren Chancen zunehmend weniger machten. Die Trefferquoten aus der Zone und bei den Dreiern sanken auf 52 respektive 31 Prozent. „Als wir in Rückstand geraten sind, hatte ich kein gutes Gefühl“, sagt Wolf. Er behielt Recht. Abstimmungsfehler in der Defensive und viele einfache Ballverluste leiteten einmal mehr in einem dritten Viertel eine Niederlage ein.
„17 Turnover sind zu viel“, meint Helmut Wolf. „Teilweise wurde fast ohne Gegen-wehr der Ball weggeschmissen.“ Als sich die White Wings, denen in puncto Kampfgeist wieder kein Vorwurf zu machen war, im Schlussviertel aufbäumten und auf vier Punkte herankamen, klemmte es erneut beim Korbabschluss. Paderborn behielt die Nerven und fuhr den Sieg ein.

Hauptproblem in der Defensive

Für Wolf lag das Hauptproblem in der Defensive: „Wir müssen anfangen zu verteidigen. In dieser Liga ist eine stabile Defensive das A und O. Man hat einfach zu viele Abstimmungsfehler gesehen.“ Wolf glaubt aber an die Mannschaft, denn das Talent der Truppe sei groß. Derzeit bringe sie ihre Leistung aber nicht beständig auf das Parkett.

White Wings: Choice (17 Punkte/4 Re-bounds), Pinson (14/6), Eichler (11/4), Diouf (11/5), Jönke (8/4), Angerer (8/7), Woods (3/5), Talley (2/0)



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