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in Frühform: White Wings überraschen zwei Wochen vor Ligastart

Hanau

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    White-Wings-Kapitän Till-Joscha Jönke. Archivfoto: TAP

Basketball. Die Hebeisen White Wings Hanau haben in einem Testspiel gegen den französischen Zweitligisten SLUC Nancy Basket aufhorchen lassen. Die Hanauer siegten überraschend mit 66:61. Am zweiten Tag des Testspielwochenendes unterlagen die Hanauer dann ProA-Ligakonkurrent Karlsruhe Lions mit 61:86.

Artikel vom 12. September 2018 - 10:56

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„Beim Team von Nancy handelt es sich um eine international renommierte französische Traditionsmannschaft, die nach der letzten französischen Meisterschaft im Jahr 2011 in der vergangenen Saison überraschend einen Abstieg in die zweite Liga hinnehmen musste“, schreiben die White Wings in einer Pressemitteilung. Mit einem um zahlreiche Stars verstärkten Team wolle Nancy den sofortigen Wiederaufstieg in die erste französische Basketball-Liga schaffen.

Nancy, das zwei Vorbereitungsspiele gegen die Crailsheim Merlins sowie ein weiteres gegen BBL-Absteiger Tübingen gewonnen hatte, dürfte sich gewundert haben, wie die ersatzgeschwächte Hanauer Mannschaft dagegenhielt. Nach dem ersten Viertel lagen die Brüder-Grimm-Städter nur mit 12:14 hinten.

Im zweiten Viertel machten die Franzosen Ernst. Die White Wings schwärmen in ihrer Pressemitteilung von „blitzschnellen, präzisen Angriffszügen und sicheren Abschlüssen, Stärke im Rebound unter dem Hanauer Korb und einer extrem aggressiven Abwehr“. Zeitweise gerieten die Hanauer mit bis zu 15 Punkten ins Hintertreffen. „Es zeigte sich, dass das dem Mini-Etat geschuldete Fehlen eines weiteren Bigman immer wieder Gelegenheit gab, durch die Hanauer Abwehr zu stoßen“, heißt es von White-Wings-Seite. Bis zur Halbzeitpause konnte die Mannschaft von Headcoach Simon Cote den Rückstand auf sieben Punkte reduzieren.

18:15 im vierten Abschnitt

„Wie ausgewechselt stürmten die Hebeisen White Wings nach der Halbzeitansprache von Simon Cote aus der Kabine“, beschreiben die Hanauer ihren Start in die zweite Hälfte. Am Ende des dritten Viertels, welches die Hanauer mit 22:13 gewannen, hieß es überraschend 48:46 für den Underdog. „In der Pause haben wir unsere Taktik geringfügig geändert und uns vorgenommen, dem Gegner einen leidenschaftlichen Kampf zu liefern“, wird Coach Cote in der Mitteilung zitiert. Der kleinere Kader war kein Nachteil. „Wir haben hart gearbeitet wie noch nie, deswegen sind wir körperlich extrem fit,“ erklärte Kapitän Till-Joscha Jönke die Stärke seines Teams in der zweiten Halbzeit.

Im vierten Viertel sei der Widerstand des französischen Teams gebrochen worden. Diesen Teilabschnitt gewannen die Hanauer mit 18:15, sodass die White Wings am Ende mit 66:61 siegten. Mit dabei war auch der neue Vize-Kapitän Josef Eichler, dem wegen einer Fußverletzung eigentlich eine mehrmonatige Auszeit drohte.
„Das Spiel hat gezeigt, dass Chefcoach Simon Cote und Sportdirektor Helmut Wolf wieder einmal mit einem Mini-Etat ein ungewöhnlich gutes Händchen bei der Sichtung unbekannter Talente haben“, so Aufsichtsratsvorsitzender Harald Nickel.

Saisonstart am 22. September

„Ob wir damit allerdings in der zweiten Bundesliga bestehen können, ist so lange zweifelhaft, als es nicht gelingt, die Mittel für einen weiteren benötigten Spieler aufzubringen. Die Politik in Hanau ist stets, nicht mehr Geld auszugeben, als vorhanden ist. Dies wird durch ausgelöste Investitionen wegen der Auflagen der Liga fehlen“, mahnt Nickel. Wegen der Auflagen habe man erneut in die städtische Main-Kinzig-Halle investieren müssen. Dieses Geld fehle für den Kader. „Andere Teams haben es da aktuell an allen Zweitliga-Standorten leichter als wir. Wir werden alles dafür tun, Simon Cote den von ihm noch angeforderten weiteren Spieler zur Verfügung zu stellen. Dafür braucht es aber weitere Unterstützung“, so Nickel.

Die White Wings bestreiten am Samstag, 22. September, ihr erstes Spiel der neuen Saison. Gegner ist dann Phönix Hagen. tj



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