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White Wings: Nach der Play-off-Heimpleite vor dem Aus

Basketball

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    Gegen Crailsheim oft in Bedrängnis: Chase Adams und seine White Wings. Foto: TAP

Basketball. Die Hebeisen White Wings stehen im Viertelfinale der ProA-Play-offs vor dem Ausscheiden: Die Hanauer kassierten am Mittwochabend gegen den Topfavoriten Crailsheim Merlins in der Main-Kinzig-Halle eine 82:107-Schlappe und gerieten in der Best-of-Five-Serie mit 0:2 in Rückstand.

 

Artikel vom 11. April 2018 - 22:10

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Von Dominik Sharaf

Die Leistung des Teams von Trainer Simon Cote machte wenig Hoffnung, dass in den kommenden Tagen mehrere Wunder gelingen. Die White Wings ließen sich streckenweise vorführen.

Dass sich Christian von Fintel nach der Schlusssirene das Mikrofon schnappte und den 1342 Fans für ihre Unterstützung dankte, ehrte den Hanauer Kapitän – täuschte aber über einen verpatzten Auftritt vor heimischem Publikum nicht hinweg.

Schon von Beginn an hatten die Merlins wacher und konzentrierter gewirkt, sich binnen sieben Minuten eine 14-Punkte-Vorsprung erspielt. „Es war schon die Geschichte der vergangenen Partien“, sagt von Fintel. „Crailsheim ist ein Team, das auf den Punkt konzentriert aus der Kabine kommt. Sie haben die Würfe getroffen, wir nicht.“

White Wings fehlt es an Präzision
Besonders aus der Distanz mangelte es den White Wings an Präzision. Nur jeder vierte Dreierversuch landete im Korb. Es zeigte sich, warum Simon Cote vor dem Spiel eine Leistungssteigerung in diesem Punkt zum Muss erklärt hatte.

Die Merlins glänzten mit einer Erfolgsquote von 64 Prozent und setzten sich bis zur Halbzeit sukzessive ab. „Gegen eine so starke Mannschaft ist es schwierig zurückzukommen“, sagt von Fintel, zieht aber eine positive Bilanz: „Wir haben das gesamte Spiel über gekämpft und dürfen daher zufrieden sein.“

Dennoch: Dass die Pleite nicht höher ausfiel, war der legeren Spielweise der Crailsheimer insbesondere im Schlussviertel zu verdanken, als sie mit Blick auf die restliche K.o.-Runde ihre Kräfte schonten. Hanaus US-Profi Christopher Brady ergriff die Chance, avancierte zum Topwerfer seiner Farben und empfahl sich bei dem mutmaßlich vorletzten Auftritt der Saison für einen neuen Vertrag.

Kapitän hofft auf Sieg in Crailsheim
Von Fintel hofft, dass es nach der dritten Partie am Samstag (19.30 Uhr) in Crailsheim noch ein White-Wings-Heimspiel gibt: „Wir werden alles geben, um ein weiteres Mal zu Hause zu spielen.“

In der oberen Hälfte des Playoffs-Baums sieht alles nach einem Halbfinale zwischen Rasta Vechta und den Karlsruhe Lions aus. Die Norddeutschen, die neben Crailsheim als Topfavorit auf den Bundesliga-Aufstieg gelten, bauten ihre Führung in der Serie mit einem 86:79-Auswärtssieg bei Phoenix Hagen auf 2:0 aus.

Bereits am Dienstag hatte auch Karlsruhe den zweiten Erfolg im Viertelfinale gefeiert – mit einem 92:70 über die RheinStars Köln, deren Ausscheiden gegen den ProA-Neuling eine Überraschung wäre. Alles offen ist dagegen in der zweiten Paarung der unteren Hälfte: Die Gladiators Trier glichen mit einem 83:70 gegen die Academics Heidelberg aus und wahrten sich ihre gute Chancen auf ein Halbfinale gegen die Merlins.

White Wings: Brady (17 Punkte/7 Rebounds), Long (15/3), Adams (14/2), Jönke (12/1), Albrecht (7/6), Choice (6/4), Jacko (5/1), von Fintel (4/2), Herold (2/2), Nicolay – Zuschauer: 1342



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