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Pleite in Crailsheim: White Wings zittern weiter um Playoffs

Hanau

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    Die White Wings müssen weiter um die Playoff-Teilnahme zittern. Foto: TAP.

Basketball. Die Hebeisen White Wings müssen weiter um die Qualifikation für die Playoffs um den Aufstieg zur Bundesliga zittern. Sie unterlagen am vorletzten Spieltag der ProA-Hauptrunde beim Topfavoriten Crailsheim Merlins mit 63:91 – und vergaben zum zweiten Mal die Chance, sich den achten Tabellenplatz vorzeitig zu sichern.

Artikel vom 24. März 2018 - 21:30

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Von Dominik Scharaf

So zogen die Kirchheim Knights dank eines 75:82-Erfolgs bei den Gladiators Trier mit den White Wings nach Punkten gleich – und könnten sie auf der Zielgeraden noch abfangen. Weil der direkte Vergleich für die Hanauer spricht, müssen die Knights für den Einzug in die K.o.-Runde am Samstag einen Heimsieg über die Baunach Young Pikes feiern.

Dazu darf die Mannschaft von Simon Cote bei Ehingen Urspring nicht punkten – die White Wings haben die Playoff-Teilnahme also weiter in der eigenen Hand. Die Niners Chemnitz befinden nach einer 90:73-Niederlage bei den Nürnberg Falcons nicht mehr im Rennen um den achten Platz, sodass sich der Kampf auf Hanau und Kirchheim reduziert.

Unlösbare Probleme
Gut für die Psyche der Hanauer: Wegen der Schlappe in Crailsheim haben sie sich nichts vorzuwerfen. Der Tabellenzweite und Topfavorit auf den BBL-Aufstieg spielte vom Sprungball an seine Klasse aus und stellte sie in der Defensive vor unlösbare Probleme. „Uns war vollkommen klar, dass wir über uns hinauswachsen müssten, um etwas zu holen“, sagte Cote. „Wir haben uns in der Verteidigung wacker geschlagen. Trotzdem haben sie 43 Prozent der Dreierversuche getroffen.“

Schon zur Mitte des zweiten Viertels klaffte eine 18-Punkte-Lücke, weil die Merlins auch zwei von drei Würfen aus der Zone versenkten. Dazu nahmen sie Hanaus formstarken US-Profi Luquon Choice fast komplett aus dem Spiel. „Da kann man nur den Hut ziehen und gratulieren“, meinte Cote.

Verunsicherung
Vor knapp 2000 lautstarken Zuschauern war den White Wings gegen einen vor eigenem Publikum ungeschlagenen Gegner die Verunsicherung anzumerken: „Für uns war es eine Lehrstunde. Wir haben in einem Hexenkessel gespielt und wertvolle Erfahrung gesammelt“, sagte Cote. Das galt besonders für US-Profi Adam Jacko, der mit einem Gegenspieler aneinandergeriet.

Er und der Crailsheimer Philipp Neumann rangelten kurz vor der Pause miteinander. Sie rissen am Trikot des anderen und kamen beide zu Fall. Die Schiedsrichter erkannten zudem einen Tritt von Jacko und entschieden auf Doppelfoul. Eines werteten sie als Unsportlichkeit.

Tadel
„Ich habe keinen Tritt gesehen, sage aber nicht, dass er es nicht getan hätte“, kommentierte Cote die Szene und tadelte seinen Schützling: „Ich möchte nicht, dass unsere Spieler so reagieren.“

Jackos Aktion erwies sich als Bärendienst, weil die Stimmung in der Halle seine Mitspieler weiter verunsicherte. Sein Team hätte aufgezeigt bekommen, dass es näher zusammenrücken und Wege finden müsste, um schwierige Phasen zu überwinden, zog Cote Lehren aus der Partie.

White Wings: Jönke (11 Punkte / 2 Rebounds), Brady (10/5), von Fintel (9/4), Choice (8/5), Jacko (8/2), Long (8/1), Adams (7/4), Albrecht (2/4), Eichler (0/3), Herold (0/1), Nicolay

Hauptrunde



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