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HSG Preagberg kann fünf Spieltage vor Schluss Meister werden

Handball

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    Darf die HANAUER die Mannschaft des Jahres schon in Meisterjubel ausbrechen? Luca Specht (hinten rechts) und seine HSG Preagberg hoffen auf einen eigenen Sieg und eine Niederlage von Wallau. Archivfoto: Mike Bender

Handball. Noch stehen fünf Spieltage in der A-Jugend-Oberliga Hessen an. Doch schon an diesem Wochenende könnte es für die Jungs der HSG Preagberg zum absoluten Höhepunkt der Saison 2019/2020 kommen.

Artikel vom 14. Februar 2020 - 09:41

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Von Katja Vügten

Dann nämlich, wenn sie am Sonntag ihr Heimspiel gegen den Tabellendritten TuS Holzheim gewinnen und Verfolger HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim eine Stunde später bei der heimstarken TG Friedberg strauchelt – dann stünden die Schützlinge von Trainer Dirk König als Meister fest. Man darf gespannt sein, ob die Hanauer Mannschaft des Jahres ihren nächsten Titel einheimsen darf.

Aber wenn es auch am Sonntag noch nicht so weit sein sollte, kann die HSG Preagberg zwei Wochen später alles klarmachen. Aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben. Bereits jetzt können sie mächtig stolz auf das Erreichte sein. „Ich habe uns im oberen Drittel erwartet, aber nicht mit zu null Punkten souverän an der Tabellenspitze“, so Luca Specht. Er ist der Regisseur der Mannschaft, die nach 13 Spielen noch ohne Punktverlust dasteht. Jetzt wollen er und seine Teamkameraden den Sack zumachen und zum Abschluss ihrer Jugendzeit die Oberliga-Meisterschaft feiern.

Breiter Kader als Vorteil

Luca Specht war vor der Saison mit drei anderen Spielern – darunter Bruder Jan als Torhüter – von der HSG Maintal gekommen. Da es dort keine A-Jugend mehr gegeben hat und sie nach einer neuen Herausforderung gesucht haben, schlossen sie sich Preagberg an. „Wir sind sehr gut aufgenommen und schnell in die Mannschaft integriert worden, haben viele neue Freunde gefunden“, erzählt Specht, wie man sich seinerzeit eine Woche vor der beginnenden Oberliga-Qualifikation regelrecht „gesucht und gefunden“ hat.

Schon damals wurde deutlich, dass die HSG Preagberg ein ernstzunehmender Gegner sein wird. „Unser Vorteil ist, dass wir einen breit aufgestellten Kader haben, in dem die Verantwortung auf mehreren Schultern verteilt wird“, macht Luca Specht deutlich. Dabei favorisiert die Mannschaft das schnelle Spiel und sucht den schnellen erfolgreichen Abschluss – das Torverhältnis von plus 113 Toren spricht eine deutliche Sprache.

„Ich würde schon irgendwann gerne höherklassig spielen“

Luca Specht verteilt nicht nur die Bälle oder leitet Spielzüge ein von der Rückraummitte-Position, sondern fühlt sich auch im linken und rechten Rückraum wohl. Als Vierjähriger hatte der Dörnigheimer mit dem Handballsport begonnen und danach auch nichts anderes mehr ausprobiert. „Mich fasziniert der beste Teamsport überhaupt, weil er intensiv ist und 15 oder 16 Freunde gemeinsam trainieren und füreinander durchs Feuer gehen.“ Mit seinem Heimatverein HSG Maintal wurde Luca Specht Bezirksoberliga-Meister, und mit der SG Bruchköbel, wo er in der C- und -B-Jugend sehr erfolgreich gespielt hat, erreichte er den 3. Platz in der Oberliga. Jetzt kann er mit der HSG Preagberg nach den Sternen greifen.

Bei Specht dreht sich fast alles nur um Handball. Wenn er nicht trainiert und spielt, ist er für die HSG Maintal im Einsatz – als Trainer der D-Jugend oder Youngster der Bezirksoberliga-Herren. Hier wird Luca dann ab der nächsten Saison fest integriert. „Ich würde schon irgendwann gerne höherklassig spielen“, so das Ziel des gerade 19-Jährigen. Sein Herz schlägt für Bundesliga-Rekordmeister THW Kiel, seine Vorbilder sind Nicola Karabatic und Domagoj Duvnjak. „Ich bin praktisch mit dem THW aufgewachsen, da mein Vater ein großer Fan ist und aus der Region dort stammt. Von Kindesalter an sind mein Bruder und ich ebenfalls große THW-Fans“, so Specht.

Der Blick richtet sich auf Sonntag

Preagbergs Trainer Dirk König hält seine Jungs derweil gut auf Kurs, hat sie intensiv auf das anstehende Duell gegen die Mannschaft aus Holzheim eingestimmt. Auch Luca Specht weiß, dass der Gegner eine echte Herausforderung darstellt. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und schauen dabei ganz auf uns“, so der Spielmacher, für den die Ehrung zur HANAUER Mannschaft des Jahres ein tolles, aber auch seltsames Gefühl war. „Alle guckten plötzlich auf einen!“

Der Blick der Handballregion richtet sich am Sonntag auf die Sporthalle Spitzenweg in Großauheim. Nicht nur Luca Specht hofft, dass hier schon die Meisterschaft gelingt.



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