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3. Liga: HSG Hanau ist beim Tabellenletzten auf der Hut

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    Redet Tacheles: HSG Hanaus Shooter Michael Hemmer lässt die Verletztenmisere nicht als Ausrede gelten und fordert Kontinuität von seinem Team. Archivfoto: TAP

Handball. Die nächste Auswärtsfahrt in der 3. Liga Mitte führt die HSG Hanau am Samstagabend zum HSC Bad Neustadt. Der Tabellenletzte ist aber nur vermeintlich eine leichte Aufgabe, denn die „Rotmilane“ haben im Abstiegskampf noch einmal Morgenluft gewittert und in diesem Jahr bereits zwei Siege eingefahren.

Artikel vom 07. Februar 2020 - 11:48

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Von Robert Giese

 Das ist also keine einfache Auswärtsfahrt also für das Team von Oliver Lücke, das nach der Winterpause noch nicht so recht überzeugen konnte.

Lange als sicherer Absteiger gehandelt, zeigte die Formkurve der Bad Neustädter „Rotmilane“ zuletzt aber steil nach oben, wovon die zwei Siege in diesem Jahr zeugen. In dieser Form erscheint auch das Erreichen des Relegationsplatzes, auf dem gerade der Northeimer HC steht, nicht mehr ausgeschlossen – sechs Punkte beträgt der Rückstand.

Viel Arbeit für die Hanauer Defensive

Auch vor diesem Hintergrund warnt der Hanauer Rückraumspieler Michael Hemmer: „Auf dem Papier mag es eine einfache Aufgabe sein, beim Tabellenletzten zu spielen, aber das wird ein ganz schwieriges Auswärtsspiel.“ Bad Neustadt werde nicht nur alles dafür tun, um doch noch die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln, sondern könne sich auch der lautstarken Unterstützung durch die Zuschauer gewiss sein. „Dort gibt es viele Fans, die für Stimmung sorgen, und das dürfen wir nicht unterschätzen“, warnt Hemmer.

Dass das Auswärtsspiel kein „Selbstläufer“ werde, liege auch an den guten Spielern des HSC: „Max Bauer ist bei Kontern sehr torgefährlich, und Franziskus Gerr“, so der Hanauer Rückraumspieler zum großgewachsenen Kreisläufer der Bad Neustädter, „ist am Kreis extrem präsent.“ Auf die Hanauer Defensive kommt also viel Arbeit zu, will sie Gerr einerseits und den Rückraum des Tabellenletzten andererseits sicher im Griff haben. 

Personalprobleme seien keine Entschuldigung

Im Hinspiel hat das für die HSG geklappt, denn damals gewann der Tabellensechste ungefährdet mit 26:21, doch diesmal erwartet Hemmer eine andere Partie: „Als Letzter haben sie nichts zu verlieren, können durch einige Siege allerdings vielleicht doch noch auf Platz 14 landen und die Klasse halten“, gibt der Rückraumspieler zu bedenken, dass Bad Neustadt sicherlich unerschrocken und hochmotiviert in die Partie gehen wird.

Für Hanau gelte es daher, dagegenzuhalten – und vor allem, „den Sack zuzumachen. Gegen Bieberau-Modau haben wir lange geführt“, erinnert sich Hemmer an die Partie vom vergangenen Wochenende, „aber die Führung nicht ins Ziel gebracht.“ Die HSG habe zwar Personalprobleme, „aber das“, betont der Rückraumspieler, „können wir nicht immer als Grund vorbringen, da müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen. Spiele wie gegen Bieberau müssen wir einfach früher für uns entscheiden.“

Man wolle den Sack rechtzeitig zumachen

Hemmer selbst ist dabei ein Spieler, der nach einer Verletzungspause erst wieder ins Team zurückfinden musste – und zwar unter erschwerten Bedingungen, denn wegen der Verletztenmisere bekam der Rückraumspieler gleich wieder große Spielanteile. „Es ist nicht einfach, dann gleich wieder viel zu spielen“, verrät Hemmer, „denn man braucht eigentlich ein paar Spiele, um wieder hineinzukommen.“

In den beiden vergangenen Spielen zusammen traf der Rechtshänder aber wieder neunmal und auch in Bad Neustadt wird es insbesondere auf die Offensivqualitäten Hemmers ankommen, der nicht nur als Vollstrecker auftritt, sondern auch seine Nebenleute und die Kreisläufer gekonnt in Szene setzen kann. Gegen Bad Neustadt wünscht sich der Rückraumspieler, dass es seine Mannschaft besser macht als im vergangenen Spiel, „den Sack rechtzeitig zumacht und das Spiel gewinnt.“



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