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3. Liga: HSG-Trainer Lücke im Interview vor Nieder-Roden-Spiel

Handball

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    Trainer Oliver Lücke feierte mit der HSG am Wochenende einen Derbysieg über den TV Gelnhausen. Nun soll gegen Nieder-Roden der nächste Folgen. Archivfoto: Roland Adrian

Handball. Wie schnell sich Dinge im Handball ändern können, erlebte Oliver Lücke bei der HSG Hanau, als sich der Drittligist von seinem bisherigen Cheftrainer Olli Schulz trennte: Statt als Co-Trainer eher im Hintergrund zu arbeiten, steht Lücke als Trainer nun bis zum Saisonende im Fokus.

Artikel vom 14. November 2019 - 12:34

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Wir haben mit der neuen Nummer eins auf der Hanauer Trainerbank über den neuen Trainerstab bei der HSG, seine Vorstellungen vom Handball und die veränderte Perspektive durch seine neue Rolle gesprochen.

Herr Lücke, Sie arbeiteten bereits seit knapp anderthalb Jahren als Co-Trainer in Hanau, bis der Posten des Cheftrainers kurzfristig vakant wurde. Wie schwer fiel es Ihnen, da zuzusagen? 

"Da ich mich hier sehr wohlfühle und mit den Jungs auch keinerlei Probleme habe, ist mir das im Grunde nicht schwer gefallen. Auch der Unterschied zwischen der eher unterstützenden Rolle, die ich zuvor hatte, und der Rolle als Cheftrainer, die ich jetzt einnehme, stellt mich nicht vor Probleme. Das liegt auch daran, dass ich vom Verein super unterstützt werde."

Wer unterstützt Sie denn bei der Arbeit mir der Mannschaft?

"Hannes Geist steht mir als Co-Trainer zur Seite, womit wir im Vergleich zur A-Jugend vertauschte Rollen haben, wo er ja der Chef ist und ich ihn unterstütze, außerdem kümmert sich Dominic Scholz nun nicht nur im Jugendbereich, sondern auch bei der ersten Mannschaft um das Athletiktraining. Meine Probleme mit der neuen Rolle lagen eher im organisatorischen Bereich, da musste ich beruflich und privat erst einmal alles unter einen Hut bekommen."

Jeder Trainer hat eine eigene Spielphilosophie - welche ist Ihre, worauf können sich die Hanauer Fans einstellen?

"Ich habe selbstverständlich meinen Stil, allerdings muss man immer sehen, wie gut man diesen umsetzen kann. Da ich viel im Jugendbereich arbeite, bin ich beispielsweise eigentlich ein großer Fan der 3:2:1-Abwehr. Allerdings muss man sich immer an die Gegebenheiten anpassen, und die 6:0 war in den vergangenen Jahren ja geradezu die DNA von Hanau."

Wie schaut es in der Offensive aus?

"Im Angriff will ich gerne einen schönen, schnellen Handball spielen lassen: Die Jungs sollen Spaß am Handballspielen haben und dadurch die Zuschauer mitnehmen."

Sie sind erst seit wenigen Wochen am Ruder, gibt es für die kommende Zeit einen bestimmten Fahrplan mit Zielen, die Sie mit der Mannschaft unbedingt erreichen wollen?

"Kurzfristig haben wir bereits das Überzahlspiel etwas verändert, welches schon deutlich besser funktioniert und womit sich die Jungs wohler fühlen. Es ist auch ganz wichtig, dass wir am Umschaltspiel arbeiten und damit auf unsere alten Stärken zurückgreifen. In den kommenden Wochen wollen wir dann an weiteren Stellschrauben drehen und uns weiter verbessern, vor allem im Angriff."

Ihre Premiere als Cheftrainer feierten Sie gleich bei einem Heimspiel, und zwar gegen Leutershausen. Empfinden Sie die Atmosphäre jetzt als Cheftrainer anders oder ist da alles gleich geblieben?

"Ehrlich gesagt habe ich diesmal nicht so viel mitbekommen wie früher. Als ich noch in der unterstützenden Rolle war, habe ich die Fans mehr registriert, aber jetzt stehe ich selbst so im Fokus und muss permanent überlegen, was ich an unserem Spiel verändern oder verbessern kann, sodass das ein bisschen an mir vorbei geht (lacht)."



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