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Handball-Oberliga: Bätz hält Derby-Sieg fest

Bruchköbel

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    So freute sich die Bruchköbeler Bank über den Derbysieg. Foto: TAP.

Handball. SG Bruchköbel und TSG Bürgel haben sich am Freitagabend in der Dreispitzhalle ein nervenaufreibendes Oberliga-Derby geliefert. Vor rund 450 Fans ging es beim 29:25 (15:14) zwischen den Lokalrivalen schon in der ersten Halbzeit ständig hin und her.

Artikel vom 27. September 2019 - 23:00

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Von Robert Giese

Dass sich ein Team in der zweiten Hälfte dennoch absetzen und schließlich den Derbysieg feiern konnte, lag an der Gala-Form eines Torhüters.

Am Bruchköbeler Schlussmann Mike Bätz war am Freitagabend nämlich phasenweise schlichtweg kein Vorbeikommen: Wann immer seine Vorderleute strauchelten, war der SGB-Schlussmann zur Stelle, hielt, was er halten musste und parierte zudem mehrere hundertprozentige Chancen des Gegners.

Mit Paraden am Fließband zog das Bruchköbeler Urgestein dem Lokalrivalen somit schließlich den Zahn und sorgte für den Sieg nach teilweise hektischem Spielverlauf.

Den besseren Start hatte Bruchköbel erwischt, das die Defensive der Gäste mit starken Kreuzbewegungen, guten Eins-gegen-Eins-Aktionen und gefährlichen Kreisanspielen auf Jannik Hoffmann immer wieder unter Druck setzte.

Wildes Handball-Derby in Bruchköbel

Die TSG verteidigte auf den Halbpositionen offensiv, bekam auf den starken Bruchköbeler Rückraum um den schussgewaltigen Hrvoje Batinovic allerdings kaum Zugriff, zudem war die Torhüterleistung der Bürgeler gerade zu Beginn schlichtweg indiskutabel.

Den Hausherren reichte dadurch eine gute, aber keineswegs überragende Leistung, um sich nach einer knappen Viertelstunde auf 8:4 abzusetzen. Als die erste Garnitur der Gastgeber jedoch durchschnaufen musste, leistete sich die SGB mehr und mehr haarsträubende Fehler.

Bürgel hatte Blut geleckt, hielt das Tempo hoch und erzielte gegen das nun indisponierte Team von Tegaday Ramos-Nuez sechs Treffer in Folge. Dass sich Bruchköbel bis zum Pausenpfiff die Führung zurückholte, lag zu einem guten Teil an Torwart Mike Bätz, der einige Hochkaräter entschärfte.

Überragender Mike Bätz

Nach Wiederanpfiff zeigte sich Bürgel zunächst völlig von der Rolle, verlor mehrmals den Ball und fing sich einige Tempo-Gegenstöße am Stück ein, bei konsequenterer Chancenverwertung hätte die SGB in der 40. Minute die Partie schon entschieden haben können, so führten sie lediglich mit 22:16.

Dieser Vorsprung geriet in der Folge immer wieder in Gefahr, weil bei den Hausherren offensiv noch nicht alles rund lief, weshalb Bürgel immer in Schlagdistanz blieb. Dass die TSG trotzdem nie auf weniger als zwei Treffer verkürzen konnte, lag an Bätz, der im zweiten Durchgang noch präsenter war als in den ersten 30 Minuten und somit zum umjubelten Matchwinner avancierte.

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Ivica Simic; Hrvoje Batinovic (5), Leon Eck (1), Jan Fegert (1), Jannik Hoffmann (1), Tobias Jockel, Florian Juli, Josip Kezic (1), Moritz Kosch, Milos Kreckovic (3/1), Felix Preis (4), Bennet Wienand, Sergej Zutic (13/5). Schiedsrichter: Enge/Hofmann, Siebenmeter: SGB 7/6, TSG 5/4, Zeitstrafen: SGB 4, TSG 3, Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Batinovic (SGB, 59., Foul bei Tempo-Gegenstoß), Zuschauer: 450.

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