Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
stark bewölkt
5 ° C - stark bewölkt
» mehr Wetter

3. Liga: HSG Hanau empfängt torhungrige Leipziger

Hanau

  • img
    Ihm wird sicher nicht langweilig: Sebastian Schermuly trifft am vierten Spieltag mit seiner HSG Hanau auf den SC DHfK Leipzig II, der in den ersten drei Ligaspielen im Schnitt 31 Tore geworfen hat. Archivfoto: TAP

Handball. Nach ihrer Auftaktniederlage hat sich die HSG Hanau in der 3. Liga Mitte zuletzt gesteigert und zwei Siege in Folge eingefahren, in der Vorwoche feierte das Team von Olli Schulz einen Last-Minute-Erfolg beim TV Germania Großsachsen. 

Artikel vom 13. September 2019 - 16:38

Anzeige

Von Robert Giese

Am Sonntag ab 17 Uhr wollen die Hanauer in der Main-Kinzig-Halle den dritten Sieg in Serie unter Dach und Fach bringen, müssen dabei aber ein sehr torhungriges Team in die Schranken weisen: Der SC DHfK Leipzig II ist mit bisher durchschnittlich 31 Treffern pro Spiel nämlich eines der torgefährlichsten Teams der Liga.

„Das ist eine Mannschaft aus jungen Wilden, die aufs Torewerfen ausgelegt ist“, hat Sebastian Schermuly beobachtet, auf den Schlussmann der Hanauer wird es am Sonntag also ebenso ankommen wie auf die Defensive. Die 3:2:1-Deckung der Hanauer könnte sich dabei als geeignetes Mittel gegen den Offensivdrang der Gäste erweisen, die „im Rückraum aus allen Lagen schießen“, wie Schermuly weiß – eine offensive Deckung ist gegen Distanzschützen normalerweise das Mittel der Wahl.

Doppelstrategie

Dass die Leipziger alles andere als schlecht abschließen, beweist nicht nur deren bisherige Saisonbilanz – die Sachsen können aktuell wie die HSG 4:2 Punkte vorweisen und unterlagen nur dem Titelkandidaten aus Nußloch – sondern auch ein Blick in den Kader: Dort steht mit Julius Meyer-Siebert einer der Spieler, die mit der deutschen U19 vor einigen Wochen die Vize-Weltmeisterschaft holten. Bei den Leipzigern ist der Rückraumspieler einer der Leistungsträger und neben Raul Santos und Elias Gansau der torgefährlichste Spieler. „Sie haben eine brutale Qualität“, zeigt sich daher auch Schermuly von der Stärke der Leipziger Mannschaft beeindruckt, einige Spieler hätten zudem bereits im Bundesliga-Kader der Sachsen gestanden. 

Um die offensivstarken Gäste zu bezwingen, wollen Schermuly und Co. deshalb auf eine Doppelstrategie setzen: Einerseits ist da die 3:2:1-Abwehr, die „immer besser funktioniert, auch für mich als Torwart das Spiel verändert und großen Spaß macht“, wie der HSG-Kapitän betont. Allerdings sei diese offensive Abwehrvariante auch kraftraubend für Schermulys Vorderleute, sodass die Hanauer diesen Kräfteverschleiß „irgendwie kompensieren müssen.“

Andererseits will die HSG ihr Tempospiel wieder beleben, um mehr Tore zu werfen als der torhungrige Gegner. „Bisher hat das noch nicht so gut funktioniert bei uns, generell greift noch nicht jedes Rädchen ins andere“, zeigt sich Schermuly selbstkritisch, „aber das ist normal. Wir haben einen neuen Trainer und einige neue Spieler, das braucht einfach Zeit.“ Dennoch könnte sich das Tempospiel gegen Leipzig als Waffe erweisen, „denn schließlich“, gibt der Hanauer Torwart zu bedenken, „haben die Leipziger eine fünfstündige Busfahrt in den Beinen. Das ist für uns ein klarer Vorteil.“

Ein weiterer Vorteil, vor allem für den Kopf, ist sicher der Last-Minute-Sieg am vergangenen Spieltag, als in Großsachsen in der letzten Sekunde der Siegtreffer gelang. „Das war in vielerlei Hinsicht wichtig“, betont Schermuly, „denn dadurch haben wir viel Selbstbewusstsein gesammelt, während wir nach der Niederlage im ersten Auswärtsspiel viel gezweifelt haben.“ Außerdem habe das Team durch die Aufholjagd in den Schlussminuten bewiesen, dass es trotz der eher dünnen Personaldecke und der kraftraubenden Abwehrarbeit in der Lage sei, gegen Spielende noch einmal nachzulegen. „Das hat bei uns sicherlich neue Energien freigesetzt.“

Gegen Leipzig wollen die Hanauer nachlegen, schlagen sich aber weiterhin mit Verletzungssorgen herum: Jan-Eric Ritter wird wohl noch drei bis vier Wochen nur zuschauen können, Yaron Pillmanns Schulter ist noch immer lädiert und auch Maximilian Bergold, der mit seinem goldenen Tor in der Vorwoche für den Sieg sorgte, ist angeschlagen. Bergold und Pillmann könnten aber wohl dennoch spielen, ebenso wie Michael Hemmer, der in Großsachsen schon zu einem Kurzeinsatz kam und im Rückraum für noch mehr Entlastung und neue Impulse sorgen könnte.

3. Liga Männer Mitte



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.