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HSG-Auswärtssieg auf den letzten Drücker

Hanau

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    Matchwinner: Maximilian Bergold (hier gegen Leipzig) sicherte der HSG Hanau mit seinem späten Tor die ersten Auswärtspunkte der Saison. Mit acht Treffern war Bergold zudem der beste Torschütze seines Teams beim Spiel gegen Großsachsen.. Archivfoto: TAP

Handball. Drittligist HSG Hanau hat am Samstagabend beim TV Germania Großsachsen einen nervenaufreibenden 27:26 (11:11)-Sieg gefeiert und damit erstmals in dieser Saison auswärts gepunktet. An Dramatik war die Partie nicht zu überbieten, denn der alles entscheidende Treffer fiel just mit dem Ertönen der Schlusssirene.

Artikel vom 07. September 2019 - 21:39

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Kurz zuvor hatte es noch so ausgesehen, als würde Hanau die Rückfahrt aus der Kurpfalz mit leeren Händen antreten, denn zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff lagen die Gastgeber recht komfortabel mit drei Treffern in Front. Doch die Hanauer bewiesen nicht nur große Moral, sondern auch Köpfchen: Durch eine doppelte Manndeckung legten sie das Angriffsspiel der zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl agierenden Gastgeber praktisch lahm und verschafften sich dadurch den entscheidenden Vorteil. „Das haben wir wirklich sehr clever gespielt“, freute sich HSG-Coach Olli Schulz riesig über den Last-Minute-Sieg.

Personell schwach aufgestellt

Personell pfiffen die Hanauer auch in Großsachsen aus dem letzten Loch, denn auch Yaron Pillmann fiel wegen seiner Schulterverletzung aus. Zumindest Michael Hemmer feierte aber sein Comeback und konnte in der zweiten Halbzeit einige Akzente setzen, wie Schulz zufrieden feststellte. „Uns war aber klar, dass in diesem Spiel viel von Maximilian Bergold abhängen würde“, so der HSG-Coach über die Rolle des Rückraum-Shooters. Und Bergold füllte diese Rolle sehr gut aus: Ihm gelang nicht nur der letztlich entscheidende Treffer, er war auch der Top-Torschütze des gesamten Spiels.

Auch dank des treffsicheren Bergold starteten die Hanauer gut in die Partie und gingen rasch in Führung. Großsachsen blieb in einem zerfahrenen Spiel aber immer am Ball und ließ sich nicht abschütteln, sodass der Vorsprung der HSG im ersten Durchgang nie mehr als zwei Treffer betrug. Bis zum Pausenpfiff konnten die Hausherren sogar ausgleichen, sodass beide Mannschaften Kopf an Kopf in die zweite Halbzeit gingen.

Stärkste Phase nach Seitenwechsel

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste ihre bis dahin stärkste Phase und setzten sich auf 18:15 ab. Anstatt die Partie zu diesem Zeitpunkt zu entscheiden, verspielten die Hanauer ihre Führung aber innerhalb von zwei Minuten wieder und gerieten in der Folge gar in Rückstand. „Wir haben es da einfach versäumt, den Sack zuzumachen, und Großsachsen mit individuellen Fehlern zurück ins Spiel gebracht“, ärgerte sich Schulz.

Mit den Fans im Rücken bekamen die Gastgeber mehr und mehr Oberwasser und bauten ihre Führung mit fortschreitender Spieldauer allmählich aus, bis es 150 Sekunden vor Schluss 26:23 für Großsachsen stand. „Da haben wir dann tolle Moral gezeigt und an uns geglaubt“, freute sich Schulz über die beeindruckende Aufholjagd auf den letzten Drücker, die ihn aber reichlich Nerven kostete. „Diese Schlussphase“, gab der HSG-Coach erschöpft zu Protokoll, „hat mich altern lassen.“

HSG Hanau: Sebastian Schermuly, Fabian Tomm; Maximilian Bergold (8), Marius Brüggemann (2), Björn Christoffel (1), Dennis Gerst, Henrik Graichen, Michael Hemmer (1), Lucas Lorenz (4), Michael Malik (6/3), Yaron Pillmann, Jonas Schneider, Marc Strohl (5), Yannik Woiwod – Schiedsrichter: Schek/Wittemann – Siebenmeter: TVGG 9/6, HSG 4/4 – Zeitstrafen: TVGG 4, HSG 6 – Zuschauer: 400



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