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3. Liga: 22:18-Sieg im ersten Heimspiel der HSG Hanau

Hanau

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    Ein harter Fight: Neuzugang Michael Malik und seine Teamkollegen mussten gegen den Aufsteiger TV Kirchzell alles geben, eher der erste Sieg der Saison feststand, Malik erzielte zehn der 22 HSG-Tore. Foto: Patrick Scheiber

Handball. Die HSG Hanau hat am Samstagabend die heiß ersehnten ersten Punkte der neuen Saison in der 3. Liga Mitte eingefahren, musste beim Heimspiel gegen den TV Kirchzell aber mächtig ackern. Der Aufsteiger ließ sich über die gesamte Spieldauer nicht abschütteln und machte den Hanauer bis zur letzten Minute das Leben schwer.

Artikel vom 31. August 2019 - 22:25

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Von Robert Giese

Maximilian Bergold, Michael Malik und Marc Strohl staunten nicht schlecht, als sie den ersten Angriff ausführen wollten, denn ihre direkten Gegenspieler standen den drei Hanauer Rückraumspieler schon weit jenseits der Neunmeter-Linie auf den Füßen. Teils bei zwölf, teils bei 15 Metern nahmen die Gäste die Hanauer in Empfang und raubten dem Angriffsspiel der Hausherren somit von der ersten Minute an viel von seiner Dynamik.

Dass neben Michael Hemmer auch Jan-Eric Ritter ausfiel – der HSG-Spielmacher laboriert an einer Verletzung an der Fußsohle – spielte Kirchzell hierbei in die Karten, schließlich sind beide Spieler mit ihrem starken Eins-gegen-Eins-Verhalten eigentlich dafür prädestiniert, derartige Deckungen zu knacken. So aber mussten Hemmer und Ritter vom Spielfeldrand aus zuschauen, wie sich ihre Teamkollegen gegen die ungewöhnlich offensive Abwehr des Gegners quälten.

Phasenweise zäh wie Kaugummi

Zäh wie Kaugummi zog sich die Partie daher phasenweise hin, für die Fans auf der Tribüne – dort sorgte nicht nur der Blaue Block für Stimmung, auch Kirchzell hatte rund 50 Schlachtenbummler dabei – war das Geschehen auf dem Spielfeld daher nicht immer ein Augenschmaus. Das lag auch daran, dass die Hanauer immer wieder Gelegenheiten verpassten, sich entscheidend abzusetzen: In der ersten Hälfte war die HSG zwischenzeitlich auf 6:3 davongezogen, musste aber wenig später den Ausgleich hinnehmen und hatte sich dadurch erst einmal umsonst abgemüht.

Dass die Hausherren trotz einer durchwachsenen Angriffsleistung dennoch nicht in Rückstand gerieten, lag an der gut aufgelegten 3:2:1-Abwehr, die nur dann ernsthafte Probleme bekam, wenn ein Abwehrspieler zu spät kam und in der Folge eine Zeitstrafe abbrummen musste; in Gleichzahl hatte die HSG-Defensive ihre Gegenspieler normalerweise gut im Griff.

Entscheidung in letzter Spielminute

Die Entscheidung in dieser zerfahrenen Partie fiel erst in den letzten Spielminuten: Sei es, weil bei Kirchzell die Kräfte nachließen, sei es, weil sich Yaron Pillmann und Co. nach langen Kreuzbewegungen energischer durch die gegnerische Abwehr tankten, die HSG setzte sich nun jedenfalls etwas ab. Beim 19:16 fünf Minuten vor Schluss war allen in der Halle klar, dass der Drops hier und heute gelutscht war und die Punkte in Hanau bleiben würden auch wenn Gäste-Coach Andreas Kunz mit einer Auszeit noch einmal dagegensteuern wollte.

„Die HSG war am Ende cleverer“, meinte Kunz, „zudem haben wir in wichtigen Phasen ein schlechtes Entscheidungsverhalten gezeigt.“ Hanaus Coach Olli Schulz war froh, gegen die „unkonventionelle Abwehr zwei Punkte geholt zu haben, auch wenn es heute eine wirklich schwere Geburt war.“

HSG Hanau: Sebastian Schermuly (2), Fabian Tomm; Maximilian Bergold (2), Marius Brüggemann (1), Björn Christoffel (1/1), Dennis Gerst (2), Henrik Graichen, Lucas Lorenz, Michael Malik (10/4), Andreas Neumann, Yaron Pillmann (3), Jonas Schneider, Matthias Schwalbe, Marc Strohl (1), Yannik Woiwod – Schiedsrichter: Kaplan/Scheld – Siebenmeter: HSG 7/5, TVK 6/5 – Zeitstrafen: HSG 3, TVK 2 – Zuschauer: 410

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