Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
bedeckt
6 ° C - bedeckt
» mehr Wetter

DHB-Pokal: Zwei Tage hochklassiger Handball in Hanau

Hanau

  • img
    Pflichtspiel-Premiere: Trainer Olli Schulz will mit seiner Mannschaft in der ersten Runde des DHB-Pokals ein anderes Gesicht zeigen als in der holprigen Vorbereitung. Am kommenden Samstag gastiert Zweitligist TV Hüttenberg bei der HSG Hanau in der Main-Kinzig-Halle. Archivfoto: Bruno Neumann

Handball. Die Hanauer Main-Kinzig-Halle ist an diesem Wochenende die Bühne für zwei Tage voller hochklassigem Handball, denn die HSG Hanau richtet erneut das Erstrundenturnier des DHB-Pokals aus. Neben den Gastgebern kämpfen gleich zwei Zweitligisten sowie der Bundesligist HC Erlangen um das Ticket für das Achtelfinale.

Artikel vom 16. August 2019 - 15:52

Anzeige

Von Robert Giese

Zunächst stehen sich dabei am Samstag um 17 Uhr das Bundesliga-Team aus Erlangen und der Zweitliga-Aufsteiger ThSV Eisenach gegenüber. In beiden Mannschaften laufen Spieler auf, die auch in Hanau wohlbekannt sind: Im HCE-Trikot wird Neu-Nationalspieler Nico Büdel antreten, der in der Jugend bei der TS Steinheim ausgebildet wurde, auf Seiten der Thüringer spielt Jonas Ulshöfer, der den Handballfans der Region als agiler und pfeilschneller Mittelmann der SG Bruchköbel noch gut in Erinnerung ist.

Auf dem Papier hat Ulshöfers Team gegen den etablierten Bundesligisten allerdings keine großen Chancen, zumal die Mittelfranken bereits im Vorjahr in Hanau gastierten, dabei zeigten, dass sie den DHB-Pokal sehr ernst nehmen und sich souverän durchsetzten.

Großer Gegner für die HSG

Die Gastgeber bekommen es derweil am Samstag ab 20 Uhr mit einem richtig großen Namen im Handball zu tun: Ihr Halbfinalgegner ist der TV Hüttenberg. Die Mittelhessen pendelten in den vergangenen Jahren zwischen 3. Liga und 1. Bundesliga und spielen aktuell in der 2. Bundesliga – und somit eine Klasse höher als der Drittligist aus Hanau. Ein ganz besonderes Spiel dürfte die Partie für den Hanauer Rechtsaußen Daniel Wernig werden, schließlich stand dieser bis zum Sommer in Hüttenberg unter Vertrag und spielte insgesamt sieben Jahre für den TVH.

Doch nicht nur Wernig fiebert dem Duell mit dem Zweitligisten entgegen, auch der neue Hanauer Trainer Olli Schulz kann den Anpfiff kaum erwarten – schließlich feiert er beim Pokal-Fight seine Pflichtspiel-Premiere als Coach der HSG. „Das wird sicher reichlich Emotionen freisetzen“, glaubt Schulz, der sich „schon jetzt auf jeden Fan und auf jeden Trommelschlag“ freut.

Gegner nerven

Sportlich sieht der neue Mann auf der Hanauer Trainerbank Hüttenberg klar in der Favoritenrolle: „Das ist eine wahnsinnig schwierige Aufgabe, denn das ist eine eingespielte Mannschaft, die zudem körperlich sehr stark ist. Allerdings“, schränkt Schulz ein, „bin ich davon überzeugt, dass wir die Qualität haben, um auch diesen Gegner gehörig zu nerven.“

Neben der Unterstützung durch den „Blauen Block“ sei es allerdings unabdingbar, „sich an den Matchplan zu halten. Wenn wir uns da Ausreißer erlauben, wird Hüttenberg das bitter bestrafen.“ Das Pokalspiel kommt für die Hanauer in einer nicht ganz einfachen Phase, wie Schulz einräumt: „Gerade sind wir in einem kleinen Tal, aber da werden wir uns herauskämpfen. Ich denke, an so einem Abend kann durchaus etwas Besonderes passieren. Das ist ein bisschen wie im Kino, und diese guten Gefühle müssen wir uns zunutze machen.“

Verdientes Zuckerl

Allzu gute Gefühle haben die Hanauer gerade allerdings nicht, wenn sie auf die Kaderliste schauen: Neben der schweren Verletzung von Jannik Ruppert gehen aktuell auch einige weitere Spieler am Stock. Während der angeschlagene Marius Brüggemann bis zum Wochenende wohl wieder fit sein dürfte, muss Schulz auf Björn Christoffel definitiv verzichten, hinter dem Einsatz von Maximilian Bergold steht wegen dessen Schulterproblemen ein dickes Fragezeichen.

Der HSG-Kader ist allerdings auch nach diesen Ausfällen noch gut besetzt, den einzigen freien Platz soll der A-Jugendliche Jonas Schneider einnehmen – ein Zuckerl, das sich der Youngster in den Augen von Schulz redlich verdient hat.

Ein Zuckerl erwartet auch die Zuschauer schließlich am Sonntag ab 15 Uhr, wenn die beiden Sieger des Vortages im Finale aufeinandertreffen und um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen.

Hallenheft und Tickets

Als Druck- und Medienpartner stellt der HANAUER in dieser Saison das Hallenheft „Heimspiel“ her. Die Ausgabe zum Pokalwochenende gibt es hier als PDF.

Tagestickets sind für Erwachsene für 12 Euro (Sonntag) und 20 Euro (Samstag) zu haben, ein Ticket für das gesamte Turnier kostet 25 Euro. Für Schüler bis 14 Jahren gibt es ermäßigte Preise.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.