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Wernig traut der HSG gegen Ex-Klub Hüttenberg die Sensation zu

Handball

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    Klare Kampfansage: HSG Hanaus Neuzugang Daniel Wernig (links) will am Samstag im Erstrundenturnier des DHB-Pokals gegen seine Ex-Kollegen des TV Hüttenberg das Parkett als Sieger verlassen - Wetteinsätze inklusive. Archivfoto: TAP

Handball. In Daniel Wernig hat die HSG Hanau für die kommende Drittliga-Saison einen Rechtsaußen mit viel höherklassiger Erfahrung verpflichtet. Wir haben mit ihm über seine Erwartungen in Hanau, die bisherige Saisonvorbereitung und das Pokalspiel am Samstag gegen seinen Ex-Verein TV Hüttenberg gesprochen.

Artikel vom 13. August 2019 - 20:04

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Herr Wernig, Ihr erstes Pflichtspiel für die HSG Hanau bestreiten Sie beim Pokalturnier gegen den TV Hüttenberg, für den Sie zuvor sieben Jahre lang gespielt haben – ein Traumlos?

„Für mich persönlich auf jeden Fall, das ist das i-Tüpfelchen, das nehme ich gerne mit. Ich freue mich schon darauf, wieder vielen alten Freunden auf dem Spielfeld gegenüberzustehen, denn wir Handballer sind ja eine große Familie. Aber auch für die HSG ist das ein gutes Los: Einerseits ist es super für den Verein, wieder das Pokalturnier auszurichten, andererseits kommen mit Eisenach, Erlangen und eben Hüttenberg tolle Mannschaften nach Hanau.“

Sieben Jahre lang waren Sie in Hüttenberg, haben in dieser Zeit meist in der 2. Bundesliga gespielt, aber auch in der 3. Liga und der Bundesliga. Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit dort?

„In den sieben Jahren dort hat sich viel verändert, es gab mehrere Umbrüche, die Mannschaft wurde immer wieder verjüngt. Ich bin während all der Zeit teilweise sieben- oder achtmal die Woche zum Training gependelt und habe dabei nicht nur privat große Unterstützung erfahren, sondern auch vom Verein. In Hüttenberg geht es ziemlich familiär zu, was im Profi-Sport ja eher die Ausnahme ist, ich bin dort vielen Personen sehr verbunden. Sportlich war es für uns sicher ein Höhepunkt, 2017 erneut in die Bundesliga aufzusteigen – das ist für jeden Spieler ein Traum, und das wollten wir noch mal genießen.“

Sie haben im Vorfeld bereits eine Kampfansage an Ihre alten Kollegen geschickt und verkündet, den ersten Pflichtspielsieg mit Hanau gleich gegen Hüttenberg zu feiern. Wie waren da die Reaktionen Ihrer ehemaligen Mitspieler?

„Ich habe da viele WhatsApp-Nachrichten bekommen, die allerdings nicht zitierfähig sind (lacht). Im Moment bin ich noch damit beschäftigt, für dieses Spiel die genauen Wetteinsätze auszuhandeln, um nochmal einen besonderen Anreiz zu schaffen. Für mich wäre es sicher das Schönste, gegen meine alten Kollegen zu gewinnen.“

Wie realistisch ist die Chance auf einen Sieg denn? Immerhin spielt Hüttenberg in der 2. Bundesliga.

„Realistisch betrachtet sind unsere Chancen nicht so groß, denn Hüttenberg hat einige Vollprofis und verfügt generell über viel Qualität im Kader, da haben einige Spieler reichlich Bundesliga-Erfahrung. Andererseits ist das der Pokal und außerdem spielen wir zu Hause. Wenn wir mit viel Leidenschaft und Herzblut alles reinwerfen und Hüttenberg nicht den besten Tag erwischt, ist die Sensation möglich – und das wäre dann ein richtig geiles Ding!“

Sie selbst konnten Ihr neues Team inzwischen ausgiebig kennenlernen. Wo liegen die Stärken der HSG?

„Ganz ähnlich wie in Hüttenberg geht es hier in Hanau sehr familiär zu: Man hat den direkten Weg zu den Entscheidungsträgern, um Probleme wird sich sofort gekümmert und die Mannschaft ist im Grunde ein enger Freundeskreis. Diese mannschaftliche Geschlossenheit ist sicher eine große Stärke, zudem denke ich, dass der neue Trainer genau zur richtigen Zeit gekommen ist, um nach der guten Arbeit von Patrick Beer frischen Wind reinzubringen.“

Sie haben bei der Teampräsentation Ende Juli noch von einem Trainingsrückstand bei sich selbst gesprochen – wo stehen Sie denn aktuell und was können die Fans beim DHB-Pokal von Ihnen und dem Team erwarten?

„Richtig, ich stand ja noch bis zum 30. Juni in Hüttenberg unter Vertrag und bin eigentlich erst seit Mitte Juli hier in Hanau dabei. Da ist es für mich schon ein bisschen schwer, hier reinzukommen: Die Bindung fehlt noch, es gibt Abstimmungsprobleme, und bei den Testspielen wie zum Beispiel beim 94er-Cup in Kleinostheim hat noch viel gefehlt. Aber wir haben zuletzt oft trainiert und die Zeit genutzt, und ich denke, dass ich dem Team bald weiterhelfen kann. Beim DHB-Pokal sind wir daher sicher auf der Höhe und konkurrenzfähig, aber wir können uns über die gesamte Saison hinweg weiter verbessern und die Neuzugänge immer besser einbinden.“

Wie ist Ihr Tipp für das Spiel gegen Hüttenberg?

„23:21. Da wir das Heim-Team sind, gewinnen wir.“

 

Das Interview führte Robert Giese.



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