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Handball-Gala 2019: ein krönender Saisonabschluss

Hanau

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    Die großen Gewinner der 1. Handball-Gala des HANAUER ANZEIGER. Foto: Patrick Scheiber

Handball. Die Premiere war gleich ein voller Erfolg: Die Handball-Gala, die am Samstagabend zum ersten Mal stattfand, hat Handballer von Nah und Fern nach Hanau gelockt, die eine Woche nach Saisonende nicht nur die Besten unter sich ehrten, sondern auch die Gelegenheit nutzten, um bis in die Nacht hinein zu feiern.

Artikel vom 12. Mai 2019 - 16:34

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Von Robert Giese

Ob aus der 3. Liga oder der Bezirksliga B, ob aus Hanau, Nieder-Roden oder Wächtersbach – die erste Handball-Gala, die vom HANAUER ANZEIGER veranstaltet und von Thomas Tamberg sowie der Agentur Bombonera auf die Beine gestellt wurde, ließ sich kaum ein Handballer aus der Region entgehen. Entsprechend gut gefüllt – über 500 Gäste waren anwesend – war der Showroom von Volkswagen Automobile Frankfurt/Hanau, der als Bühne für ein Event fungierte, das Maßstäbe setzte und sich künftig wohl fest im Terminkalender der Handballgemeinde etablieren dürfte.

Im Vorfeld hatte unsere Zeitung bei den Vereinen reichlich Stimmen gesammelt, um in den verschiedenen Ligen im Bezirk die jeweils besten Spieler zu ermitteln. Die Trainer und Mannschaftskapitäne jedes Teams konnten im Vorfeld abstimmen, wen sie für die besten unter sich hielten – und machten davon reichlich Gebrauch, sodass sich auf einigen Positionen ein enges Rennen um den Spitzenplatz entwickelte. Bei der Gala wurden schließlich die mit Spannung erwarteten Sieger verkündet.

Die Allstar-Teams im Frauenbereich 

Bezirksliga B powered by François Hanau Dry Gin
Linksaußen:
Christine Graser (TG Hanau)
Rückraum links:
Katharina Heinbuch (Niederrodenbach)
Rückraum Mitte:
Saskia Müller (SG Bruchköbel II)
Rückraum rechts:
Michelle Suttner (TG Hanau)
Rechtsaußen:
Nina Müller (SG Bruchköbel II)
Kreisläufer:
Barbara Pillmann (HSG Maintal II)
Torwart:
Yvonne Gruhn (SG Bruchköbel II)
Trainer:
Katharina Kächelein (HSG Maintal II)
Bezirksliga A powered by Hanauer Straßenbahn GmbH
Linksaußen:
Vivian Reyer (SV Hochland Fischborn)
Rückraum links:
Melina Seipel (SV Erlensee)
Rückraum Mitte:
Nena Gottschwämmer (HSV Götzenhain)
Rückraum rechts:
Anna-Lena Mankel (HSG Maintal)
Rechtsaußen:
Vanessa Demel (Obertshausen/Heusenst.)
Kreisläufer:
Jasmin Jäkel (HSG Maintal)
Torwart:
Anna Walper (HSG Maintal)
Trainer:
Jens Winterlin (Obertshausen/Heusenst.)
Frauen-Bezirksoberliga powered by VM-Events
Linksaußen:
Celine Born (HSG Preagberg)
Rückraum links:
Kim Birnkammer (HSG Kinzigtal)
Rückraum Mitte:
Mona Schnürer (TV Altenhaßlau)
Rückraum rechts:
Anna Krüger (HSG Kinzigtal)
Rechtsaußen:
Lisa Reichl-Mangelmann (Dietesh./Mühlh.)
Kreisläufer:
Isabel Lerch (HSG Hanau)
Torwart:
Maike Wolf (HSG Nieder-Roden II)
Trainer:
Markus Breidenbach (HSG Kinzigtal)
TOP 7 im Handball-Bezirk powered by Globus Maintal
Linksaußen:
Svenja Brand (TV Langenselbold)
Rückraum links:
Jana Heßler (HSG Nieder-Roden)
Rückraum Mitte:
Karoline Ruppert (TV Langenselbold)
Rückraum rechts:
Viktoria Ebert (HSG Nieder-Roden)
Rechtsaußen:
Kim Plitzko (HSG Hanau)
Kreisläufer:
Isabel Lerch (HSG Hanau)
Torwart:
Jana Menge (HSG Nieder-Roden)
Trainer:
Florian Lebherz (HSG Nieder-Roden)

Anders als während der Saison, in der die Teams teilweise mit harten Bandagen gegeneinander kämpften, war die Stimmung bei der Handball-Gala aber von Beginn an gelöst; bei der Preisverleihung feierten die unterschiedlichen Teams zwar lautstark, wann immer einer ihrer Spieler sich eine der begehrten Auszeichnungen schnappen konnte, gönnten aber auch den Kontrahenten den Erfolg. Einige freundschaftliche Seitenhiebe blieben dabei nicht aus: Dass die HSG Hanau in der abgelaufenen Saison sowohl mit ihrer ersten als auch mit ihrer zweiten Mannschaft in den jeweiligen Ligen genau einen Platz vor dem Lokalrivalen aus Nieder-Roden landete, quittierten die Hanauer mit besonders lautstarkem Jubel.

Neben der Ehrung der besten Spieler und Vereine der Region wurden auch die Spielerin und der Spieler mit dem härtesten Wurf ausgezeichnet. Dazu waren die Veranstalter im Vorfeld durch die Handball-Hallen gereist und hatten die Wurfgeschwindigkeit der Spieler ermittelt. Als Frau mit dem härtesten Wumms erwies sich hierbei Anne Petschlies von der HSG Oberhessen, die den Ball mit 79 Stundenkilometern in die Maschen jagte. Petschlies Erfolgsgeheimnis ist regelmäßiges Wurftraining: „Aufs Tor zu werfen macht einfach am meisten Spaß“, verriet sie Moderatorin Yvonne Backhaus-Arnold. Sebastian Dietrich von der SG Bruchköbel knackte mit seinem Hammer sogar die 100-Km/h-Marke, denn sein Wurf landete mit 103 Stundenkilometern im Tor – ein absoluter Rekord und für die Zukunft eine Benchmark, die nur schwer zu knacken sein dürfte.

Die Allstar-Teams im Männerbereich

Bezirksliga B powered by Hanauer Anzeiger 
Linksaußen:
Mario Markovic (OFC Kickers II)
Rückraum links:
Marcel Suttner (Dörnigheimer HC)
Rückraum Mitte:
Sascha Möhwald (HSG Preagberg II)
Rückraum rechts:
Lendrik Enskat (Dörnigheimer HC)
Rechtsaußen:
Wolfgang Rost (Dörnigheimer HC)
Kreisläufer:
Slobodan Maric (Dörnigheimer HC)
Torwart:
Ulrich Jung (SG Hainburg II)
Trainer:
Carsten Wirth (OFC Kickers II)
Bezirksliga A powered by Stadtwerke Hanau 
Linksaußen:
Antonio Artero (TV Langenselbold)
Rückraum links:
Noah Möller (TV Altenhaßlau)
Rückraum Mitte:
Jürgen Hüttig (TGS Niederrodenbach II)
Rückraum rechts:
Jörg Schäfer (TV Langenselbold)
Rechtsaußen:
Oliver Neumann (HSG Preagberg)
Kreisläufer:
Slaven Maksimovic (HSV Götzenhain)
Torwart:
Marco Simowsky (HSG Preagberg)
Trainer:
Pedro Valina (HSG Preagberg)
Männer-Bezirksoberliga powered by Ludwig Wollweber Bansch 
Linksaußen:
Carl-Philipp Erk (OFC Kickers)
Rückraum links:
Daniel Hrobar (HSG Kinzigtal)
Rückraum Mitte:
Nico Bätz (TGS Niederrodenbach)
Rückraum rechts:
Jannik Bachus (TV Flieden)
Rechtsaußen:
Maximilian Wolff (TGS Niederrodenbach)
Kreisläufer:
Patrick Schmidt (SG Dietesheim/Mühlheim)
Torwart:
Jonas Treutler (HSG Maintal)
Trainer:
Christian Seeliger (OFC Kickers)
TOP 7 im Handball-Bezirk powered by Sparkasse Hanau
Linksaußen:
Sebastian Siegmund (HSG Hanau II)
Rückraum links:
Nils Lenort (TSG Bürgel)
Rückraum Mitte:
Jonas Ulshöfer (SG Bruchköbel)
Rückraum rechts:
Timo Kaiser (HSG Nieder-Roden)
Rechtsaußen:
Tim Henkel (HSG Nieder-Roden)
Kreisläufer:
Björn Pape (TV Gelnhausen)
Torwart:
Marco Rhein (HSG Nieder-Roden)
Trainer:
Patrick Beer (HSG Hanau)

Während sich auf der Bühne die Geehrten die Klinke in die Hand gaben und entsprechend gefeiert wurden, nutzten die weit über 300 Handballer im Showroom die Gelegenheit zum Daumendrücken, Fachsimpeln oder einfach, um die vergangene Saison zusammen mit alten und neuen Freunden Revue passieren zu lassen. Im Anschluss an die Ehrungen bewiesen die Handballer dann, dass sie nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch an der Theke ordentlich Durchhaltevermögen haben, und feierten noch bis tief in die Nacht.

Auch tauschten sich die Handballer rege über die kommende Saison aus. Anstehende Wechsel, der Stand der Verletzungen, Entwicklungen in den jeweiligen Vereinen – kaum ein Thema, das zwischen nicht zur Sprache kam. Tamberg jedenfalls freute sich über die „eindrucksvolle Demonstration, wie stark der Handballsport in unserer Region verwurzelt ist“ und war da nicht der einzige. 

Zwei Sieger in der Bezirksliga A

Keine Premiere ohne Anlaufschwierigkeiten, so auch bei der Handball-Gala, die ein waschechtes Zettel-Gate erlebte: So kürte Moderatorin Yvonne Backhaus-Arnold in der Bezirksliga A der Männer Nico Alles von der SG Hainburg zum Sieger auf Linksaußen, auf der parallel eingespielten Grafik erschien jedoch Antonio Artero vom TV Langenselbold als Sieger. Backhaus löste den Konflikt salomonisch und erklärte kurzerhand beide zum Sieger. Die Handballer machten nicht nur die Nacht zum Tag, sondern ließen auch die Sonne in der Nacht scheinen – zumindest, wenn es um Pedro Valina ging.

Der Trainer der HSG Preagberg, der sein Team in der Bezirksliga A zum Aufstieg geführt hatte und als Trainer des Jahres in dieser Liga geehrt wurde, ist offenbar auch bei der HSG Hanau nicht in Vergessenheit geraten: Bei seiner früheren Trainerstation bei der HSG Hanau II erinnerten sie sich noch gut an den Erfolgscoach, der mit ihnen in die Landesliga aufgestiegen war, und intonierten spontan den Aufstiegssong „Die Sonne scheint bei Tag und Nacht – auf Pedro Valina“.

Malolepszy wurde gut vertreten

Im Hinblick auf die Mode ergab sich bei der Gala kein eindeutiges Bild: Während sich einige Handballer mächtig in Schale geworfen hatten, feierten andere ihren Aufstieg mit entsprechenden Shirts. Weit verbreitet waren allerdings auch Knie-Orthesen – wie bei Katharina Heinbuch von der TGS Niederrodenbach, die es sich allerdings nicht nehmen ließ, mit Krücken auf die Bühne zu kommen, um ihren Preis als beste Spielerin im linken Rückraum in der Bezirksliga B entgegen zu nehmen. Ob sie diesen Titel in der kommenden Saison verteidigen kann, ist wegen eines Kreuzbandrisses und Meniskusschadens allerdings fraglich.

Gut vertreten wurde derweil Jonathan Malolepszy: Der junge Spielmacher des TV Gelnhausen, der zum besten Spieler des gesamten Bezirks gekürt wurde, weilte während der Handball-Gala nämlich auf Mallorca. In seiner Abwesenheit nahm seine Freundin den Preis entgegen. Ähnlich wie die Gelnhäuser weilte auch die Männermannschaft der HSG Rodgau Nieder-Roden auf Mallorca.

Gute Resonanz

Ein letztes Mal auf der großen Bühne stand derweil Patrick Beer: Der scheidende Coach von Drittligist HSG Hanau wurde zum Trainer des Jahres gewählt und gab, als der tosende Beifall für ihn verebbt war, einen Ausblick auf sein zukünftiges Leben mit etwas weniger Handball. „Meine Frau und ich vertragen uns ja ganz gut“, freute sich Beer auf mehr Zeit mit der Familie, ergänzte dann aber augenzwinkernd, „mal sehen, wie viele Wochen das gut geht.“ 

Nicht zum letzten Mal hat hingegen die Handball-Gala stattgefunden – so zumindest der einhellige Wunsch der Anwesenden, die sichtlich begeistert waren. Mitorganisator Thomas Tamberg zeigte sich angesichts der positiven Resonanz jedenfalls überzeugt, „dass wir die Handball-Gala zu einer festen Veranstaltungsgröße entwickeln können“ – es scheint also so, dass die Handballer auch im nächsten Jahr wieder Gelegenheit haben, sich selbst zu feiern.



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