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3. Liga: HSG Hanau feiert beste Saison der Vereinsgeschichte

Hanau

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    Hat aus allen Lagen getroffen: Gegen HSG Hanaus Michael Hemmer (am Ball) war im letzten Saisonspiel kein Kraut gewachsen. Der Shooter hat die Hanauer gegen Leipzig II damit über weite Strecken im Spiel gehalten. Foto: tap

Handball. Die HSG Hanau hat ihrem scheidenden Trainer Patrick Beer im letzten Saisonspiel der 3. Liga Ost einen gelungenen Abschied geliefert: In eigener Halle setzten sich die Hanauer gegen die formstarke SG Leipzig II mit 33:31 (18:14) durch und sicherte damit den dritten Tabellenplatz.

Artikel vom 04. Mai 2019 - 23:29

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Von Robert Giese

Ausschlaggebend für den Heimsieg gegen die formstarken Leipziger war das starke Unterzahlspiel der HSG in zwei entscheidenden Phasen.

Vorsprung in Unterzahl

Die erste Unterzahlsituation nach rund zehn Minuten nutzten die Hausherren nämlich, um sich erstmals einen entscheidenden Vorsprung herauszuspielen – eine Drei-Tore-Führung nach gut zehn Minuten. Fünf Minuten vor Spielende schließlich, als die Partie auf Messers Schneide stand, mobilisierten die Hanauer in Unterzahl erneut alle Kräfte und legten den Grundstein für den hart erkämpften 33:31 (18:14)-Heimsieg, mit dem sich die HSG den dritten Platz der 3. Liga Ost gesichert hat.

Nach einer derart torreichen Partie sah es in der Anfangsphase noch nicht aus, denn im Spiel war zwar ordentlich Tempo, zwingende Offensivaktionen blieben jedoch zunächst Mangelware. Dann offenbarte Kreisläufer Yannik Woiwod allerdings ungeahnte Qualitäten, als er einfach mal aus dem Rückraum per Hüftwurf abzog und so den Treffer zum 3:2 erzielte. In der folgenden Unterzahlsituation setzten sich die Gastgeber, bei denen Shooter Maximilian Bergold nun immer besser ins Spiel kam, etwas ab, und auch die Zweite Welle der HSG funktionierte nun zunehmend besser.

Das sorgte dafür, dass die Hanauer zwischenzeitlich mit sechs Toren führten, woraufhin Gästecoach Enrico Henoch im Angriff für seinen Torwart einen siebten Feldspieler brachte. Das erhöhte den Druck auf die HSG-Defensive, einer wirklichen Aufholjagd der Leipziger stand zunächst aber Michael Hemmer im Weg: Der Hanauer Rückraumspieler traf im ersten Durchgang aus allen Lagen und leistete sich erst kurz vor dem Seitenwechsel den ersten Fehlwurf, als er aus 40 Metern das leere Tor der SGL um Haaresbreite verfehlte.

Druck nach Seitenwechsel

Vor allem dank Hemmer blieben die Hausherren auch nach dem Seitenwechsel zunächst am Drücker, ab der 40. Minute holten die Gäste aber langsam auf. Die Gründe hierfür waren einerseits die wegen des zusätzlichen Feldspielers weiterhin brandgefährliche Offensive der Sachsen, andererseits aber auch, dass Hanau gegen die nun mit einem Vorgezogenen agierenden Leipziger immer seltener zu klaren Abschlüssen kam. Beim 29:28 für die HSG sieben Minuten vor dem Abpfiff war die Partie drauf und dran zu kippen.

Dazu wollten es die Gastgeber beim letzten Spiel unter Beer aber nicht kommen lassen: Angeführt von Jan-Eric Ritter, der drei seiner neun Treffer in den Schlussminuten erzielte, bauten die Hanauer ihre knappe Führung in Unterzahl wieder aus, spätestens bei Ritters Tor zum 33:30 nach starker Einzelleistung war die Messe in der Main-Kinzig-Halle dann endgültig gelesen.

Anschließend feierten die über 500 Zuschauer nicht nur das siegreiche Team und die erfolgreiche Saison, sondern vor allem Patrick Beer: Der Trainer, der ganz eng mit der jüngsten Erfolgsgeschichte der HSG verknüpft ist, wurde von Mannschaft und Fans nach über fünf Jahren in Hanau mit minutenlangen Sprechchören gebührend verabschiedet.

HSG Hanau: Sebastian Schermuly, Fabian Tomm; Yannick Ahouansou, Maximilian Bergold (5), Marius Brüggemann (1), Björn Christoffel, Michael Hemmer (6), Lucas Lorenz (2), Tarek Marschall, Patrick Pareigis (1), Yaron Pillmann (3), Jan-Eric Ritter (9/5), Jannik Ruppert (1), Marc Strohl (3), Yannik Woiwod (2) – Schiedsrichter: Sakovski/Schneider – Siebenmeter: HSG 6/5, SGL II 3/2 – Zeitstrafen: HSG 2, SGL II 2 – Zuschauer: 530

3. Liga Ost Männer



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