Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
wolkig
23 ° C - wolkig
» mehr Wetter

3. Liga: Siebenmeter in Schlussminute sorgt für die Entscheidung

Hanau

  • img
    Ausgelassene Freude: Der Sieg bei Absteiger Coburg war schwer erkämpft. Vor dem letzten Spieltag ist die HSG Hanau Tabellendritter. Foto: Privat

Handball. Die HSG Hanau eilt im Saisonendspurt in der 3. Liga Ost weiterhin von Sieg zu Sieg und hat auch bei der HSC Coburg II die Oberhand behalten. Die mitgereisten Fans mussten aber bis zur allerletzten Sekunde zittern, denn die Entscheidung fiel erst durch einen verwandelten Siebenmeter in der Schlussminute.

Artikel vom 27. April 2019 - 22:02

Anzeige

Von Robert Giese

Die spielentscheidende Szene 40 Sekunden vor Schluss war eine Co-Produktion von Kreisläufer Yannik Woiwod und Spielmacher Jan-Eric Ritter: Während Ersterer den Strafwurf geschickt herausholte, trat Ritter zum Alles-oder-Nichts-Wurf an die Siebenmeterlinie. Bis dahin war der Hanauer Rückraumspieler in diesem Spiel bei fünf Versuchen viermal erfolgreich geblieben, und auch diesmal konnte er jubeln, denn er jagte den Strafwurf in die Maschen. Da Coburg in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr zurückschlagen konnte, setzten sich die Gäste mit 27:26 (14:14) durch.

"Ein totaler Fehler"

Zu Spielbeginn sah es so aus, als würden die sportlich abgestiegenen Hausherren der HSG nicht mehr viel entgegensetzen, denn nach fünf Minuten führten die Hanauer bereits mit 4:0. „Da dachten wir, dass wir schon gewonnen hätten“, so HSG-Coach Patrick Beer, „aber das war ein totaler Fehler!“

Die Oberfranken hatten sich augenscheinlich vorgenommen, sich von 3. Liga und Fans vernünftig zu verabschieden, hielten kämpferisch voll dagegen und gaben sich nie auf. Den Vier-Tore-Rückstand hatte der HSC schon in der zehnten Spielminute durch fünf Treffer in Folge mehr als egalisiert.

Von da an verlief die Partie ausgeglichen, die Führung wechselte mehrmals hin und her, ohne dass ein Team sich einen entscheidenden Vorteil erarbeiten konnte. Das lag auch daran, dass die Hanauer nicht immer überzeugten. „Wir hatten Unsicherheiten in unserem Spiel, und das hat Coburg ausgenutzt“, meinte Beer, in die Kabine gingen die Kontrahenten beim Stand von 14:14.

Wichtige Impulse nach Wiederanpfiff

Dass es nach Wiederanpfiff meist die Gäste waren, die knapp die Nase vorn hatten, lag an mehreren Faktoren. Einerseits zeigte sich HSG-Schlussmann Sebastian Schermuly in guter Form und parierte einige Tempo-Gegenstöße, durch die Coburg die Partie hätte drehen können, andererseits sorgte Maximilian Bergold auch in Phasen, in denen in der Hanauer Offensive nicht viel zusammenlief, für wichtige Impulse. „Ein ganz starkes Spiel hat auch Dennis Gerst gemacht“, betonte Beer – und zwar nicht nur wegen dessen vier Treffer, sondern auch, weil er den Gastgebern erfolgreich einige Bälle abluchste.

Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung gingen die Hanauer folglich in die Schlussphase, mussten in Überzahl aber zwei Gegentreffer nacheinander hinnehmen, sodass die Partie plötzlich wieder völlig offen war. Eine erneute Zeitstrafe für den HSC brachte den Gästen erneut die numerische Überlegenheit, und diesmal konnte Hanau die Überzahlsituation besser nutzen, weil Ritter per Siebenmeter zum Sieg traf.

„Insgesamt ein glücklicher Erfolg“, meinte Beer über den doppelten Punktgewinn, mit dem sich die HSG erneut für die erste Runde des DHB-Pokals qualifiziert hat.

HSG Hanau: Sebastian Schermuly (1), Fabian Tomm; Maximilian Bergold (4), Marius Brüggemann (1), Björn Christoffel (1/1), Dennis Gerst (4), Michael Hemmer, Lucas Lorenz (4), Tarek Marschall, Patrick Pareigis, Yaron Pillmann (1), Jan-Eric Ritter (5/5), Jannik Ruppert (3), Marc Strohl (1), Yannik Woiwod (2) – Schiedsrichter: Friedel/Herrmann – Siebenmeter: HSC II 3/1, HSG 9/6 – Zeitstrafen: HSC II 5, HSG 2 – Zuschauer: 130

3. Liga Ost Männer



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.