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3. Liga: Remis im Abstiegsduell der SGB - trotz Fehlerfestival

Bruchköbel

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    Sonderlob: Auf Max Panther konnte sich die SG Bruchköbel beim Gastspiel in Erlangen-Bruck verlassen. Archivfoto: TAP

Handball. Dieses Kellerduell hatte den Namen wahrlich verdient: Drittliga-Schlusslicht TV Erlangen-Bruck und die SG Bruchköbel lieferten sich am Samstagabend in Erlangen eine Partie auf handballerisch sehr überschaubarem Niveau. 

Artikel vom 30. März 2019 - 19:37

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Zumindest war im Kampf um den Klassenerhalt aber stets für Spannung gesorgt, denn die Partie stand bis in die Schlussphase auf Messers Schneide. Letztlich trennten sich die beiden Kellerkinder mit einem leistungsgerechten 32:32 (18:19)-Unentschieden, das im Abstiegskampf keinem der Teams so wirklich weiterhilft.

Unrunde Anreise der SGB

Schon die Anreise der Bruchköbeler verlief alles andere als rund, denn kurz hinter der Landesgrenze steckte der SGB-Tross erst einmal im Stau. Nach einer halben Stunde Stillstand hatte der Tabellenvorletzte dieses Hindernis aber überwunden und erreichte rechtzeitig die Halle in Erlangen. Dort gestalteten die erneut stark ersatzgeschwächten Gäste – Bastian Schwarz fehlte ebenso wie Stephan Denhard, Jonas Ulshöfer lief mit bandagiertem Oberschenkel auf – die Anfangsphase ausgeglichen.

Dabei war für die Bruchköbeler bei den alles andere als überzeugend aufspielenden Hausherren durchaus mehr drin, allerdings leistete sich die SGB zahlreiche Fehler und schloss häufig viel zu überhastet und ungenau ab. Die Gastgeber setzten sich dadurch zwischenzeitlich auf drei Tore ab, auch wenn Bruchköbel beim Seitenwechsel wieder auf ein Tor herangekommen war. SGB-Coach Tegaday Ramos-Nuez konnte mit der Leistung seines Teams bis dahin jedoch keinesfalls zufrieden sein, und dementsprechend deutlich fiel auch die Halbzeitansprache aus.

Ansprache des Trainers zunächst erfolgreich

Die Worte ihres Trainers nahmen sich dessen Spieler im zweiten Durchgang zunächst zu Herzen, produzierten nicht mehr ganz so viele Fehler und erspielten sich nun ihrerseits einen Zwei-Tore-Vorsprung. „Nach einem Time-Out von Erlangen sind wir“, ärgerte sich Kazimir Balentovic, „aber schnell wieder in alte Muster zurückgefallen.“

Der Sportliche Leiter der Bruchköbeler war in der Folge wieder ohnmächtiger Zeuge einer extrem hohen Fehlerquote, die verhinderte, dass die Gäste die Partie zu ihren Gunsten kippen konnten. 

So lieferten sich die beiden Mannschaften bis zum Abpfiff ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das mehr von der Dramatik des Abstiegskampfs geprägt war als von spielerischem Niveau. Die SGB hatte in den Schlussminuten mehrmals die Chance auf den Siegtreffer, konnte diese Möglichkeiten aber jeweils nicht nutzen, wodurch sich die Mannschaften in einem Spiel, das vermutlich keinen Sieger verdient hatte, mit einem in Balentovics Augen „verdienten Unentschieden trennten.“

Gemischte Gefühle nach Partie

Balentovic selbst wusste im Anschluss gar nicht, ob er sich über das Remis beim direkten Konkurrenten freuen sollte. „Eigentlich sind wir froh über den Punkt und es ist schon eine Leistung, mit derart vielen Fehlern überhaupt einen Zähler zu holen, aber im Abstiegskampf“, so der Sportliche Leiter der SGB mit Blick auf die Tabelle, „ist das für uns selbstverständlich ebenso zu wenig wie für Erlangen.“

Für die seltenen Glanzpunkte sorgte bei den Bruchköbelern neben dem angeschlagenen Ulshöfer und Sebastian Dietrich, der diesmal im Rückraum auflief, vor allem Max Panther. „Er hat ein überragendes Spiel gemacht, war stark in der Abwehr und hat vorne nicht nur selbst sechsmal getroffen, sondern auch viele Siebenmeter herausgeholt“, lobte Balentovic seinen Kreisläufer.

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Marius Sulzbach; Sebastian Dietrich (3), Aydin Günes (4), Joshua Kraus (1), Milos Kreckovic (4/2), Max Panther (6), Edi Pjanic (1), Jonas Ulshöfer (5), Dennis Weit (6), Sergej Zutic (2) – Schiedsrichter: Mischinger/Näther – Siebenmeter: TV E-B 3/3, SGB 4/2 – Zeitstrafen: TV E-B 4, SGB 2 – Zuschauer: 310  rob

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