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3. Liga: HSG Hanau versagen die Nerven

Hanau

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    Viel Einsatz, wenig Ertrag: Yaron Pillmann und die HSG Hanau mussten sich dem TV Gelnhausen geschlagen geben. Ausschlaggebend für die Niederlage war die mangelnde Chancenverwertung der Hanauer. Foto: Adrian

Handball. Mit leeren Händen musste die HSG Hanau am Samstagabend die Heimreise aus Gelnhausen antreten, denn beim TVG unterlag das Team von Patrick Beer mit 21:24 (12:11). Genug Chancen, um vor über 1000 Zuschauern die beiden Punkte aus der Barbarossastadt zu entführen, waren zwar da, die Hanauer nutzen diese aber nicht. 

Artikel vom 23. Februar 2019 - 21:09

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Von Robert Giese

Symptomatisch für die mangelnde Chancenverwertung der HSG war die Quote der Gäste von der Siebenmeterlinie: Bei sechs Versuchen erzielten Jan-Eric Ritter und Co. gerade einmal zwei Treffer – und verpassten es dadurch, ihre Mannschaft mit einfachen Toren nach vorne zu bringen. Ähnlich bescheiden war die Bilanz der Hanauer bei Überzahlsituationen. Denn obwohl sich die Gäste angesichts von sieben Zeitstrafen gegen Gelnhausen oft in Überzahl befanden und in diesen Phasen auch klare Chancen herausspielten, nutzten sie diese zu selten und schauten am Ende in die Röhre.

Andeutungen im ersten Durchgang

Die Torflaute der HSG hatte sich bereits im ersten Durchgang angedeutet: Da hatte sich Hanau zwar früh auf 6:3 abgesetzt, ließ in der Folge aber beste Gelegenheiten aus. „Da hätten wir nachlegen müssen, denn Gelnhausen kam ins Wanken. Aber wir sind mit unseren Möglichkeiten zu leichtfertig umgegangen“, ärgerte sich der Trainer der Hanauer. In der Folge kämpfte sich Gelnhausen zurück in die Partie und die Gäste gingen „nur“ mit einer 12:11-Führung in die Kabine. „Das war zwar in Ordnung“, meinte Beer, angesichts des zwischenzeitlichen Vorsprungs hätte der HSG-Coach aber gern ein komfortableres Polster mit in die Halbzeitpause genommen.

Zu Beers Leidwesen wurde die Chancenverwertung seiner Spieler auch nach der Pause nicht besser. Kämpferisch könne er seinem Team zwar keinen Vorwurf machen, auch die Abwehrleistung habe gestimmt, aber die Abschlussschwäche der HSG hielt auch im zweiten Durchgang an. „Wir haben die einfachen Tore nicht gemacht und den gegnerischen Torwart stark geworfen“, monierte Beer, dessen Spieler immer wieder am Ex-Bruchköbeler Marius Reich scheiterten, der seit dem Jahreswechsel bei Gelnhausen zwischen den Pfosten steht.

Langsamer Ausbau der Führung

Mitte der zweiten Hälfte gingen die Hausherren schließlich in Führung und bauten diese in der Folge langsam aus, spätestens zweieinhalb Minuten vor Schluss war beim 24:20 für den TVG alles entschieden. „Die Niederlage geht in Ordnung“, meinte Beer, „denn wir haben nach Durchbrüchen die entscheidenden Tore nicht gemacht und vielleicht auch nicht genug an uns geglaubt – und das tut dann irgendwann weh.“

Zufriedener als mit der eigenen Leistung war der HSG-Coach trotz der Derby-Niederlage mit der Linie der beiden Unparteiischen, denen Beer eine sehr gute Spielleitung bescheinigte: „Sie haben das sehr gut gemacht, das muss ich wirklich hervorheben.“

HSG Hanau: Benedikt Müller, Sebastian Schermuly; Yannick Ahouansou, Maximilian Bergold (1), Marius Brüggemann, Björn Christoffel (3/2), Dennis Gerst (1), Michael Hemmer, Lucas Lorenz (2), Patrick Pareigis, Yaron Pillmann (3), Jan-Eric Ritter, Jannik Ruppert (5), Marc Strohl (3), Yannik Woiwod (3)
Schiedsrichter: Hillebrand/Umbescheidt – Siebenmeter: TVG 3/1, HSG 6/2 – Zeitstrafen: TVG 7, HSG 3 – Zuschauer: 1100

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