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3. Liga Oliver Schulz wird neuer Trainer der HSG Hanau

Hanau

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    Patrick Beers Nachfolger bei der HSG Hanau: Oliver Schulz. Foto: Privat

Die Trainersuche bei der HSG Hanau ist beendet. Oliver Schulz wird ab der kommenden Saison neuer Coach der Drittliga-Handballer.

Artikel vom 17. Januar 2019 - 21:10

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Nachdem Patrick Beer vor wenigen Wochen angekündigt hatte, zum Saisonende nach fünfeinhalb Jahren bei den Grimmstädtern eine Pause einzulegen, befand sich die HSG auf Trainersuche. Jetzt fiel die Entscheidung ausgerechnet auf einen guten Freund Beers seit Kindheitstagen.

„Viele Trainer wollten nach Hanau kommen, aber Olli Schulz war von Anfang an unser Wunschkandidat. Der Kontakt zu Oliver war in den letzten Jahren nie abgerissen. Wir freuen uns, dass wir ihn jetzt für uns gewinnen konnten“, sagt der sportliche Leiter der HSG Hanau Reiner Kegelmann.

Mit der Verpflichtung von Schulz bleibt sich der Klub einmal mehr treu. Der 37-jährige zweifache Familienvater ist kein Unbekannter in Hanau und bringt ähnlich wie Vorgänger Beer Stallgeruch mit. In der Jugend spielte Schulz unter anderem mit Andreas Neumann drei Jahre lang für den TV Kesselstadt, neben der TS Steinheim ein Stammverein der HSG Hanau. Auch sein Vater Gerd war als Trainer beim TVK aktiv.

Für Sohn Olli ging es als Spieler anschließend über die Station HSG 94 Kahl/Kleinostheim zur TuSpo Obernburg, mit der ihm der Aufstieg in die 2. Liga glückte. In dieser Klasse war er auch für den TSV Bayer Dormagen und die TSG Münster aktiv. Nach einem kurzen Intermezzo bei der HSG Nieder-Roden, zog es ihn für fünf Jahre nach Groß-Umstadt. Mit diesem Klub gelang ihm noch einmal der Aufstieg in die 2. Liga, bevor Schulz seine Handballschuhe an den Nagel hing.

Aktuell trainiert der B-Lizenz-Inhaber bei seiner ersten Trainerstation seit fünf Jahren erfolgreich die SG Babenhausen, mit der er 2017 den Aufstieg in die Oberliga Hessen schaffte und in der zurückliegenden Saison souverän den Klassenerhalt erreichte. Ähnlich wie bei Beer in Hanau reifte bei Schulz im vergangenen Jahr die Entscheidung, dass die Mannschaft einen neuen Impuls bräuchte, so dass er kürzlich seinen Abschied zum Saisonende aus Babenhausen verkündete.

Diese Entscheidung fiel bereits bevor die HSG Hanau Kontakt mit Schulz aufnahm. „Ich hätte auch eine Pause eingelegt. Aber wenn die HSG Hanau anruft, musst du einfach Ja sagen. Es ist schon bemerkenswert, was der Klub erreicht hat und ich spüre ohnehin eine große Verbundenheit zu diesem Klub“, sagt Schulz. Der Account-Manager schaute sich in der Vergangenheit immer mal wieder Spiele der HSG Hanau an, schließlich ist er seit der Kindheit mit Patrick Beer freundschaftlich verbunden. Auch den einen oder anderen Spieler der Hanauer kennt Schulz bereits persönlich.

Besonders freut er sich auf die Atmosphäre in der Main-Kinzig-Halle. „Das Derby gegen die SG Bruchköbel war schon geil“, sagt Schulz. Doch besonderen Eindruck hat ein ganz anderes Spiel bei ihm hinterlassen. Schulz: „Das Duell gegen Erlangen-Bruck lief relativ klar zu Gunsten der HSG und es war von der Emotionalität her nicht ansatzweise vergleichbar mit einem Derby. Und doch haben mich die Fans beeindruckt, wie sie mit aller Macht ihre Mannschaft unterstützt haben, sobald es für die Jungs nur ein bisschen kritisch wurde. Das war außergewöhnlich.“

Auf ähnliche Momente und natürlich viele Erfolge hofft Schulz, der sich selbst als emotionalen Trainer bezeichnet, in der kommenden Spielzeit. „Ich bin ein ambitionierter Trainer, der zu einem ambitionierten Verein kommt. „Ich habe eine grundsätzliche Abneigung gegen Niederlagen.“

Bei allem Erfolgsstreben hat sich Schulz aber auch auf die Fahnen geschrieben, junge Spieler weiterzuentwickeln. Überhaupt gilt er als Trainer, der die gesamte Mannschaft im Blick hat. „Auch die Nummer 15 und 16 im Kader genießen bei mir höchste Wertschätzung“, sagt Schulz. „Jeder Trainer hat natürlich seine eigenen Regeln und Prinzipien. Ich hoffe, dass die Mannschaft und ich schnell zusammenfinden, dann bin ich mir sicher, dass wir tolle Spiele in der Main-Kinzig-Halle erleben dürfen.“ 

 



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