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3. Liga: SGB reicht ein Punkt zum Klassenerhalt

Handball

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    Jannik Hoffmann streift sich am Samstagabend zum vorerst letzten Mal (vorbehaltlich einer eventuellen Relegation) das gelb-schwarze Trikot der SG Bruchköbel über. Der Kreisläufer geht für ein Jahr nach Argentinien und möchte sich mit dem Klassenerhalt auf die große Reise verabschieden. Archivfoto: Kalle

Handball. Zum Saisonfinale der 3. Liga Ost steht für die SG Bruchköbel nochmal ein echter Handball-Krimi auf dem Programm, denn erst am Samstagabend fällt die Entscheidung darüber, ob die Bruchköbeler ein weiteres Jahr drittklassig bleiben oder ob der Aufsteiger umgehend wieder in die Oberliga zurückkehrt.

Artikel vom 04. Mai 2018 - 11:56

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Von Robert Giese

Beim GSV Eintracht Baunatal hat die SGB die Entscheidung selbst in der Hand, denn dem Team von Tim Beckmann genügt ein Punkt, um unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenten die Klasse zu halten (siehe Infobox).

„Wir sind in der komfortablen Lage, dass wir die Entscheidung noch in der eigenen Hand haben“, betont Beckmann mit einem Blick auf die Tabelle – das dürfte allerdings das einzig Komfortable an dieser Situation sein, denn in diesem einen Spiel entscheidet sich letztlich, ob all die Arbeit über die gesamte Saison hinweg Früchte trägt und die SGB die Klasse hält. Die Auswirkungen dieser permanenten Abstiegsgefahr ließen sich bei den Bruchköbelern insbesondere in den letzten beiden Wochen gut beobachten, als der Aufsteiger häufiger Nerven zeigte und dadurch nicht seine Bestleistung abrufen konnte. „Wir haben diese Angst ein bisschen wie in einem Rucksack mitgetragen“, so der SGB-Coach, der diesen „Rucksack“ in Baunatal aber ablegen und wieder frei aufspielen will.

Konsequente Chancenverwertung als Schlüssel
„Spielerisch war das, was wir gezeigt haben, eigentlich nicht schlecht“, relativiert Beckmann, „aber gerade gegen Nieder-Roden hatten wir eine eklatante Abschlussschwäche.“ Diese habe zusammen mit den technischen Fehlern dazu geführt, dass der Tabellendritte zu einfachen Toren über den Tempo-Gegenstoß kam – ein Szenario, das sich in Baunatal möglichst nicht wiederholen soll. „Mit Felix Geßner haben sie auf Linksaußen einen Spieler, der sehr stark im Tempo-Gegenstoß ist, daher müssen wir durch eine konsequente Chancenverwertung verhindern, dass Baunatal diese Stärke ausspielen kann“, warnt Beckmann.

Vor den Nordhessen, die bei ihrem letzten Heimspiel den SV Anhalt Bernburg mit 38:28 aus der Halle geschossen haben, hat der SGB-Coach großen Respekt, auch wenn der GSV eher zu den heimschwachen Teams der 3. Liga Ost zählt und zu Hause auch schon einige schwache Auftritte hatte – wie beim 16:26 gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau Ende März.

Dass die Bruchköbeler gegen Baunatal bestehen können, bewiesen sie bereits im Hinspiel zumindest eine Halbzeit lang: Damals lag die SGB beim Seitenwechsel nämlich noch komfortabel in Führung, auch wenn sie in der zweiten Hälfte aber einbrach und Sekunden vor dem Abpfiff den Treffer zum 29:30 kassierte.

Man will Lehren aus der bitteren Niederlage ziehen
„Diesmal müssen wir über 60 Minuten als Team spielen“, fordert Beckmann, aus der bitteren Niederlage die richtigen Lehren zu ziehen. Am Samstagabend solle sich seine Mannschaft in Abwehr und Angriff als Kollektiv präsentieren und die Fehlerquote niedrig halten. Dafür rücken die Spieler trotz zahlreicher Blessuren noch enger zusammen: „Viele Spieler sind angeschlagen“, räumt Beckmann ein, „aber gegen Baunatal werden alle spielen, egal wie. Für uns ist die Partie das Jüngste Gericht.“

Dabei wollen sich die Bruchköbeler ganz auf ihr eigenes Spiel fokussieren, über Zwischenstände aus den zeitgleich stattfindenden Partien der direkten Konkurrenten will sich Beckmann nicht informieren. „Wenn wir punkten, ist es doch unwichtig, wie die anderen Spiele ausgehen. Deshalb sollten wir keine Energie auf andere Spiele verschwenden, sondern uns ganz auf uns konzentrieren.“

 

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