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HSG Hanau schießt SG Bruchköbel aus der Halle

Handball

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    Die Spieler der HSG Hanau bejubeln ihren 25:15-Derbysieg über die SG Bruchköbel. Foto: TAP

Handball. Ihre Heimstärke wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat am Freitagabend die HSG Hanau, die beim Derby der SG Bruchköbel keine Chance ließ und den Aufsteiger klar mit 25:15 (15:9) in die Schranken wies.

Artikel vom 09. März 2018 - 22:37

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Von Robert Giese

In einer intensiven, aber schon früh einseitigen Partie gab die beeindruckende Defensivstärke der Hausherren den Ausschlag, zudem hatte die HSG im gut aufgelegten Sebastian Schermuly einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten.

Halle schon lange vor Anpfiff rappelvoll
Die Ränge der Main-Kinzig-Halle waren schon weit vor dem Anpfiff bis zum Bersten gefüllt und auch kein Spieler wollte sich das prestigeträchtige Duell zwischen den beiden Lokalrivalen entgehen lassen: Bei den Hanauern stand neben Philipp Reuter, der in der Vorwoche schon sein Comeback gegeben hatte, auch Lucas Lorenz erstmals nach mehrmonatiger Verletzungspause wieder im Kader, die SGB hatte sich kurzfristig noch mit Stephan Denhard von der HSG Kahl/Kleinostheim verstärkt, der in der zweiten Hälfte auch prompt zum Einsatz kam.

Schermuly siegt im Duell der Keeper klar
Vor beeindruckender Atmosphäre erarbeiteten sich die Hausherren schnell Vorteile und konnten sich dabei auf ihre Beton-Abwehr verlassen, hinter der Schermuly etliche spektakuläre Paraden zeigte und der Bruchköbeler Offensive damit rasch den Nerv raubte. Da die Hanauer ihrerseits wenig Probleme hatten, sich gegen die löchrige SGB-Defensive durchzusetzen und Gäste-Torwart Marius Sulzbach zunächst keine Hand an den Ball bekam, setzten sich die Hausherren früh ab – 9:3 führten Yaron Pillmann und Co. nach einer Viertelstunde.

Vor der Pause wurden die Gastgeber etwas nachlässiger in ihrer bislang so konzentrierten Abwehrarbeit, sodass die Bruchköbeler immer häufiger eine Lücke im Abwehrverbund der Grimmstädter fanden. Entscheidend konnten die Gäste den Rückstand jedoch nicht verkürzen, denn Schermuly schaffte es immer wieder, in entscheidenden Momenten eine hochkarätige Chance zu entschärfen. In die Pause ging es für Hanau daher mit einem komfortablen Sechs-Tore-Vorsprung.

Viertelstunde vor Ende ist Hanau zehn Tore vorne
Weil die SGB im Angriff auch nach dem Seitenwechsel harmlos blieb und sich die HSG gegen die nun deutlich offensivere Bruchköbeler Abwehr weiterhin zuverlässig durchsetzte, vergrößerte sich dieser Vorsprung nach Wiederanpfiff kontinuierlich: In der 37. Minute führten die Hanauer mit 18:10, eine Viertelstunde vor Schluss war der Vorsprung auf zehn Tore angewachsen. Angesichts der deutlichen Führung nahmen die Hausherren das Tempo raus und verwalteten den Vorsprung geschickt.

Hartes Foul in der Schlusssekunde
Schon Minuten vor dem Abpfiff – die Messe in der Main-Kinzig-Halle war längst gelesen – skandierte der „Blaue Block“ der Hanauer Fans begeistert „Derbysieg, Derbysieg“, in der Schlussminute schnellte der Puls bei den gut 1100 Zuschauern dann noch einmal in die Höhe: Erst setzte Björn Christoffel, der nach dieser Aktion übrigens mit einem Wadenkrampf zu Boden ging, Yaron Pillmann schön in Szene, der per sehenswertem Kempa-Trick einnetzte, dann rang SGB-Rechtsaußen Milos Kreckovic in der Schlusssekunde Lucas Lorenz nieder, der hart auf den Hinterkopf aufschlug und auf dem Weg vom Feld gestützt werden musste; ernsthafte Verletzungen zog sich dabei aber glücklicherweise keiner der beiden HSG-Spieler zu.

Beckmann: "Desolater Angriff"
„Hanau war heute viel besser als wir und hat völlig verdient gewonnen“, zeigte sich SGB-Coach Tim Beckmann als fairer Verlierer, „insbesondere unsere Angriffsleistung war heute desolat.“ Sein Hanauer Trainerkollege Patrick Beer war hingegen nach einer „nicht einfachen Woche“ hochzufrieden: „Wir haben heute eine überragende Reaktion gezeigt und gleich in der Anfangsphase den Grundstein für unseren Erfolg gelegt.

HSG Hanau: Sebastian Schermuly, Fabian Tomm; Maximilian Bergold (4), Kai Best, Marius Brüggemann, Björn Christoffel (4), Hannes Geist, Lucas Lorenz (1), Yaron Pillmann (5/1), Philipp Reuter, Jan-Eric Ritter (2), Jannik Ruppert, Eric Schaeffter (2), Marc Strohl (7/1)
SG Bruchköbel: Mike Bätz, Marius Sulzbach; Stephan Denhard, Aydin Günes, Jonas Heuer (1), Jannik Hoffmann (1), Milos Kreckovic (3), Edi Pjanic, Tegaday Ramos-Nuez (4/2), Jonas Ulshöfer (1), Yannik Woiwod, Daniel Zourek, Sergej Zutic (5/1)
Siebenmeter: HSG 4/2, SGB 5/3
Zeitstrafen: HSG 2, SGB 4
Schiedsrichter: Marchlewitz/Stadtmüller
Zuschauer: 1100

3. Liga Ost Männer



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