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Derby: SGB- und HSG-Trainer spielten drei Jahre gemeinsam

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    Heute ist Patrick Beer (links) Trainer der HSG. Drei Jahre spielte er mit dem heutigen Bruchköbeler Trainer Tim Beckmann für den TV Groß-Umstadt. Gemeinsam stiegen sie 2010 in die 2. Liga auf. Archivfoto: Pfliegendörfler
  • Der heutige Bruchköbeler Tim Beckmann (rechts) spielte drei Jahre mit dem heutigen HSG-Trainer zusammen. Gemeinsam stiegen sie 2010 in die 2. Liga auf. Archivfoto: Pfliegendörfler

Handball. Wenn am Freitagabend um 20 Uhr die HSG Hanau und die SG Bruchköbel zum heißersehnten Derby in der 3. Liga Ost aufeinandertreffen, gibt es auf den Trainerbänken ein Wiedersehen zwischen zwei ehemaligen Teamkollegen – Patrick Beer und Tim Beckmann spielten einst zusammen beim TV Groß-Umstadt.

Artikel vom 09. März 2018 - 15:04

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Von Robert Giese

Während sie damals gemeinsam um Punkte kämpften, ist sich heute Abend jeder selbst der nächste. „Tim wird genauso mit aller Macht gewinnen wollen wie ich auch“, glaubt HSG-Coach Patrick Beer.

Drei Jahre lang spielten die beiden zusammen beim TV Groß-Umstadt in der 3. Liga, Beer als Spielgestalter im Rückraum, Beckmann am Kreis. Die Rollenverteilung war dabei klar: „Ich war der Mann fürs Grobe, Patrick das Köpfchen der Mannschaft“, sagt Beckmann und lacht. „Tim hatte eine unglaubliche körperliche Präsenz und ist immer vorne weggegangen“, bestätigt Beer.

„Er ist ein absoluter Teamplayer“
Auf dem Spielfeld hätten sie gut harmoniert und sich irgendwann beinahe blind verstanden. „Tim hat immer ordentlich gerackert für mich“, so der HSG-Coach, der zu seiner aktiven Zeit lieber selbst den Abschluss gesucht hat, statt seinen Kreisläufer mit Pässen in Szene zu setzen – Beckmann habe ihm dafür den Platz verschafft. „Er ist ein absoluter Teamplayer, wir hatten ein super Kleingruppenspiel“, so Beer. Und auch Beckmann ist voll des Lobes über seinen früheren Mitspieler: „Er war ein absoluter Führungsspieler und hatte großen Anteil daran, dass wir schließlich in die 2. Liga aufgestiegen sind.“

Auch privat hätten sich Beckmann, der seine aktive Karriere schon früh beendete und bereits mit 24 Jahren Co-Trainer in Groß-Umstadt wurde, und Beer gut verstanden, Beckmann ist auch auf Beers Hochzeit gewesen.
Bereits in der vergangenen Saison kam es dann auf dem Spielfeld zu einem Wiedersehen der beiden ehemaligen Teamkollegen, als Beer nach dem Aufstieg in die 3. Liga Ost mit der HSG Hanau auf die von Beckmann trainierten Groß-Umstädter traf.

„Wir haben eine ähnliche Spielphilosophie“
Seit sie beide Trainer sind, telefonieren sie immer wieder mal und tauschen sich dabei oft über gegnerische Mannschaften oder bestimmte taktische Maßnahmen aus. „Wir haben eine ähnliche Spielphilosophie“, betont Beckmann und auch Hanaus Beer glaubt, „dass Tim meine Vorstellung vom Handball besser kennt als andere Trainer.“

Eine gewisse Brisanz beim Derby wollen beide nicht abstreiten, jedoch ist auf beiden Seiten die Freude auf das Duell mit dem ehemaligen Mitspieler groß.Dass – bei aller Freundschaft – beide unbedingt gewinnen wollen, machen sie unisono deutlich: „Von uns wird es definitiv keine Gastgeschenke geben“, unterstreicht Beer und auch Beckmann betont, „dass ich Hanau zwar alles Gute wünsche, sie für mich am Freitag aber ein Gegner sind wie jedes andere Team auch – und wir deshalb auch gegen sie gewinnen wollen.“

In der Woche vor dem Derby habe es, so merken beide dann noch mit einem Augenzwinkern an, daher kein Telefonat gegeben.

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