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SG Bruchköbel erkämpft sich auswärts einen Punkt

Bruchköbel

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    SGB-Spielmacher Tegaday Ramos-Nuez stand auch in Bad Neustadt oft im Mittelpunkt. Archivfoto: Kalle.

Handball. In einem wahren Abstiegs-Krimi hat sich die SG Bruchköbel am Samstagabend in der 3. Liga Ost beim direkten Konkurrenten HSC Bad Neustadt ein 26:26 (12:15)-Unentschieden erkämpft. Dabei machte die SGB trotz Nervenschwäche von der Siebenmeterlinie einen zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand wett.

Artikel vom 17. Februar 2018 - 21:09

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Von Robert Giese

Vor 700 Zuschauern lieferten sich beide Teams ein Kellerduell, das hauptsächlich von Kampf und Krampf geprägt war, denn allzu ansehnlich war das Duell der Abstiegskandidaten nicht. Das lag nicht nur an den Gästen, die eine ähnlich schwache Leistung wie in der Vorwoche bei der Derbypleite gegen Gelnhausen abriefen, sondern auch an den Bad Neustädtern, die angesichts von nur einem Sieg aus den letzten neun Partien ebenfalls reichlich nervös agierten.

Im Duell zweier schwacher Teams hatten dabei zunächst die Hausherren Vorteile, führten nach zehn Minuten mit 5:3, später dann 10:7 und lagen auch beim Pausenpfiff mit drei Treffern vorn. „Wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt“, war SGB-Coach Tim Beckmann angesichts von drei verworfenen Siebenmetern allein im ersten Durchgang geradezu fassungslos, „dazu haben wir uns dann noch viel zu viele technische Fehler geleistet.“ Dass der HSC zur Pause nicht schon deutlicher führte, lag vor allem daran, dass die Gastgeber selbst nicht viel besser spielten.

Fehlwürfe und technische Fehler
Kurz nach Wiederanpfiff baute Bad Neustadt seine Führung auf fünf Tore aus, anstatt aus diesem Vorsprung Sicherheit zu gewinnen, wurden die Hausherren allerdings nervös. „Sie haben dann schon immer auf die Uhr geschaut“, so Beckmann, dessen Team sich in der Folge mit Tempospiel und großem Kampfgeist wieder herankämpfen konnte – und eine Viertelstunde vor Schluss ausglich. Von da an waren die Gäste am Drücker und führten fünf Minuten vor dem Abpfiff mit 25:23.

Gerade in dieser Phase leisteten sich die Bruchköbeler allerdings erneut Fehlwürfe und technische Fehler; anstatt weiter davonzuziehen, konnte der HSC ausgleichen, in den Schlussminuten war die Partie dann völlig offen. „Das hätten wir durchaus noch verlieren können“, fasste der SGB-Coach die dramatische Schlussphase zusammen, in der am Ende aber keines der beiden Teams das entscheidende Tor erzielen konnte.

Kämpferisch hui, spielerisch pfui
„Jetzt im ersten Moment ist das ein verlorener Punkt, mit etwas Abstand freue ich mich vermutlich darüber“, wusste Beckmann das Unentschieden zuerst nicht recht einzuordnen.

Seine Bewertung der Leistung seines Teams fiel da eindeutiger aus: „Kämpferisch war das hui, spielerisch pfui. Wir haben sicher 15 gute Chancen nicht genutzt und hatten mindestens ein Dutzend technische Fehler“, ärgerte sich der SGB-Coach.

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Marius Sulzbach; Sebastian Dietrich (1), Fatih Günes (1), Jonas Heuer (1), Jannik Hoffmann, Milos Kreckovic (7/2), Edi Pjanic (3), Tegaday Ramos-Nuez (5/1), Jonas Ulshöfer (4), Daniel Zourek (1), Sergej Zutic (2/1) – Schiedsrichter: Fuß/Olsok – Siebenmeter: HSC 5/4, SGB 8/4 – Zeitstrafen: HSC 5, SGB 4 – Zuschauer: 700

3. Liga Ost Männer



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