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HSG Hanau mit Pleite bei Drittliga-Debüt

Hannover

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    Rückkehrer Björn Christoffel traf im ersten Drittliga-Spiel der HSG-Geschichte zehn Mal. Die Hanauer kassierten in Hannover trotzdem eine Niederlage. Archivfoto: TAP

Handball. Bei ihrem ersten Auftritt in der 3. Liga Ost gab es für die HSG Hanau in Hannover eine deutliche 23:30 (9:16)-Niederlage. Die Gastgeber hatten sich bereits in der ersten Halbzeit einen Sieben-Tore-Vorsprung erarbeitet, den die ersatzgeschwächten Hanauer im zweiten Durchgang nicht mehr aufholen konnten.

Artikel vom 03. September 2016 - 21:36

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Von Robert Giese

In der niedersächsischen Landeshauptstadt legte die HSG einen klassischen Fehlstart hin und lag schnell mit vier Toren hinten, sodass der Hanauer Trainer Patrick Beer bereits nach rund zehn Minuten die erste Auszeit nehmen musste.

Schnelle Gegentore und Pausenrückstand
„Da steckte uns vermutlich noch die lange Anreise in den Knochen“, vermutete Beer nach Spielschluss. Nach der Auszeit folgte die beste Phase der Hanauer, die sich bis zur 18. Minute auf 8:9 herankämpfen konnten.

Danach lief bei den Gästen allerdings vor allem offensiv kaum noch etwas zusammen: Nur noch ein Tor gelang den Grimmstädtern bis zum Pausenpfiff, weshalb sich Hannover auf 16:9 absetzte. „Wir haben da leider zu unkonzentriert abgeschlossen und im Gegenzug einige schnelle Gegentore bekommen“, monierte Beer, „und von diesem Pausenrückstand haben wir uns nicht mehr erholt.“

Keine Chance gegen starken Hannoveraner Mittelblock
Unter ihren Möglichkeiten blieben bei den Hanauern im ersten Durchgang vor allem die Rückraumspieler, in der vergangenen Saison eigentlich der Torgarant der HSG. Diesmal fiel das erste Tor aus dem Rückraum jedoch erst in der zweiten Halbzeit.

„Hannover hatte einen starken Mittelblock und wir haben im Rückraum ja viele Verletzte“, zählte der HSG-Coach einige Gründe für die anfängliche Torflaute auf, „aber da muss trotzdem mehr kommen.“

Hanauer Außenspieler überzeugten
Verlass war hingegen auf die Außenspieler der Hanauer: Neben dem zehnfachen Torschützen Björn Christoffel überzeugte auch Sebastian Siegmund mit drei Treffern, zudem leisteten sich die beiden Außen nicht einen Fehlwurf.

In der zweiten Hälfte kam dann auch der HSG-Rückraum besser ins Spiel: „Da haben wir uns – endlich – mal ein Herz genommen und sind in die Tiefe gegangen“, sah Beer eine klare Verbesserung im Vergleich zum ersten Durchgang. Zehn Minuten vor dem Abpfiff konnten die Gäste dadurch noch einmal auf 21:25 verkürzen, „aber am Ende war Hannover einfach zu abgezockt und hat sich den Sieg nicht mehr nehmen lassen.“

Von Auftaktniederlage nicht entmutigt
Erfreulicher als das klare Endergebnis von 30:23 für den HSV war aus Hanauer Sicht das Comeback von Jan-Eric Ritter: Der Spielmacher der Grimmstädter stand erstmals seit seiner Knöchelverletzung wieder für einige Minuten auf dem Spielfeld.

Auch Jugendspieler Fabian Yazdi konnte gut eine Viertelstunde lang Drittliga-Luft schnuppern: „Er hat seine Sache ordentlich gemacht“, befand Beer, „aber wir können von einem 17-Jährigen da auch keine Wunderdinge erwarten.“

Von der Auftaktniederlage und der schwierigen Personalsituation lässt sich der HSG-Coach indes nicht entmutigen: „Gerade im Rückraum ist es mit den vielen Ausfällen nicht einfach, aber wir müssen das Beste daraus machen und freuen uns jetzt erst einmal auf unser erstes Heimspiel gegen Bad Neustadt am nächsten Wochenende.“

HSG Hanau: Niklas Eul, Sebastian Schermuly; Christian Appel (2), Kai Best, Marius Brüggemann, Björn Christoffel (10/5), Hannes Geist, Yaron Pillmann (4), Sebastian Siegmund (3), Marc Strohl, Tilman Werner (3) Fabian Yazdi
Schiedsrichter: Jakob/Kuss – Siebenmeter: HSV 4/4, HSG 5/5 – Zeitstrafen: HSV 7, HSG 5 – Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Milan Mazic (HSV, 47., dritte Zeitstrafe) – Zuschauer: 300



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