Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
Regen
2 ° C - Regen
» mehr Wetter

Regionalliga: Alzenaus neuer Trainer Artur Lemm im Interview

Fußball

  • img
    Neues Personal in Alzenau: Trainer Artur Lemm wird in seinem ersten Pflichtspiel an der Seitenlinie der Unterfranken sicherlich auf Nils Fischer setzen. Beide waren in der Vorrunde noch beim VfB Ginsheim. Archivfoto: Scheiber/Exito

Fußball. Der 45-jährige Artur Lemm ist seit Anfang des Jahres Cheftrainer bei Aufsteiger FC Bayern Alzenau, zuvor war er sechseinhalb Jahre beim Hessenligisten VfB Ginsheim tätig. Am Samstag hätte er sein Debüt an der Seitenlinie geben sollen, allerdings wurde die Partie gegen den TSV Steinbach Haiger abgesagt.

Artikel vom 14. Februar 2020 - 11:18

Anzeige

Die Stadt Alzenau hatte am Freitagnachmittag den Rasen im Main-Echo-Stadion gesperrt. Die Regionalliga-Komission schloss sich dieser Entscheidung an. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest. Stattdessen haben die Alzenauer für Samstag (14.30 Uhr) ein Testspiel gegen den FC Gießen vereinbart.

Am Sonntag spielen die Alzenauer dann gegen den Hessenligisten FC Hanau 93 (11.30 Uhr). Gespielt wird in Steinheim auf der Sportanlage Am Pfaffenbrunnen. Im Interview spricht Lemm über seinen Eindruck nach knapp sechs Wochen am Alzenauer Prischoß, seine Achse und den ersten Gegner.

 

Was waren die Gründe für Ihren Entschluss, schon in der Winterpause zu wechseln?
Das war auch der Situation geschuldet, dass Alzenau nach dem Abgang von Angelo Barletta zu Kickers Offenbach einen neuen Trainer suchte. Wir waren schon längere Zeit in Kontakt, wurden uns schnell einig. Die finanziellen Möglichkeiten sind in Ginsheim geringer, allein deshalb ist die Regionalliga kein Thema. Ich wollte den nächsten Schritt machen, deshalb hat es gepasst

 

Ihr alter Klub war nicht sauer? Auch nicht, als sie mit Nils Fischer und Murata Masaki zwei Leistungsträger mit nach Alzenau genommen haben?
Nein. Wir haben ein sehr offenes Verhältnis, Verantwortliche und Mannschaft wussten im Vorfeld bescheid. Der VfB steht bestens da, was mir wichtig war. Sie wussten auch, dass ich als Trainer weiterkommen möchte und dies konsequenterweise mein nächster Schritt ist.

 

Nach nur eineinhalb Monaten kennt man noch nicht alle Facetten eines neuen Vereins. Dennoch, worin unterscheiden sich die Klubs?
Neben der Liga gibt es da einiges. Ginsheim hat einen Sportplatz, Alzenau ein Stadion, das sogar noch weiter ausgebaut wird. Es wird mehr trainiert, manchmal sechsmal die Woche. In Ginsheim waren es nur drei Einheiten. Und dann ist natürlich die Qualität der Spieler, der gesamten Mannschaft höher. Die Ziele sind, wie auch die Möglichkeiten in Alzenau, einfach höhergesteckt. Dass ich in Rüsselsheim wohne und dort auch ein Geschäft habe, verändert den ganzen Tagesablauf. Aber das alles gehört dazu und ich wollte das ja auch so.


Jeder Trainer hat seine Spielidee. Sie sind bekannt dafür, dass Sie offensiv spielen lassen. Inwieweit hat die Mannschaft dies schon verinnerlicht? 
Wir sind vorne sehr aggressiv gegen den Ball und kreieren viele Chancen. davon müssen wir aber noch deutlich mehr nutzen. Aber da bin ich schon sehr zufrieden. Verbessern müssen wir noch die Arbeit nach hinten, wie Konterabsicherung, das mannorientierte Abwehrverhalten sowie die richtige Orientierung im Raum. Aber die Jungs machen auch hier gute Fortschritte.

 

Wie sieht es personell aus, hat sich schon eine Achse herauskristallisiert? Gibt es Gewinner und Verlierer der Vorbereitung?
Die Achse bilden Torhüter Endres, Wilke, Ljubicic und Hodja. Aber das war vor meiner Zeit im Prinzip ja schon so. Verlierer gab es ganz sicher nicht, alle waren top dabei. Überrascht und auch gefreut hat mich, wie sich Elias Niesigk präsentiert hat.

Das Interview führte Achim Dürr.



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.