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Hanau 93-Urgestein Reinhard Tölg feiert 90. Geburtstag

Fußball

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    Einst Vorsitzender des FC Hanau 93 und noch immer Kuratoriumsmitglied der Sparkassen-Sportstiftung – Reinhard Tölg feiert heute seinen 90. Geburtstag. Foto: Holger Hackendahl

Fußball. Er ist ein Elder-Statesman des Sports, hat große Fußstapfen im Hanauer Sportgeschehen hinterlassen, die heute noch nachwirken. Zum Beispiel als Kuratoriumsmitglied der Sparkassen-Sportstiftung Main-Kinzig, der er schon viele Jahre angehört, oder Unterstützer des FC Hanau 93. Am Mittwoch wird Reinhard Tölg 90 Jahre alt. 

Artikel vom 12. Februar 2020 - 10:42

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Gelegentlich nimmt er noch an Sitzungen der Sparkassen-Sportstiftung teil, das Wiedersehen mit ehemaligen Sportgrößen wie Ex-Landrat Karl Eyerkaufer oder Jürgen May weckt alte Erinnerungen. 

FSV-Größen treffen sich beim Stammtisch

Der Fußball war Tölgs Steckenpferd, ihm ist er heute noch verbunden. So beim FSV-Stammtisch in einem Dörnigheimer Bistro. In lockerer Runde treffen sich jeden Montag ehemalige Größen des FSV Frankfurt wie Karl-Heinz Volz, Hubert Genz, Peter Rübenach und die Trimhold-Brüder Horst und Holger. Tölg ist der Älteste in diesem Kreis, aber stets ein guter Unterhalter.

Was sicher auch mit seinem Beruf zusammenhängt. Viele Jahre war er Anzeigendirektor der Frankfurter Societätsdruckerei. „Ich bin dann von den Printmedien weg und war vor meinem Ruhestand noch einige Jahre in der Händlerbetreuung der italienischen Automarke Fiat tätig“, erzählt der rüstige Senior. Ein Job, der dem jovialen, stets freundlichen Kommunikator lag.

1974 bei den 93ern gelandet

Nach Angaben des FC Hanau 93 trat Tölg am 7. Mai 1974 in den Traditionsklub ein. Schon bald engagierte er sich im Vorstand. In der Festschrift zum 85. Geburtstag des HFC im Jahr 1978 wird er als zweiter Vorsitzender genannt. In diesem Jahr feierte der Verein seine größten Nachkriegserfolge. Unter der Regie von Trainer Manfred Brunner stiegen die 93er in die 2. Bundesliga auf und gewannen den Hessenpokal.

1980 übernahm Tölg erstmals den Vorsitz, nach nur einem Jahr kandidierte er wegen „unsachlicher und ins persönliche gehender Kritik“ nicht mehr. Zwei Jahre später stand er in der Spielzeit 1983/84 aber wieder auf der Kommandobrücke des ältesten hessischen Fußballvereins. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand riss der Kontakt zu den 93ern nie ab. 2008 installierte der Verein einen Aufsichtsrat, Tölg, bereits 78 Jahre alt, wurde zum Berater ernannt.

Enkel spielt jetzt beim FSV Neuberg

Reinhard Tölg wurde 1930 in Breslau geboren. Gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Schwester fand er nach der Vertreibung in Hagen in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat. Dort lernte er auch seine Frau Ilse kennen. Mit ihr hat er die gemeinsamen Söhne Achim und Michael. 1962 zog Reinhard Tölg berufsbedingt nach Hanau. 

In jüngster Vergangenheit ist der Kontakt zu den 93ern auf ein Minimum geschrumpft, auf dem Sportplatz an der Kastanienallee sieht man ihn kaum noch. Dafür öfters auf dem Sportgelände des FSV Neuberg, wo sein Enkel Kevin dem runden Leder nachjagt.

„Dank der guten Pflege meiner Frau bin ich so alt geworden“, schmunzelt der wegen seiner erfrischenden Art deutlich jünger wirkende 90-Jährige. Seinen Ehrentag feiert er mit seinen allerbesten Freunden und der Familie. Wobei er sich besonders darüber freut, dass auch seine beiden Enkel bei der Feier dabei sind. geb/hdl



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