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U12-Hallenmasters: BVB-Nachwuchs übernachtet in Großkrotzenburg

Fußball

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    Zocken an der Playstation: Die Großkrotzenburger Brüder Elias und Julian verbrachten das Wochenende mit zwei Spielern aus Dortmunds U12. Foto: Per Bergmann

Fußball. Der Nachwuchs des Bundesligisten Borussia Dortmund kann mit seiner Leistung beim U12-Hallenmasters von Germania Großkrotzenburg am vergangenen Wochenende in der Hanauer August-Schärttner-Halle zufrieden sein.

Artikel vom 04. Februar 2020 - 09:38

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Von Per Bergmann

Nur knapp scheiterte der BVB im Halbfinale am späteren Turniersieger Borussia Mönchengladbach. Trost gab es für die jungen Kicker auch von ihren Gastfamilien in Großkrotzenburg, bei denen sie neue Freunde gefunden haben.

„Obwohl wir Gegner waren, haben wir uns von Anfang an gut verstanden“, sagte Elias Spengler von der D-Jugend des FC Germania Großkrotzenburg über den Besuch der Dortmunder Fußballtalente. Als eine von mehreren Familien beherbergten die Spenglers am Wochenende zwei Jugendspieler des Bundesligisten.

Fifa und Bundesliga

„Romeo und Mussa haben sich gut mit unseren Jungs verstanden“, freut sich Papa Patrick Spengler. Auch sein zweiter Sohn Julian, der in der E-Jugend der DJK Kahl Fußball spielt, war am Wochenende immer mit dabei. Die gemeinsame Leidenschaft Fußball verbindet, und so standen die jungen Fußballer nicht nur in der August-Schärttner-Halle zusammen auf dem Platz. „Abends haben wir zusammen die Bundesliga geschaut und Fifa gespielt.“

Das Wochenende von Familie Spengler und ihren Gästen stand ganz und gar im Zeichen des Fußballs. Beim Fußballschauen mit weiteren Mannschaftskameraden freute sich der Nachwuchs des FC Germania zusammen mit seinen Gästen über den 5:0-Heimerfolg der BVB-Profis gegen Union Berlin, während die Dortmunder U12 den späten Ausgleich der Eintracht in Düsseldorf bejubelte.

Große Identifikation mit der Familie

Dass sich die Jungen aus dem Ruhrpott mit ihren hessischen Gastgebern solidarisierten und umgekehrt, war auch beim Hallenmasters in Hanau zu spüren. „Je weiter das Turnier ging, desto mehr feuerten sich die Jungs gegenseitig an“, bemerkte Patrick Spengler. „Das hat sich irgendwann verselbständigt.“ Nicht nur die Organisatoren und Helfer des Vereins erwiesen sich einmal mehr als hervorragende Gastgeber. Die Germania-Jugend entwickelte sich am zweiten Turniertag zu lautstarken Schlachtenbummlern, die mit ihren Gästen mitfieberten und auf der Tribüne mächtig Stimmung machten.

Die Identifikation mit ihren Gastfamilien ging soweit, dass die Dortmunder auch den Turniererfolg des zehnjährigen Julian mit der DJK Kahl in Dettingen feierten. „Es war schön zu sehen, wie sehr sie sich mit unserem Sohn über den Erfolg gefreut haben“, berichtete Mama Christiane Spengler.

Keine Starallüren bei den Nachwuchskickern

Ruhige Momente gab es für die neuen Freunde bei einem eng getakteten Turnier wenige. Beim Frühstück erkundigten sich Elias und Julian bei ihren Gästen, wie es ist, bei einem Bundesligisten zu spielen. „Obwohl sie viermal pro Woche trainieren müssen, haben sie noch richtig Spaß am Fußballspielen“, stellte Elias fest. Vom Talent ihrer Gäste sei er „beeindruckt“ gewesen. „Wir konnten uns ein bisschen was abschauen.“

Christiane Spengler sorgte dafür, dass ihre Gäste zeitig ins Bett gingen, wie es von ihren Vereinen vorgegeben wurde, und dass sie früh morgens gestärkt zum Turnier fuhren. Dabei habe sie „keinerlei Starallüren“ bei den jungen Kickern aus Dortmund beobachten können. Mussa und Romeo seien „ganz normale Jungs“, vielleicht „etwas disziplinierter“ als ihre kleinen Männer, „aber überhaupt nicht überheblich“.

 „Wir würden im nächsten Jahr wieder Kinder für das Turnier aufnehmen.“

Und auch mit dem fünften Familienmitglied, dem fünf Monate alten Hund Smilla, kamen die Besucher gut klar. Und das, obwohl beide in ihrem Turnier-Steckbrief unter „Haustiere“ angegeben haben, dass sie Haustiere nicht mögen. Am Ende hatte Familie Spengler viel Spaß mit dem Bundesliga-Nachwuchs des BVB, der Abschied fiel schwer. Für sie steht fest: „Wir würden im nächsten Jahr wieder Kinder für das Turnier aufnehmen.“



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