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Fußballschule von Kassem Loune mit Standort in Oberrodenbach

Fußball

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    Stark am Ball: Der männliche Teil der Fußballer-Familie Loune mit Ali, Vater Kassem, Mehdi und Adam (von links) in der Hanau Soccer Halle. Foto: Thomas Seifert

Fußball. In seiner aktiven Zeit in Marokko war Kassem Loune Torhüter, seine drei Söhne können mit dieser Position auf dem Fußballfeld wenig anfangen, sie ziehen lieber als Sechser oder Zehner in ihren Teams im Mittelfeld die Fäden. 

Artikel vom 01. Februar 2020 - 08:00

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Von Thomas Seifert

Und ihre Fähigkeiten, die sie nicht nur in das Jugendleistungszentrum der SG Eintracht Frankfurt, in die Hessenauswahl oder Jugendnationalteams von Marokko und Deutschland geführt haben, verdanken sie nicht unerheblich ihrem Vater Kassem, der seine Jungs schon früh geschult hat.

Loune coachte lange in der Region

Im Jahr 1995 kamen Kassen und Fatima-Zahra Loune aus der Hauptstadt Rabat nach Deutschland. Schon in seinem Heimatland hatte der Ex-Torwart bei einem deutschen Trainer seinen B-Schein gemacht, den er auch in Frankreich erwarb. Später folgten ein Diplom in Leipzig und die C- und B-Scheine in der hessischen Sportschule Grünberg.

Die Liste der Verein, die Kassem Loune betreute, ist lange: 1860 Hanau, 1960 Hanau, Oberdorfelden, Kesselstadt, Lieblos, FC Iran Fechenheim und FC Tarek Griesheim. Teilweise coachte er nur die Erwachsenenteams, teilweise auch noch Jugendmannschaften.

Erfolgreiche Fußballschule gegründet

Im März 2017 gründete Kassem Loune dann seine eigene Fußballschule, die inzwischen Stützpunkte in Kesselstadt, Bischofsheim, der Hanau Soccer Halle und demnächst in Oberrodenbach hat. In den bald drei Jahren des Bestehens haben rund 80 Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren die Kurse und Camps besucht, „elf von ihnen trainieren inzwischen in Leistungszentren in Frankfurt, Offenbach und Darmstadt“, erzählt der Fußballlehrer nicht ohne Stolz.

Zu allen – und deren Trainern – hat er ständig Kontakt, nutzt das Feedback, denn viele dieser Spieler üben weiterhin bei Loune, um sich zu entwickeln und besser zu werden. In Zukunft sollen auch noch Kurse für jüngere Kinder angeboten werden, blickt der Trainer in die Zukunft.

Loune will schlaue Spieler

„Talent ist lernbar“, so lautet das Credo des 58-Jährigen, der neben Koordination, Schnelligkeit und Technik viel Wert auf die Arbeit mit dem Ball legt. Und der Schulausbildung einen hohen Stellenwert beimisst, denn „nur ein schlauer Spieler wird ein guter Spieler, denn die Anforderungen in komplexen taktischen Systemen an die Kicker werden immer größer“, argumentiert der Übungsleiter.

Deshalb soll bei seinen Einheiten niemals Langeweile aufkommen, „die Kinder und Jugendlichen werden ständig mit neuen Elementen gefordert. Ich schaue mir eine Einheit an und sehe, wo noch Defizite sind. Die werden dann in der folgenden Einheit ganz speziell trainiert. Flexibilität bei meiner Arbeit erachte ich als sehr wichtig, auch die individuelle Ansprache und Förderung steht im Fokus“, betont Kassem Loune.

Kicker kontinuierlich weiterbringen

Auch die Eltern der Kinder und Jugendlichen, die aus dem Großraum Rhein-Main kommen, werden in die Gespräche einbezogen. „Wir wollen die Spieler Stufe um Stufe besser machen. Vom Ersatzspieler zum Stammspieler und dann als nächste Stufe eine Klasse höher wieder zum Stammspieler. Das stärkt auch das Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen, lässt sie auf dem Platz anders auftreten“, weiß der erfahrene Fußballlehrer.

Sollten Talente zu einem Probetraining in einem Leistungszentrum eingeladen werden, bietet Kassem Loune auch hier individuelle Unterstützung an. „Ich sehe an meinen Söhnen, die ich heute zeitweise trainiere, dass mein Konzept greift“, stellt der Übungsleiter fest. Und denen hat er – wie seinen Schützlingen in der Fußballschule – Werte des Sports wie Fair-Play, Teamgeist und Respekt mit auf den Weg gegeben.

Söhne spielen alle bei Eintracht Frankfurt

Der 17-jährige Ali Loune spielt in der U19/20 Marokkos und bei der SGE sowie in der Hessenauswahl, deren Kapitän er ist, wahlweise als Zehner oder Sechser, wobei im letztere Position mehr liegt. Sein Bruder Mehdi, 15 Jahre alt, gibt in der deutschen U16/17-Auswahl ebenso den Zehner wie in der U16 der SGE.

Das „Nesthäkchen“ Adam, 13 Jahre alt, zieht bei Eintracht Frankfurt und der Hessenauswahl als Sechser im Mittelfeld die Fäden und ist nach Aussage seiner Brüder der talentierteste der Loune-Familie, denn „er hat aus unseren Fehlern gelernt“, berichten unisono Ali und Mehdi. Vater Kassem jedenfalls ist wie Mutter Fatima-Zahra – die Chauffeurin der Familie – stolz auf den Nachwuchs, der auch in der Schule mit guten bis sehr guten Leistungen aufwartet.

Fußballschule in Oberrodenbach
Ab März 2020 wird die Fußball Schule von Kassem Loune einen weiteren Standort in Oberrodenbach an der Hainmühle haben. Das Training der Jugendspieler wird auf dem vereinseigenen Kunstrasenfeld jeweils samstag- und sonntagvormittags stattfinden. Der FC Eintracht Oberrodenbach 08 bietet mit dieser Kooperation allen Jugendspielern aus Rodenbach und Umgebung eine überdurchschnittliche Trainingsmöglichkeit mit umfassender Betreuung an. Wer dieses neue Konzept näher kennenlernen möchte, hat dazu am Dienstag, 18. Februar, die Gelegenheit. Um 19 Uhr lädt der Verein zu einer Infoveranstaltung ins Clubheim „An der Hainmühle“ ein. Ansprechpartner ist Yves Bischoff, Jugendleiter des Vereins (0152/01806941).
›› fussballschule-loune.de


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