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Kreisoberliga: FSV Bischofsheim muss im Angriff improvisieren

Fußball

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    In Lauerstellung: Der FSV Bischofsheim hat sich für die Restrunde der Kreisoberliga eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Auch ohne die wegen einer kuriosen Aktion gesperrten Torjäger will man oben angreifen. Archivfoto: TAP

Fußball. Der Druck ist hoch. Deshalb kann sich Cedric Liuzzo durchaus damit anfreunden, dass der FSV Bischofsheim auf dem vierten Tabellenrang überwintert. „Uns kommt es sehr gelegen, der Jäger zu sein“, erklärt der Spielertrainer: „Das nimmt ein bisschen Druck weg. Wir haben uns persönlich schon viel Druck gemacht.“ 

Artikel vom 22. Januar 2020 - 09:55

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Von David Lindenfeld

Das erklärte Ziel von ihm und seiner Mannschaft: der Aufstieg in die Gruppenliga. Die Stimmung nach 18 Spielen sei gut. „Das Ziel das Vereins war das obere Drittel. Das haben wir erreicht. Die Vor-runde war gut, hätte aber besser sein können“, bilanziert Liuzzo, der mit seiner Mannschaft sieben Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Hanau 93 II liegt, aber auch zwei Spiele weniger absolviert hat.

Stürmer zoffen sich und sehen glatt Rot

Verzichten muss der Klub nach der Winterpause weiterhin vorerst auf seine beiden Toptorjäger: Eldin Fazli wird zu Beginn der Restrunde noch für sechs Spiele fehlen, Stefano Amore muss noch viermal zuschauen. Beide wurden wegen eines heftigen mannschaftsinternen Disputs, den der Schiedsrichter nach dem Derby gegen den FC Hochstadt mit Roten Karten geahndet hatte, lange gesperrt.

Das Trainerteam, die Mann-schaft und insbesondere die beiden Spieler haben den Fall aufgearbeitet. „Wir haben viel darüber gesprochen. Emotionen gehören dazu, aber nicht in dieser Art und Weise. Das hätte nicht so heftig ausfallen dürfen“, sagt Liuzzo, der betont, dass man die Lehren aus der Situation gezogen habe: „Wir haben einen Mannschaftsrat eingerichtet, um die Kommunikation zu verbessern. Das wird uns in Zukunft helfen.“ 

Innenverteidiger wird in den Sturm versetzt

Das Vakuum im Angriff, das Amore (9 Tore) und Fazli (8) hinterlassen, soll mit Iroy Zund ein Spieler füllen, der in der Hinrunde überwiegend als Außen- oder Innenverteidiger zum Einsatz kam. Dass er die Qualitäten dafür hat, deutete Zund bereits an: In den zwei Spielen vor der Winterpause ohne Fazli und Amore erzielte er zwei Tore. „Wir haben den Ausfall unserer Toptorjäger ganz gut kompensiert. Iroy macht das gut, ist schnell und kopfballstark“, lobt Liuzzo. Zudem habe er schon in der Jugend im Angriff gespielt.

Auf dem Transfermarkt noch einmal nachgelegt hat der Spielertrainer bewusst nicht. „Ich bin von unserem Kader voll überzeugt. Bis zur Nummer 16 oder 17 geht kaum Qualität verloren, egal wer spielt.“ Deshalb ist Liuzzo auch sicher, dass seine Mannschaft die Zeit, in der Fazli und Amore fehlen werden, gut überbrücken kann. „Und wenn es dann ins letzte Drittel der Saison geht, kriegen wir nochmal zwei Maschinen dazu, die heiß sind, spielen wollen und uns hoffentlich dabei helfen werden, dass wir unser Ziel erreichen.“

Guter Start in die Rückrunde entscheidend

Bis dahin müssen Liuzzo und Co. allerdings eine gute Basis schaffen. „Wir hätten in der Vorrunde mehr rausholen können, dafür ist jetzt die Rückrunde da. Entscheidend ist, dass man gut aus den Startlöchern kommt“, erklärt der Coach, der mit seiner Mannschaft in der bevorstehenden Vorbereitung im läuferischen, aber vor allem auch im taktischen Bereich arbeiten will.

„Taktisch haben wir noch ein paar Defizite“, sagt Liuzzo mit Blick auf das Umschaltspiel und die Raumaufteilung. An beiden Aspekten will der Trainer noch feilen, um optimal vorbereitet zu sein. Ein Vorteil könnte sein, dass der FSV diesmal wieder auf seinem eigenen Platz trainieren wird. „Letztes Jahr mussten wir auf den Platz an der Eichenheege ausweichen, der wegen des vielen Regens schwer bespielbar war. Dieses Jahr haben wir unseren Kunstrasen wieder und trainieren in der gewohnten Umgebung.“

Drei Auswärtsspiele zum Auftakt

Zum Auftakt der Restrunde müssen die Bischofsheimer dreimal auswärts ran. Zunächst geht es zu Safakspor Hanau, dann zum SV Kilianstädten, ehe das Topspiel bei Eintracht Oberissigheim ansteht. Drei Spiele, in denen der FSV beweisen will, dass er sich im Vergleich zur Hinrunde noch steigern kann.

„Möglich ist das allemal. Wenn uns das gelingt und wir Konstanz reinbringen, sind wir zwangsläufig auch am Ende oben mit dabei“, sagt Liuzzo. Ob es dann für Platz eins reichen wird, werde sich zeigen. 



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