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Niederrodenbacher Silvester-Cup: 93er meckern sich aus Turnier

Fußball

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    Der große Favorit scheiterte im Halbfinale: Jaouad El Kaddouri (am Ball) und der FC Hanau 93 unterlagen Germania Niederrodenbach um Torhüter Ken Fichholzer. Foto: TAP

Fußball. Germania Großkrotzenburg heißt der Sieger des Silvester-Cups des FC Germania Niederrodenbach. Der Verbandsligist gewann beim dreitägigen Turnier in der Bulauhalle sämtliche Spiele und krönte die starke Leistung mit einem 5:3-Finalerfolg über das Team der Gastgeber. 

Artikel vom 30. Dezember 2019 - 12:10

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Von Frank Schneider

Lohn waren 400 Euro Siegprämie, für den unterlegenen Finalisten wurden 250 Euro ausgeschüttet. Die 93er verpassten das Endspiel aufgrund von Undiszipliniertheiten.

Das Finale verlief zunächst ausgeglichen. Zwei Mal glich Niederrodenbach eine Krotzenburger Führung aus, doch dann zog der Favorit auf 5:2 davon. Nach dem 5:3 kamen die Hausherren noch zu guten Chancen, konnten den Finalsieg der Tisfnas-Truppe aber nicht mehr gefährden.

Auf dem dritten Platz landete Hessenligist FC Hanau 93. Im Neunmeterschießen um Platz drei setzten sich die zuvor überraschend im Halbfinale an Kreisoberligist Niederrodenbach gescheiterten 93er mit 7:6 gegen den TSV Frankonia Höpfingen durch. Vorjahressieger Germania Dettingen spielte diesmal im stark besetzten Feld um den Turniersieg keine Rolle. 

Drei Spieler beste Torschützen

Mit jeweils neun Treffern teilten sich drei Spieler den Titel den besten Torschützen. Dies waren Tobias Kühn und Marco Veit von den Gastgebern sowie der junge Noah Knezovic von Turniersieger Germania Großkrotzenburg.

Das Ticket für das Hanauer Hallenmasters sicherte sich Niederrodenbach, was schon vor den Halbfinals feststand, da mit Hanau 93 und Großkrotzenburg zwei bereits gesetzte Teams unter den letzten vier Teams standen und Höpfingen für das Hanauer Hallenmasters kein Startrecht besitzt.

Das Turnier begann mit Favoritensiegen. Hanau 93 und Großkrotzenburg behielten als Gruppensieger des ersten Turniertages mit drei Siegen eine weiße Weste. Hinter Großkrotzenburg qualifizierte sich nicht etwa Gruppenligist SG Marköbel für die Zwischenrunde, sondern Germania Niederrodenbach II und Vatanspor Aschaffenburg. Im Schlepptau der 93er buchten die Spvgg. Langenselbold 1910 und der SV Bernbach ihr Ticket für den Finaltag, mit dem SVG Steinheim blieb ein weiterer Gruppenligist auf der Strecke. 

Gastgeber dominierte am zweiten Turniertag

Gastgeber Germania Niederrodenbach dominierte am zweiten Turniertag seine Vorrundengruppe mit vier Siegen und einem Torverhältnis von 18:3. Es folgten Titelverteidiger Germania Dettingen mit neun Punkten und Sportfreunde Oberau mit sechs Zählern. Der FSV Neuberg und der SV Somborn hatten das Nachsehen und schieden aus. In der Parallelgruppe ereilte dieses Schicksal den Offenbacher Kreisoberligisten Spvgg. Dietesheim und den VfB Groß-auheim. Als Gruppensieger setzte sich der TSV Höpfingen vor Germania Dörnigheim und dem SV Wolfgang durch. 

Knisternde Spannung herrschte in der Zwischenrunde am Finaltag. In vier Dreiergruppen wurden die vier Erstplatzierten für die Halbfinals ermittelt. Großkrotzenburg ließ in der Feuerwerks-Gruppe nichts anbrennen und verbuchte gegen Dettingen (3:0) und Wolfgang (1:0) Zu-Null-Siege.

Ähnlich souverän zog Höpfingen in der Kleeblatt-Gruppe ins Halbfinale ein. Nach einem 6:2-Erfolg gegen den nicht mit der stärksten Formation angetretenen bayrischen Landesliga-Spitzenreiter Vatanspor Aschaffenburg machte der aus dem baden-württembergischen Teil des Odenwalds angereiste TSV mit einem 3:1-Sieg gegen den überraschend stark aufspielenden A-Ligisten Spvgg. Langenselbold alles klar.

Korken knallen lassen

Die 93er versprühten in der Eiskristall-Gruppe mit einem 1:1 gegen Dörnigheim und einem 2:0-Erfolg gegen Oberau zwar keinen Glanz, doch die Ergebnisse reichten für den Einzug unter die letzten Vier. Im letzten Spiel der Zwischenrunde ging es zwischen Niederrodenbach I und Bernbach um den Gruppensieg in der Champagner-Gruppe. Nach einem 5:4 durften die Gastgeber die Korken knallen lassen, schon ein Unentschieden hätte der Germania aufgrund der besseren Tordifferenz für Platz eins gereicht.

Im Halbfinale düpierten die Hausherren dann den favorisierten HFC mit einem 2:1-Sieg. Der Kreisoberligist ging früh in Führung und profitierte dann von zwei Undiszipliniertheiten im Team des Hessenligisten. Zwei Mal Meckern führte zu einer doppelten Unterzahl auf dem Parkett, just in dieser Phase erzielte die Mannschaft von Trainer Jochen Breideband das 2:0. Mehr als den Anschlusstreffer steuerte der Hessenligist nicht mehr bei und so blieb dem Favoriten nur das Neunmeterschießen um den Bronzerang. 

Niederrodenbachs Sportlicher Leiter Michael Auerhammer zog ein positives Turnierfazit, immerhin 500 Zuschauer füllten an drei Turniertagen die Bulauhalle ordentlich. „Besonders der Finaltag war gut besucht. Außergewöhnlich war, dass bei den Halbfinals die Halle noch voll war, viele Spieler der ausgeschiedenen Mannschaften zum Zuschauen geblieben sind“, berichtete Auerhammer.



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