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Kreisoberliga: Trainer Breideband hört in Niederrodenbach auf

Fußball

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    Breidebands größter Erfolg als Trainer: Im Mai 2018 wurde er mit Niederrodenbach Kreisoberliga-Meister und wurde von seinen Spielern literweise mit Wasser überschüttet. Nach der Saison hört er als Germania-Coach auf. Archivfoto: TAP

Fußball. Beim Kreisoberligisten Germania Niederrodenbach geht nach dieser Saison die Ära von Trainer Jochen Breideband zu Ende. Der 44-jährige Übungsleiter informierte den Vorstand seines Heimatvereins, dass er sich nach Saisonende anderen Herausforderungen stellen möchte. 

Artikel vom 22. Dezember 2019 - 16:32

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Von Frank Schneider

In knapp neun Jahren als verantwortlicher Trainer hat Breideband, der schon als langjähriger Spieler mit reichlich Gruppenligaerfahrung zu einer Vereinsikone aufstieg, mit akribischer Arbeit Spuren hinterlassen. Am Freitagabend teilte Breideband seinen Entschluss den Spielern an der Weihnachtsfeier mit.

„Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen und es war für mich auch nicht einfach, es den Jungs zu sagen“, erklärte Breideband. Doch bei aller Emotionalität steht für ihn fest, dass sowohl Mannschaft, Verein als auch er selbst von einem neuen Impuls profitieren werden.

Fast immer vorne dabei

Zunächst agierte Jochen Breideband gemeinsam mit Armin Curt als Coach bei den Rodenbachern und übernahm in der Spielzeit 2014/15 die alleinige sportliche Verantwortung. Größter Erfolg war die Kreisoberliga-Meisterschaft 2018, der jedoch der direkte Wiederabstieg aus der Gruppenliga Frankfurt Ost folgte. In fast allen Spielzeiten unter der Regie Breidebands belegte Germania Niederrodenbach in der höchsten Hanauer Spielklasse vordere Plätze, aktuell sind die Niederrodenbacher nach einer durchwachsenen Vorrunde Tabellensiebter.

„Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, ist aber echt gut. Leider haben wir aufgrund einer schwachen Chancenverwertung einige Punkte verschenkt“, zieht der Sportliche Leiter Michael Auerhammer ein Zwischenfazit. Kritik am scheidenden Trainer kommt ihm nicht über die Lippen.

Auerhammer ist nach wie vor von der Arbeit Breidebands überzeugt und sich zudem sicher, dass dieser ohne Autoritätsverlust die Runde erfolgreich mit seinem Team beenden wird. Unterdessen wird beim Traditionsverein nun die Suche nach einem Nachfolger beginnen. „Wir werden uns in aller Ruhe umschauen. Nach dem Silvester-Cup setzten wir uns im Vorstand zusammen und besprechen das weitere Vorgehen“, deutet Auerhammer an, dass es bei der Neubesetzung des Trainerpostens keinen Schnellschuss geben wird.

Anderer Trainer-Typus

Ohne ein genaues Anforderungsprofil des künftigen Trainers skizzieren zu wollen, könnte sich Auerhammer gut vorstellen, dass der neue Mann einen anderen Trainer-Typus verkörpern wird. „Wir können Jochen ohnehin nicht kopieren und das wäre auch nicht gut. So schade die bevorstehende Trennung auch ist, vielleicht tut der Mannschaft auch eine andere Ansprache mal gut. Wir haben ja Spieler in unseren Reihen, die jetzt achteinhalb Jahre in Folge von Jochen trainiert worden sind.“

Generell setzt die Germania gerne auf längerfristige Trainerengagements. Bereits Breidebands Vorgänger Martin Kirchner und später Rüdiger Strutt betreuten die erste Mannschaft des Vereins über mehrere Spielzeiten.
„Das Engagement von Breideband ging häufig über das sportliche hinaus, so setzte er auch wichtige Impulse bei der Vereinsentwicklung“, betont Germania-Sprecher Martin Ludwig. 

Die künftige Aufgabe des hauptberuflich als Themenmanager 3. Liga und Amateurfußball für den Deutschen Fußball-Bund arbeitenden Breidebands steht noch in den Sternen. „Keine Ahnung, was im Sommer kommt“, sagt der 44-jährige Familienvater. Dass er dem Fußball treu bleiben wird, scheint verbrieft zu sein. „Womöglich hospitiere ich auch in höheren Ligen oder gehe die nächste Lizenzstufe an“, deutet Breideband an, dass er nicht mit aller Macht ein neues Trainerengagement bei einem anderen Verein anstrebt. „Wenn muss es ohnehin etwas Ambitioniertes sein. Irgendeinen Verein zu übernehmen, wo im Schnitt acht Leute trainieren, kommt für mich als Beschäftigungstherapie nicht in Frage.“

Kreisoberliga Hanau



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