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"Idioten": SC 1960 Hanau kritisiert Teil seiner Anhänger scharf

Fußball

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    Ein Anhänger des HSC hat dem Verein durch die Attacke auf einen Schiedsrichter schwer geschadet. Die Hanauer haben einen Teil ihrer Fans nun scharf kritisiert. Archivfoto: TAP

Fußball. Der SC 1960 Hanau hat folgende Stellungnahme zum Vorfall und zum Urteil des Sportgerichts abgegeben. Die wichtigsten Aussagen im Wortlaut: 

Artikel vom 18. Dezember 2019 - 14:50

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„Am Dienstag hat die Verhandlung über die Vorkommnisse beim Spiel in Wald-Michelbach stattgefunden. Die Beweisaufnahme hat ergeben, dass eine Person einen Körperkontakt mit dem Schiedsrichter hatte. Wie dieser Körperkontakt stattgefunden haben soll, ob es ein Schlag oder ein Schubsen war, dazu gab es unterschiedliche Aussagen. Dies ist auch nicht wichtig, da hier die körperliche Unversehrtheit im Vordergrund steht.

Imageschaden die schlimmste Strafe

Da die HSC-Verantwortlichen vor Ort nicht über diesen Vorfall in Kenntnis gesetzt wurden, konnte der Täter nicht von uns identifiziert werden. Weil der Schiedsrichter diese einzelne Person dem Lager des HSC zugeordnet hat, muss der HSC als Verein dafür haften. Deshalb wurde der HSC zu einer Geldstrafe von 500 Euro und zum Abzug von drei Punkten verurteilt. Diese Strafe fällt nicht ins Gewicht, weil der Imageschaden, den der HSC dadurch erlitten hat, mehr als alles andere eine schwere Strafe darstellt.

Der HSC verabscheut jegliche Art von Gewalt und wird sie toleriert sie auch nicht im geringsten. Der HSC hat in seinen Reihen sechs Schiedsrichter und leistet damit einen großen Beitrag für den Fußball im Main-Kinzig Kreis.  Wir bezweifeln sehr, dass diese einzelne Person jemals ein Fan des HSC ist, geschweige denn, dass diese Person über genug Gehirnzellen verfügt. Eine Person, die ihren Verein liebt, wird niemals irgendetwas machen, was dem Verein schadet.

HSC hat Probleme mit Zuschauern

Wie viele andere Vereine hat auch der HSC ein Problem mit einem kleinen Teil seiner Zuschauer. Diese Menschen, die nichts im Leben geregelt bekommen, nehmen den Sportplatz als Grund, um Frust und Verzweiflung im Leben abzubauen. So etwas kann der Verein in keiner Form mehr tolerieren. Solches Fehlverhalten einiger Idioten schadet dem Verein, alles was der HSC im sportlichen, auf Vereinsebene und bei der Schiedsrichterausbildung geleistet hat, ist mit diesem Vorfall ins Negative gezogen worden.

Die gesamte Organisation des Spielbetriebs lastet auf den Schultern von fünf Personen aus dem Vorstand, die ehrenamtlich einen Beitrag für diese Gesellschaft und das friedliche Zusammenleben der Mitbürger in Hanau leisten. Und keiner hat das Recht, diese wertvolle Arbeit dieser Menschen kaputt zu machen.

Der HSC ist ein Amateurverein, der nur unter sehr großer Aufopferung auf den Beinen stehen kann. Der HSC ist nicht in der Lage für jeden Zuschauer einen Ordner bereitzustellen, um solche Fehlverhalten von Idioten zu unterbinden. 

Zwei Auswärtsspiele ohne Hanauer Fans

Um hier die Notbremse zu ziehen, hat der HSC beschlossen, in der Rückrunde bei den ersten zwei Auswärtsspielen ohne eigene Fans anzureisen. Dies soll ein Weckruf sein, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Wir wissen, dass die Zuschauer die Seele des Fußballs sind und dass der Fußball darunter leiden wird, jedoch ist diese drastische Maßnahme die einzige Möglichkeit.

Der Hessische Fußball-Verband unterstützt diesbezüglich auch keine Präventionsarbeit der Amateurvereine, sondern konzentriert sich lieber auf die Vermarktung der Ligen, deren Logik wir bisher nicht verstanden haben. 
Dies ist ein SOS-Ruf des HSC an die Öffentlichkeit, den HSC auf diesem Weg nicht alleine zu lassen und sich mit dem HSC zu solidarisieren.“



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