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Hessenliga: Zwischenzeugnis für die Kicker von Hanau 93

Fußball

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    3+ für die 93er: Die Spieler des Hessenliga-Aufsteigers spielten bisher eine leicht überdurchschnittliche Runde. Der Weg zum Klassenerhalt ist für die Hanauer trotzdem noch weit. Archivfoto: TAP

Fußball. Die Hinrundenbilanz des FC Hanau 93 kann sich sehen lassen. Der Aufsteiger spielt in der Hessenliga eine ordentliche Rolle, belegt nach 21 Spieltagen Platz zwölf von 18, hat fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Jetzt bekommen die Spieler des FC Hanau 93 von unseren Reportern Halbjahreszeugnisse.

Artikel vom 12. Dezember 2019 - 17:40

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26 Punkte hat die Mannschaft von Spielertrainer Michael Fink gesammelt, einer wurde wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls wieder abgezogen. Die beiden hohen Niederlagen zuletzt gegen den VfB Ginsheim (0:4, 1:6) machten das eigentlich gute Torverhältnis (29:43) etwas kaputt.

Die besten Torschützen sind sind bisher: Salvatore Bari (11), Kahraman Damar (5) und Oktay Bulut (3). In der Fairnesstabelle sind die 93er Dritter. Feta Suljic und Tolga Ünal sahen je eine Gelb-Rote Karte. In der Heimtabelle sind die Hanauer Drittletzter, in der Auswärtstabelle Vierter. Das gesamte Team bekommt die Schulnote 3+.

Armend Brao (20 Spiele/1800 Minuten): Die Überraschung der Hinrunde. Rettete der Mannschaft mit seinen Paraden schon einige Punkte. Nach seinen fehlerhaften Auftritten in der Aufstiegsrunde entwickelte sich der 20-Jährige zur unumstrittenen Nummer eins.

Sascha Ries (19/1652): Seit Jahren die große Konstante im Team. Über seine rechte Seite brennt selten etwas an. Ruhiger und zuverlässiger Charakter, auf und neben dem Platz. Einen wie ihn wünscht sich jeder Trainer im Team.

Michael Fink (20/1777): Der Ex-Profi stand in jedem Spiel in der Startelf, geht vorneweg und grätscht auch mit 37-Jahren unerschrocken auf dem Kunstrasen. Leistete sich allerdings auch den einen oder anderen kapitalen Fehlpass, der zu Gegentoren führte.

Spielertrainer Michael Fink. Archivfoto: TAP

 

Ljubisa Gavric (17/1530): Giftig und gallig in den Zweikämpfen. Verliert in der Luft und auf dem Boden nur wenige Duelle. Strahlt dank seiner Erfahrung viel Ruhe aus und spielt dazu noch kluge Pässe nach vorne. Der Kapitän ist ein echter Anführer, der dem Gegner auch mit seiner Größe Angst einflößt.

Enis Muratoglu (15/1026): Alternative für Fink und Gavric in der Innenverteidigung. Kann durch seine Körperlichkeit die gegnerischen Angreifer ganz schön nerven. War deswegen zum Saisonstart gesetzt. Als er verletzt fehlte, hatte sich das Innenverteidiger-Duo Gavric/Fink festgespielt. Hat in der Hessenliga aber auch ordentlich zu kämpfen. Wirkt manchmal etwas hüftsteif. 

Julian Purcell (17/1343): Der Neuzugang lässt sich auf seiner linken Abwehrseite manchmal zu leicht umspielen oder überlaufen. Auch nach vorne sind von ihm seltener brauchbare Aktionen zu sehen. Könnte manchmal mit etwas mehr Mut nach vorne drängen. Auch mal zu verspielt. Bis auf das letzte Ligaspiel absolute Stammkraft.

Tim Fließ (10/721): Meist Ersatz, wenn er aber reinkommt, ist er sofort voll da. Einsatz und Kampfeswillen sind vorbildlich. Der 29-Jährige hat ein super Timing bei seinen Grätschen. Fehlte jedoch häufiger berufsbedingt.

Experte für Grätschen: Tim Fließ. Archivfoto: TAP

 

Betim Mezini (8/364): Wurde nach seiner schweren Verletzung langsam ans Team herangeführt und war zuletzt im zentralen Mittelfeld eine feste Größe. Reihte sich gegen Ginsheim auch in die Reiher der „Katastrophen-Fehlpass-Spieler“ der 93er ein, indem er dem Gegner ein Tor auf dem Silbertablett servierte.

Oktay Bulut (16/997): Kam vom Verbandsligisten SG Bornheim/GW und schaffte überraschend den Sprung in den engeren Kader. Vorbildlicher Einsatz, aber noch spielerische Mängel, wie zuletzt sein Fehlpass, der Ginsheim ein Tor bescherte. Wurde oft nach einer Stunde ausgewechselt.

Tolga Ünal (20/1661): Die zweite Überraschung der Hinserie. Spielt eigentlich immer. Ist sehr viel unterwegs, gewinnt wichtige Zweikämpfe, besticht zudem durch seine Leichtfüßigkeit.

Patrick Gischewski (8/294): Verletzungsgeplagt, laboriert an einem Mittelfußbruch und einer Sehnenentzündung.

Tim Franz (20/1496): Hat bewiesen, dass er noch immer Hessenliga kann. Der Ex-Seligenstädter und -Alzenauer schießt zwar nicht mehr so viele Tore wie in der Gruppenliga für Großkrotzenburg, ist aber auch mit 30 Jahren noch topfit und durchtrainiert. War anfangs etwas hinten dran, hat sich dann einen Stammplatz erkämpft und ist meist ein Aktivposten.

Feta Suljic (16/973): Gesetzt auf den offensiven Flügeln, immer sehr viel unterwegs und bemüht. Etwas mehr Torgefahr und somit Entlastung für Torjäger Salvatore Bari würde man sich von ihm noch wünschen. Traf erst zweimal.

Flügelflitzer: Feta Suljic spielte eine überzeugende Hinrunde. Archivfoto: TAP

 

Kahraman Damar (21/1804): Der Dauerbrenner in der HFC-Offensive ist als einziger noch aus der Kreisoberliga-Meisterschaft übrig. Trainer Fink bringt den lauffreudigen Ex-Kapitän meist von Beginn an. Könnte manchmal etwas explosiver nach vorne sein. Vor dem Tor ab und an nicht kaltschnäuzig genug. Der 32-Jährige besticht als Antreiber und Dauerläufer.

Engin Arslan (11/321): Hatte sich wahrscheinlich mehr Einsatzminuten erhofft. Bei ihm wechseln sich Licht und Schatten noch zu häufig ab. Wird den Verein daher wohl im Winter verlassen.

Dennis Gogol (12/510): Hatte sich sicher mehr Einsätze erhofft. Das Eigengewächs zeigt viele gute Ansätze, sein Tor gegen Dreieich war sehenswert. Ist sich auch nicht zu schade in der zweiten Mannschaft zu kicken um Spielpraxis zu bekommen.

Salvatore Bari (20/1537): Technisch und fußballerisch vielleicht der beste im Team. Sucht meist den direkten Weg zum Tor, probiert es aus allen Lagen. Eiskalt vor dem Tor. Ein Torjäger, wie ihn ein Hessenliga-Aufsteiger braucht. Eine super Verpflichtung.

Der Torjäger vom Dienst: Salvatore Bari schlug in Hanau voll ein. Archivfoto: TAP

 

Kristijan Bejic (9/531): Häufig verletzt, fehlte zuletzt wegen einer Schambeinentzündung. Wenn er spielte, zeigte er, warum ihn der Klub im Sommer noch kurzfristig verpflichtete. Kann in der Offensive für eine Menge Wirbel sorgen. Sein Traumtor gegen Fulda führte nicht nur zum Sieg, sondern war auch „Bude des Monats“ des HFV. Kostete dem Team durch einen Katastrophen-Fehlpass gegen Kassel aber auch Punkte.

Kevin Effiong (1/43): Der Pechvogel der bisherigen Runde. Hatte die komplette Vorbereitung und zum Saisonstart Rückenprobleme, kämpfte sich gerade – auch über Einsätze in der Reserve – ins Team und zog sich dann einen Muskelbündelriss zu.

Ioannis Takidis (1/90): Der 38-Jährige ist als Co-Trainer der ruhende Pol rund um die manchmal aufgebrachte Auswechselbank. Bildet mit Fink ein homogenes Duo und übernimmt das Coaching, wenn Fink spielt. Spricht schlechte Leistungen, genau wie Fink, nach den Spielen gnadenlos an. Ein sicherer Ersatz, wenn Brao ausfällt.

Emir Sekeric (4/69) und Angelo de Carvalho (2/89): Spielen keine Rolle und sitzen in der Regel nur als weitere Alternativen auf der Ersatzbank.


Ebenfalls je einmal eingewechselt wurden: Ahmad Rafaat, Harwant Singh Sahi und Jaouad El Kaddouri. geb/fs/rob/tj

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