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Kreisoberliga: Jäger-Duo macht in Oberrodenbach Schluss

Fußball

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    Die Aufstiegstrainer gehen: Thomas (links) und Andreas Jäger stehen nach dieser Saison nicht mehr an der Seitenlinie von Eintracht Oberrodenbach. Archivfoto: TAP

​Fußball. Beim Kreisoberligisten Eintracht Oberrodenbach endet nach Ablauf der aktuellen Saison im Sommer eine Ära. Nach fünf überwiegend erfolgreichen Jahren wird das Trainer- und Brüderduo Thomas und Andreas Jäger seinen Dienst am Sportgelände an der Hainmühle quittieren.

Artikel vom 09. Dezember 2019 - 12:35

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Von Frank Schneider

Die Trainersuche ist beim Gruppenliga-Absteiger bereits angelaufen. Es wird eine Trennung ohne jeden Groll sein, die Entscheidung fiel nach einem gemeinsamen Gespräch im beidseitigen Einvernehmen.

Verein bedauert Entscheidung der Brüder

Oberrodenbachs Vorsitzender Helmut Reinert ließ durchblicken, dass er aus sportlichen Gründen den Wunsch nach einer Veränderung nachvollziehen kann, aus menschlicher Sicht den Weggang der beiden Jägers aber sehr bedauern wird. „Wir kamen immer gut miteinander aus und werden sicherlich weiter miteinander verbunden bleiben“, blickt Helmut Reinert schon ein paar Monate voraus.

Dass die beiden Übungsleiter bis zum Saisonende im Sinne des Vereins mit vollem Engagement bei der Sache sein werden, darin bestehen für den Vereinschef keine Zweifel. Aktuell belegt die Eintracht in der höchsten Hanauer Spielklasse mit 31 Punkten den achten Tabellenplatz. „Wir hatten Erfolg und haben auch einen schönen Fußball gespielt“, stellt Reinert Andreas und Thomas Jäger vorab schon ein gutes Zeugnis aus. 

Aufstieg in die Gruppenliga der größte Erfolg

Der Name der beiden am Saisonende scheidenden Trainer wird freilich immer mit dem bis dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte verbunden bleiben. Im Juni 2018 gelang pünktlich zum 110-jährigen Bestehen des Vereins erstmals der Aufstieg in die Gruppenliga Frankfurt Ost. Dort wurde der Klassenerhalt nur haarscharf verfehlt. Gegenüber punktgleichen Konkurrenten fehlte am Ende nur ein einziges Tor.

„Es wäre für den Verein schon zu Saisonbeginn nicht verkehrt gewesen, nach dem Abstieg den personellen Umbruch mit einem neuen Trainer anzugehen, doch wir wussten ja erst Ende Mai, ob wir in der Liga bleiben werden. Da blieb keine Zeit zum Planen und den Verein im Stich zu lassen, kam für uns auch überhaupt nicht in Frage“, erklärt Andreas Jäger. 

Jägers sehen Verein für Zukunft gut aufgestellt

Nun sei aber nach viereinhalb gemeinsamen Jahren der Entschluss gereift, zur neuen Saison eine Veränderung herbeizuführen. „Thomas und ich hinterlassen unserem Nachfolger eine solide Basis und ich bin sicher, dass der Verein keine Probleme bei der Nachfolgesuche haben wird, da Eintracht Oberrodenbach eine sehr gute Adresse im Fußballkreis Hanau ist“, ergänzt der 39-Jährige.

Dass sein zwei Jahre jüngerer Bruder Thomas und er ab Sommer bei einem anderen Verein als Trainerduo arbeiten, sei möglich, aber auch andere Konstellationen sind für Andreas Jäger vorstellbar. Womöglich trennen sich die beiden Brüder aus Wolfgang auch hinsichtlich ihrer sportlichen Aufgaben – beziehungsweise einer, oder gar beide, legen eine Fußballpause ein. Fest steht für Andreas Jäger: „Auch wenn die aktuelle Saison eher durchwachsen verläuft, es werden am Ende fünf gute Jahre bei Eintracht Oberrodenbach gewesen sein.“

Oberrodenbach entspannt in Sachen Nachfolger

Bei der Nachfolgesuche will sich der Verein Zeit lassen und bei den Gesprächen nichts überstürzen. „Wir brauchen ja nicht für die Rückrunde einen neuen Trainer, sondern erst im Juni“, betont Reinert. Eine feste Stellenbeschreibung gibt es nicht, allerdings soll der neue Mann ein Händchen dafür haben, mit jungen Spielern zu arbeiten und Talente in den Erstmannschaftskader zu integrieren.

Ob Eintracht Oberrodenbach künftig von einem Spielertrainer oder einem reinen Coach angeleitet wird oder ob es womöglich wieder ein Trainerduo beim Kreisoberligisten geben wird, sei laut Helmut Reinert zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Kreisoberliga Hanau



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