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2:4: Hanau 93 zieht sich gegen die Kickers achtbar aus der Affäre

Hanau

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    Damar erzielte den sehenswerten Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1. Foto: TAP

Die Kulisse stimmte, das Wetter war prächtig und auch das Ergebnis passte. Der FC Hanau 93 zog sich am Freitagabend bei der 2:4 (1:1)-Niederlage gegen Kickers Offenbach achtbar aus der Affäre.

Artikel vom 06. Juli 2018 - 22:00

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Von Gert Bechert

93er-Trainer Christoph Prümm setzte 20 Spieler seines üppig besetzten Kaders ein. Nur Kapitän Kahraman Damar und Neuzugang Tim Fließ spielten die gesamten 90 Minuten durch. In der Anfangself stand neben Fließ mit Khaibar Amani nur ein zweiter Neuzugang. Der vom Hessenliga-Meister SC Hessen Dreieich gekommene afghanische Nationalspieler vergab in der achten Minute eine Riesenchance. Nach Rechtsflanke von Dennis Gogol scheiterte er aus kürzester Distanz an Kickers-Torwart Sebastian Brune, der im Nachfassen das Leder festhielt.

Was sich sofort rächte. Im direkten Gegenzug war Jake Hirst (8.) nach einer Flanke von Dennis Russ per Kopf zur Stelle. Er düpierte dabei 93er-Keeper Jens Westenberger, der einen Tick zu spät kam. Das Führungstor des Regionalligisten war eine Kooperation zweier Gastspieler in den Reihen der Gäste. Russ spielte früher für den FSV Frankfurt und ist zur Zeit vereinslos. Hirst trat vergangene Runde als Torjäger des Friedberger Kreisoberligisten TSV Bad Nauheim in Erscheinung. Der baumlange Angreifer stand während der ersten Halbzeit noch mehrfach im Brennpunkt, fand aber stets in Westenburger seinen Meister.

Mit etlichen Fußparaden bewahrte der 93er Keeper die Gastgeber vor einem höheren Rückstand. Dreimal klärte er gegen Hirst, beim vierten Versuch jagte Hirst die Kugel aus kurzer Distanz über die Latte. Davor hatten Varol Akgöz und Niklas Hecht-Zirpel gute Gelegenheiten der Gäste ausgelassen. Statt 0:3 oder 0:4 stand es plötzlich 1:1. Amani schickte Damar auf die Reise, der trotz harter Bedrängnis ausglich (44.). Ein Pausenstand, der Giovanni Fallacara schier aus dem Häuschen brachte. „Das ist sensationell. Was Westenberger hielt, war zweitligareif. Er bügelte seinen Fehler beim 0:1 mehrfach aus“, sprudelte es aus dem sportlichen Leiter heraus.

Sehenswertes Freistoßtor vor 650 Zuschauern

Zur Halbzeit wechselte Prümm acht neue Akteure ein. Später brachte er noch Jaouad El Kaddouri, während Gästecoach Daniel Steuernagel zunächst unverändert weiterspielen ließ. Die Kickers erwischten die neuformierte 93er-Abwehr kalt und zogen schnell nach Toren von Hirst (49.) und Hecht-Zirpel (52.) auf 3:1 davon. Nach einer Stunde Spielzeit schickte Steuernagel neun frische Kräfte aufs Feld, darunter sechs Stammspieler der vergangenen Saison.

Wer von den 650 Zuschauern glaubte, dass die Hausherren einbrechen würden, wurde eines anderen belehrt. Zwar erhöhte Ihab Darwiche (71.) auf 4:1, doch Neuzugang Feta Suljic (80.) verkürzte mit einem sehenswerten 20-Meterfreistoß noch auf 2:4.  „Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen. Alle waren gewillt, hochmotiviert und haben Gas gegeben“, sprach Prümm ein Gesamtlob aus.

FC Hanau 93: Westenberger – Muratoglu, Fließ, Assar, Sekeric – Ünal, Gogol, Bicakci, Gischewski – Amani, Damar (ab der 46. Minute: TW Neubauer, Raafat, Wissel, Di Natale, Betim, Eris, Suljic, Diedrich, ab der 73. Minute El Kaddouri) – Schiedsrichter: Ulbrich (Düdelsheim) – Zuschauer: 650 – Beste Spieler: Geschlossen/geschlossen

Den Liveticker zum Nachlesen gibt es hier



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