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Altwiedermus steigt in Verbandsliga auf - Trotz 1:7-Debakel

Fußball

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    Eintracht Altwiedermus (Fandine Armel Nana, links) ist gegen die Sportfreunde Frankfurt (Robert Kohns, rechts) untergegangen, kann aber trotzdem über den Aufstieg jubeln. Foto: TAP

Fußball. Der SV Eintracht Altwiedermus ist in der Aufstiegsrelegation bei den Sportfreunden 04 Frankfurt zwar mit 1:7 (1:4) mächtig unter die Räder geraten, steigt aber trotzdem in die Verbandsliga auf. Bedanken können sich die Ronneburger dafür bei Türk Gücü Friedberg, die sich in der Relagation zur Hessenliga durchsetzten.

Artikel vom 07. Juni 2018 - 09:53

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Die Gäste begannen mit viel Engagement und setzten die „Speuzer“ schon an deren Strafraum mit aggressivem Pressing unter Druck. Dadurch drängte der SVA die Hausherren weit in die eigene Hälfte und kam nach gut zehn Minuten zur ersten guten Chance – den platzierten Linksschuss von der Strafraumkante konnte „Speuzer“-Schlussmann Tomo Toumpas aber mit einer sehenswerten Flugparade entschärfen.

Etwas überraschend fiel dann nach einer Viertelstunde der Führungstreffer für die Gastgeber, die sich mit Kurzpassspiel durch die zu passiv agierende Hintermannschaft der Ronneburger kombinierten – Okan Ilkiz schob schließlich zum 1:0 ein. Der SVA ließ sich davon jedoch zunächst nicht entmutigen und hatte durch Michael Kohnke postwendend die große Chance zum Ausgleich – der Stürmer traf frei vorm Tor jedoch nur den Außenpfosten.

Nach nicht einmal einer halben Stunde schon 3:0
Die „Speuzer“ waren hingegen deutlich effektiver, denn nach einem Konter erhöhte der stark aufspielende Robert Kohns auf 2:0 – auch wenn der Treffer aus abseitsverdächtiger Position fiel. Nach einer Ecke erzielten die Hausherren in der 25. Minute gar das 3:0, wobei die Abwehr von Altwiedermus erneut keine Figur abgab.

Die Gäste zeigten sich sichtlich geschockt und überließen nach der drangvollen Anfangsphase mehr und mehr den Frankfurtern das Feld. Dennoch gelang dem SVA just in dieser Phase der Anschlusstreffer, als Emanuel Becker auf 3:1 verkürzte – zuvor hatte Nikola Andrejic die Chance mit einem starken Solo eingeleitet. Noch vor dem Pausenpfiff stellte Emre Kadimli mithilfe des Innenpfostens aber den Drei-Tore-Vorsprung wieder her.

„Da war der Drops eigentlich schon gelutscht”
„Da war der Drops eigentlich schon gelutscht”, gab SVA-Co-Trainer Jens Gerlach zu, sein Team gab sich zunächst aber noch nicht auf und erarbeitete sich zu Beginn der zweiten Hälfte einige brauchbare Chancen. Die Chancenverwertung blieb jedoch weiterhin das große Manko der Gäste, die es mehrmals verpassten, den Rückstand zu verkürzen. Die Hausherren zeigten erneut größere Kaltschnäuzigkeit und kamen über die linke Seite, auf der Kohns endgültig zum besten Spieler auf dem Platz avancierte, über gut ausgespielte Konter zu Chancen am Fließband. Das 5:1 erzielte der Flügelflitzer in der 59. Minute selbst, das 6:1 von Danyal Tekin zwei Minuten später und den 7:1-Endstand von Okan Ilkiz bereitete Kohns mustergültig vor.

Angesichts des klaren Spielstandes und der Nachricht vom Erfolg der Friedberger verflachte die Partie in der Schlussphase etwas; die „Speuzer“ hatten zwar die besseren Chancen, verspielten diese aber leichtfertig. Am Ende konnten trotz des klaren Heimsiegs beide Teams jubeln, steigen doch beide in die Verbandsliga auf. „Wir müssen uns bei Friedberg bedanken“, so Gerlach, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden war: „Das war unsere mit Abstand schlechteste Saisonleistung.“

Altwiedermus: P. Wolf – Stenger, Kohnke, Becker, Laumer, Franz, Andrejic, Schulz, Hillemann, Wolf, Liuzzo
Tore: 1:0 Ilkiz (13.), 2:0 Kohns (19.), 3:0 Tekin (24.), 3:1 Becker (34.), 4:1 Kadimli (44.), 5:1 Kohns (59.), Tekin (61.), Ilkiz (74.)
Schiedsrichter: Weickenmeier (Lämmerspiel)
Zuschauer: 270
Beste Spieler: Kohns/Kohnke



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