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Kreisliga B: Aufbruchsstimmung in Neuberg

Fußball

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    Neubergs Trainer Toni Dugandzic (rechts) darf eine Reihe an Neuzugängen begrüßen. Unter ihnen ist auch Florian Schröter von RW Großauheim. Foto: Privat

Fußball. Eine sportliche Talfahrt von der Gruppenliga Frankfurt Ost bis in die Kreisliga B Hanau hat der FSV Neuberg seit der Saison 2009/10 hingelegt. Seit der Neuformierung des Vorstands um Peter Hackel vor gut drei Jahren und der Verpflichtung von Coach Toni Dugandzic  ist bei den Blau-Schwarzen Aufbruchstimmung erkennbar.

Artikel vom 23. Mai 2018 - 12:04

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Von Philipp Swierzy

Hauptverantwortlich für die einschneidenden Veränderungen ist Dugandzic. Der 32-Jährige übernahm den FSV am Ende der Saison 2016/17 auf Empfehlung von Robert Kahlina, derzeit Trainer von A-Liga-Aufstiegsaspirant RW Großauheim. Dugandzic rüstet nach dem vierten Tabellenplatz in dieser Saison für die kommende Spielzeit auf.

„Als ich hier angefangen habe, habe ich einen Verein vorgefunden, der zerrüttet war“, sagt Dugandzic. Damals hätten nicht nur die Vereinsabteilungen kaum noch miteinander kommuniziert, auch die Mannschaften standen kurz vor der Auflösung. „Teilweise waren nur vier Leute im Training“, erinnert er sich. Aber Dugandzic und der neuformierte Vorstand um Hackel, Alexander Schmid und Jerome Meininger implementierte eine neue Philosophie im Klub.

Ausbildung und Spaß im Vordergrund
Bei den Blau-Schwarzen haben seitdem die Ausbildungsqualität und der Spaß am Sport Vorrang. Dugandzic, der in dieser Saison teils noch selbst auf dem Feld stand, versucht seinen Spielern Trainingsinhalte und Werte zu vermitteln. Seine Mannschaft dankt es ihm mit guter Stimmung. „Wir wollen ein neues Projekt entwickeln, bei dem es eben nicht nur ums Finanzielle geht, sondern vor allem um den Spaß“, erklärt Dugandzic. „Ich habe ein paar Spieler, die bei ihrem letzten Verein nicht mehr so glücklich waren und mitbekommen haben, wie gut die Stimmung bei uns ist.“ Mittlerweile stehen keine vier, sondern 15 bis 16 Spieler auf dem Trainingsgelände. „Unsere Philosophie kommt bei vielen gut an“, weiß Hackel.

Für die kommende Saison hat der FSV zahlreiche Transfers eingetütet. Torhüter Karsten Hammel ist bereits seit der Rückrunde für den FSV aktiv. Er kam vom TSV Klein-Auheim und akquirierte weitere Spieler. Mit Sven Kupillas kommt „einer der besten Verteidiger der Kreisoberliga“, findet Dugandzic. Kupillas kommt von Eintracht Oberissigheim, wo auch Dugandzic und Christopher Schmid bis 2017 spielten. Auch Neuzugang Stefano Riccardi, aktuell bei der zweiten Mannschaft von Hanau 93, hat eine Oberissigheimer Vergangenheit.

Verpflichtung zweier Top-Spieler
Zudem wurde Giuseppe di Guglielmo vom VfB Großauheim verpflichtet. Der 22-Jährige blickt auf eine glorreiche Jugendzeit bei der SG Rosenhöhe, dem FSV Frankfurt, Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund. „Sein Talent siehst du sofort“, schwärmt Dugan-dzic. Außerdem kommt Florian Schröter. Der 31-Jährige schaffte 2009 den Gruppenliga-Aufstieg mit Neuberg. In der Saison 2015/16 holte er sich die Torjägerkanone der Kreisliga A (35 Treffer). Aktuell spielt er bei RW Großauheim.

Darüber hinaus stehen Außenverteidiger Martin Roßberg, Can Kizilay (beide TSV Klein-Auheim) und Kevin Muto (SV Somborn) als Zugänge fest.

Da alle Kicker dasselbe Honorar bekämen, gebe es wenig Raum für eitle Finanzstreitereien. „Es ist keiner zu uns gekommen, weil er hier großartige Summen verdient“, erklärt Hackel. „Wir wollen echten Kreisliga-Fußball leben.“



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