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Kreispokal: 1960 stolpert mit 1:0-Sieg ins Halbfinale

Fußball

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    Das war keine einfache Aufgabe für den SC 1960 Hanau gestern Abend im Viertelfinale des Hanauer Kreispokals: Gegen den Kreisoberligisten Germania Niederrodenbach mühte sich der Verbandsligist zu einem 1:0 ab. Foto: Häsler

Fußball. Der SC 1960 Hanau steht erwartungsgemäß im Halbfinale des Hanauer Kreispokals, wo er am kommenden Dienstag, 8. Mai, um 19 Uhr beim FC Hochstadt anzutreten hat. Der knappe 1:0 (1:0)-Sieg gestern Abend beim FC Germania Niederrodenbach war allerdings kein Ruhmesblatt.

Artikel vom 03. Mai 2018 - 10:48

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Zu viel blieb bei den zwei Klassen höher angesiedelten Gästen Stückwerk. Ein Flatterball von Kazuki Takahashi (34.) aus über 20 Metern, der Germania-Keeper Julian Scharlau sichtlich überraschte, entschied letztlich die Partie vor knapp 100 Zuschauern. Antonio Abbruzzese wollte nichts beschönigen, letztlich war aber das Erreichen des Halbfinales bei aller berechtigter Kritik am Auftritt seiner Mannschaft für den Gästecoach entscheidend. Abbruzzese bezeichnete den Auftritt seiner Kicker „als Sommerfußball vom Allerfeinsten.“ Schon zur Halbzeit hatte Okan Sari die fehlenden spielerischen Elemente seines Teams moniert. Der sportliche Leiter des HSC hoffte auf die zweiten 45 Minuten, wurde aber bitter enttäuscht. Es wurde eher schlechter. Kein Wunder, dass Jochen Breideband dagegen von einem Klassespiel seiner Mannschaft sprach. „Hut ab. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute sehr diszipliniert gespielt. Das macht Mut für die restlichen Punktspiele“, meinte der Germanen-Trainer.

Dabei war er gezwungen, mit einer Notelf anzutreten. Kurzfristig fielen ein halbes Dutzend Spieler aus, darunter auch die beiden Goalgetter Marcel Fuchs und Onur Bulut. „Uns fehlten 37 Tore“, brachte es Breideband auf den Punkt, „mit den Beiden hätten wir sicherlich die Gäste noch mehr in Verlegenheit bringen können.“ Genau das war die Achillesferse der Gastgeber. Während die Abwehr, die erstmals als Fünferkette agierte, ihre Aufgabe bestens löste, fehlte es vorne an Durchschlagskraft.

Klimas verhindert Führung unglücklich
Die Spargel-Germanen machten von Beginn an die Räume eng und ließen die Gäste nie ins Spiel kommen. Dabei profitierten sie auch von einem erschreckend schwachen Auftritt von Semih Aydilek, der wie ein Fremdkörper wirkte. Auch Giorgi Paranashvili blieb weit hinter seinen Möglichkeiten, wodurch die gegnerische Offensive ein stumpfes Schwert blieb. Bezeichnend der total missglückte Abschluss Aydileks (15.) nach einer Linksflanke. Wesentlich hochkarätiger war dagegen die Chance der Germania nach einer Ecke in der 22. Minute, als David Klimas angeschossen wurde und somit die Führung der Hausherren unglücklich verhinderte.

Auf der Gegenseite lenkte Germania-Keeper Scharlau einen 25-Meterschuss von Vassilios Porporis (30.) gerade noch über die Latte. Vier Minuten später wurde er vom Flatterball Takahashis düpiert.

Nach dem Seitenwechsel bot sich Piranashvili (58.) nach einem Fehlpass von Thomas Goldmann die Chance zum 0:2, er fand aber in Scharlau seinen Meister. Auf der Gegenseite flankte Almir Bekirov genau auf Emre Akcay (71.), dessen Kopfball HSC-Zerberus Abdul Samed Ersöz vor keine Probleme stellte. Die letzte Gelegenheit bot sich dem Kreisoberligisten in der 88. Minute. Der Freistoß von Dejan Gesch wurde aber eine Beute von Ersöz. Die Gelb-Rote Karte für Bekirov in der Schlussminute hatte keinen Einfluss mehr. „Die Germania hat ihre Haut sehr teuer verkauft. Einigen Spielern von uns merkte man an, dass sie nach dem 3:1-Sieg am Sonntag bei RW Darmstadt irgendwie den Kopf ausgeschaltet hatten“, betrieb Abbruzzese Ursachenforschung.  geb



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