Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
sonnig
15 ° C - sonnig
» mehr Wetter

0:2-Pleite im Topspiel: Aufstieg fü 93er in weiter Ferne

Fußball

  • img
    Hanaus Dennis Gogol (links) und der Friedberger Alit Usic. Foto: Kalle

Fußball. Der FC Hanau 93 hat im Spitzenspiel der Verbandsliga Süd eine 0:2-Niederlage gegen Türk Gücü Friedberg kassiert. Rund 200 Zuschauer sahen auf dem Kunstrasenplatz in Steinheim ein temporeiches und hochintensives Spiel mit wenigen Torchancen.

Artikel vom 29. März 2018 - 23:16

Anzeige

Von Gert Bechert

Der Traum von Platz zwei in der Verbandsliga Süd und der damit verbunden die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Hessenliga dürfte damit für den FC Hanau 93 geplatzt sein.Die Partie auf dem Kunstrasenplatz in Steinheim wurde den Erwartungen der rund 200 Zuschauer vollauf gerecht. Beide Teams starteten mit Vollgas, wobei die Gäste anfangs mehr Spielanteile besaßen.
„Wir sind bewusst vorsichtig in das Spiel gegangen. Unser Ziel war, dass die Null bis zur Halbzeit stehen muss, was gelang“, meinte Giovanni Fallacara in der Halbzeitpause. Nach den Worten des sportlichen Leiters sei der Matchplan bis zur 45. Minute aufgegangen.

Stammspieler fehlen
Die Vorsichtsmaßnahme war begründet. Von den Ex-Profis war nur Daniyel Cimen dabei, Michael Fink musste kurzfristig aus familiären Gründen absagen und zudem fehlte auch Ervin Skela. Weiterhin stand der verletzte Sascha Ries nicht zur Verfügung, und Patrick Gischewski musste krankheitsbedingt passen. Keine günstigen Voraussetzungen für das Schlüsselspiel.
Die spielerisch überlegenen Gäste machten sofort viel Druck, bissen sich aber immer wieder an der gut stehenden HFC-Abwehr die Zähne aus. Gästegoalgetter Baris Özdemir machte gegen die bärenstarken Hanauer Innenverteidiger Christoph Prümm und Cimen keinen Stich und wurde kurz vor Schluss ausgewechselt.


Die Gastgeber spekulierten zumeist auf Konter. So in der elften Minute als sich Kahraman Damar links durchsetze, querpasste, aber Selim Aljusevic noch vor dem einschussbereiten Christian Fischer klären konnte.
Nicht nur in dieser Szene kam Fischer zu spät, wie Özdemir auf der Gegenseite machte der Hanauer Goalgetter keinen Stich.
Der frühere Karbener Aljusevic, mittlerweile zum Innenverteidiger umgeschult, ließ in der 25. Minute mit einem Schuss aus dem Hinterhalt aufhorchen, der knapp über die Latte strich. Ein weiterer Distanzschuss von Alit Usic (31.) wurde noch zur Ecke abgewehrt.

Kaum Gefahr vor dem Friedberger Tor


Die Hoffnung von Fallacara, den zweiten Durchgang offensiver zu gestalten und den Lucky Punch zu setzen, zerstob schnell. Nachdem Usic (55.) noch knapp über das Tor zielte, war es drei Minuten später geschehen. Der nach dem Seitenwechsel immer stärker werdende Winterneuzugang Vuk Toskovic flankte auf Abdussamed Guersoy (58.), der per Kopf zum 0:1 verlängerte.


In der Folge verpufften alle Hanauer Angriffe an der gut stehenden Gästedeckung. Außer Fernschüssen, die kaum Gefahr heraufbeschworen, ließ Türk Gücü nichts zu. Auch Spielertrainer Prümm, der in den Schlussminuten nach vorne ging, konnte daran nichts ändern.
Stattdessen machte der Gast in der 87. Minute den Sack endgültig zu. Nach einer Maßflanke des eingewechselten Ernad Dananovic ließ Usic (87.) mit einem Lupfer HFC-Keeper Jens Westenberger keine Chance: 0:2. Fast hätte Toskovic (90.+2) in der Nachspielzeit noch das 0:3 erzielt, sein Kopfball ging knapp drüber.

Damar verletzt


Nicht nur die Niederlage schmerzte, auch die Verletzung von Kapitän Damar kurz vor Schluss nach einem Pressschlag war ein weiterer Keulenschlag. „Wir brauchen uns keinen Vorwurf zu machen. Gegen eine sehr starke Friedberger Mannschaft haben wir gut dagegengehalten“, meinte Prümm nach Spielschluss.
Dem hohen Niveau schloss sich Schiedsrichter Simon Marx (Großwelzheim) an, der mit einer tadellosen Leistung glänzte und ohne gelbe Karte auskam.


Hanau 93: Westenberger – Di Natale, Prümm, Cimen, Bothor (62. Hagikian) – Sekeric (70. Saniyeoglu), Gogol, Ünal, Damar, Bicakci (85. Muratoglu) – Fischer
Tore: 0:1 Guersoy (58.), 0:2 Usic (87.) – Schiedsrichter: Marx (Großwelzheim)) – Zuschauer: 200 – Beste Spieler: Prümm, Cimen/Weigand, Aljusevic, Guersoy

Verbandsliga Hessen-Süd



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.