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Verbandsgericht soll nun Urteil gegen Schiedsrichter prüfen

Hanau

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    Die beiden betroffenen Schiedsrichter: Holger Freese (links) und Timo Euler. Archivfoto: TAP

Fußball. Das Urteil zu den groben Unsportlichkeiten und Beleidigungen gegen die Schiedsrichter während des Hallenturniers des VfB Groß-Auheim im Januar soll jetzt sogar vor dem Verbandsgericht neu aufgerollt werden.
Das hat das Präsidium des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) entschieden.

Artikel vom 02. März 2018 - 09:02

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Von Thorsten Becker

„Das Präsidium hat auf seiner Sitzung beschlossen, gegen das Urteil Rechtsmittel einzulegen“, berichtete HFV-Presseprecher Matthias Gast gestern auf Anfrage.

Verbandsschiedsrichterobmann zeigt sich solidarisch
Das Urteil hatte viel Staub aufgewirbelt. Vor allem der Verbandsschiedsrichterausschuss (VSA) hatte sich eingeschaltet und mit Unverständnis regiert. Der Verbandsschiedsrichterobmann Gerd Schugard hatte den betroffenen Schiedsrichtern Timo Euler und Holger Freese bereits seine Solidarität zugesagt und die Aufhebung der Geldstrafe gegen Euler gefordert.

Nach den Tumulten hatte Schiedsrichter Freese die Halle verlassen, weil er sich die Beleidigungen nicht weiter bieten lassen wollte. Sein Kollege Euler hatte sich solidarisch erklärt und die pöbelnden Kicker sich selbst überlassen.
Das Kreissportgericht unter dem Vorsitz von Günter Klein-Alstädde hatte daraufhin Geldstrafen verhängt: Der FC Erlensee muss 125 Euro zahlen, der TSV 1860 Hanau 75 und Gastgeber VfB 100.

Verlassen der Halle sei unangebracht gewesen
Aber auch die Schiedsrichter saßen auf der Anklagebank. Zwar wurde das Verfahren gegen Freese wegen geringer Schuld eingestellt, sein Kollege Euler wurde jedoch zu 30 Euro verdonnert – wegen Nichtantretens. „Bei ihm war die Sache anders gelagert. Aus Solidarität mit dem Kollegen die Halle zu verlassen, war nicht angebracht. Er hätte auf jeden Fall für Freese einspringen müssen“, hatte Klein-Alstädde das Urteil begründet.

Der VSA hatte diese Begründung öffentlich gekontert: „Kommt es zu Unsportlichkeiten gegen ein Mitglied des Gespanns, kann den anderen Gespannmitgliedern keine Auflage erteilt werden, die Spielleitung fortzusetzen, um sich nicht des Vorwurfs des unentschuldigten Nichtantretens schuldig zu machen.“
Dieser Wirbel hatte den HFV dazu bewogen, die Vorfälle beim VfB-Cup zu prüfen. HFV-Vizepräsident Torsten Becker (Hanau) hatte das Thema auf die Präsidiumssitzung setzen lassen.

 



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