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Urteil sorgt für Unverständnis

Großauheim

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    Holger Freese (links) und Timo Euler. Archivfoto: TAP
  • Der Kreissportgerichtsvorsitzende Günter Klein-Alstädde steht in der Kritik des Verbandsschiedsrichterausschuss. Archivfoto: TAP

Viel Staub hat das Urteil des Kreissportgerichts Hanau am vergangenen Freitag bezüglich der Vorkommnisse beim Hallenturnier des VfB Großauheim am 13. Januar (wir berichteten) aufgewirbelt. Besonders die Geldstrafen sorgen für Unverständnis. Jetzt hat sich auch der Verbandsschiedsrichterausschuss (VSA) eingeschaltet.

Artikel vom 16. Februar 2018 - 13:16

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Nach Studium des Urteils hat der VSA in einem Schreiben an das geschäftsführende Präsidium des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) sein Unverständnis über das Urteil zum Ausdruck gebracht. Zugleich hat Verbandsschiedsrichterobmann Gerd Schugard den betroffenen Schiedsrichtern Timo Euler und Holger Freese in einem persönlichen Schreiben die Solidarität des VSA zum Ausdruck gebracht.

Bestrafung soll aufgehoben werden
Der VSA beantragt, die Bestrafung für Euler aufzuheben und darüber hinaus festzustellen, dass auch der Schuldvorwurf für das Verhalten Freeses nicht zutreffend sei. „Berufung kann nur der Verbandsvorstand einlegen, dann landet der Vorgang beim Verbandssportgericht“, klärt Günter Klein-Alstädde über die Regularien auf.

Das Verbandssportgericht würde dann von ihm als Vorsitzender des Kreissportgerichts die Akten anfordern, die dem Urteil zugrunde liegen. Der VSA ist der Meinung, dass die Ansetzung eines Schiedsrichterteams bei einem Hallenturnier der Ansetzung eines Schiedsrichtergespanns entspricht.

„Kommt es zu Unsportlichkeiten gegen ein Mitglied des Gespanns, kann den anderen Gespannmitgliedern keine Auflage erteilt werden, die Spielleitung fortzusetzen, um sich nicht des Vorwurfs des unentschuldigten Nichtantretens schuldig zu machen“, heißt es weiter in der Stellungnahme des VSA. Dem Vorwurf des Kreissportgerichts, Solidarität sei hier fehl am Platz, widerspricht der VSA entschieden.

Solidarisches Verhalten
„Vielmehr erwarten wir in solchen Situationen ein solidarisches Verhalten von Schiedsrichtern“, schließt die Stellungnahme des VSA.

Klein-Alstädde verweist gegenüber unserer Zeitung darauf, dass dem Sportgericht mit Thomas Kaden und Claudia Vanheiden zwei Mitglieder aus dem Umfeld der Schiedsrichter angehörten: Kaden als ehemaliger Unparteiischer und Vanheiden als Mitglied des Kreisschiedsrichterausschusses. Damit sei die Schiedsrichterseite kompetent vertreten gewesen.

HFV überprüft ebenfalls
Der HFV will die Vorkommnisse rund um den VfB-Cup auch noch einmal unter die Lupe nehmen. „In der nächsten Präsidiumssitzung werden wir uns diesen Fall noch einmal in Gänze anhören und diesen Vorgang besprechen. Das war auch der Wunsch des Verbandsschiedsrichterausschusses. Anschließend werden wir entscheiden, wie wir damit umgehen“, so HFV-Vizepräsident Torsten Becker aus Hanau.

Unmut äußerte Klein-Alstädde indes darüber, dass sich seitens des VSA bei ihm noch niemand gemeldet habe und er von der Presse von den Vorwürfen erfahren habe. Letztlich hängt es vom Verbandsvorstand ab, ob die Angelegenheit in die nächste Runde geht.  geb/tj

 



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