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U12-Hallenmasters: "Ein überragendes Turnier" (+ Fotogalerie)

Hanau

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    FC Bayern Münchens Paul Scholl verwandelt im Finale des „Maintaler Hallenmasters für U12-Junioren“ den entscheidenden Elfmeter und siegte mit 4:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Das Hallenspektakel, organisiert von den Eintracht-Sportfreunden Windecken, war ein voller Erfolg. Archivfoto: Kalle
  • Mit Mann und Glücksschwein stemmte der SC Eintracht-Sportfreunde Windecken das Großprojekt in der August-Schärttner-Halle. Archivfoto: Kalle

Fußball. Von allen Seiten hörte man im Vorfeld des „Maintaler Hallenmasters für U12-Junioren“ vor allem eines: Dieses Teilnehmerfeld ist einzigartig. Am Ende siegte der FC Bayern München, doch auch die lokalen Nachwuchskicker trumpften auf - zumindest beim Sieg von Hanau 93 gegen Schwarz-Gelb.

Artikel vom 05. Februar 2018 - 11:51

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Von Philipp Swierzy

Zu den Bundesligisten aus Dortmund, Gelsenkirchen oder Mönchengladbach gesellten sich regionale Schwergewichte wie Eintracht Frankfurt und die Offenbacher Kickers sowie einige Lokal-Teams.

In der Hanauer August-Schärttner-Halle trafen die besten Nachwuchskicker Deutschlands aufeinander, auf Einladung des Ausrichters Eintracht-Sportfreunde Windecken.

Seit mehr als 50 Spielen sind die Münchener Ausnahmetalente nun ohne Niederlage in der Halle. Der vom SC Eintracht-Sportfreunde Windecken veranstaltete Budenzauber hielt, was sich die rund 1100 Zuschauer und 20 Junioren-Teams versprachen.

Dominanz
In der Vorrunde wurden den lokalen Teams die spielerischen Grenzen aufgezeigt. In der „Maintaler-Express-Logistik-Gruppe“ setzte sich Borussia Dortmund als Tabellenführer durch. Mit einer überzeugenden 10:1-Tore-Bilanz verwies der BVB den punktgleichen FSV Frankfurt, den FC Augsburg und Bayern Alzenau auf die Plätze. Hanau 93 konnte im Eröffnungsspiel gegen die Schwarz-Gelben noch mit einem 1:0-Sieg für eine Überraschung sorgen, die restlichen Partien gingen jedoch verloren, so dass nach der Vorrunde Schluss war.

Die Nachwuchs-Kicker der Bundesligisten dominierten auch die „Insa-Transport-Speditions-Gruppe“. Mönchengladbach und Leverkusen sicherten sich neben Darmstadt 98 und den Offenbacher Kickers den Einzug in die Zwischenrunde. Karim Dhouib von den Fohlen sowie Mamadou Seck und Michael Scott von der Werkself drehten auf und sorgten für staunende Blicke bei den Gegnern.

Zwischenrunde
In der laut Bayern-Trainer Andreas Brendler „von den Namen und vom Niveau stärksten Gruppe“, der „Auto-Weber-Gruppe“, bekam der Gastgeber aus Windecken ebenfalls die Qualität der Bundesliga-Nachwuchsteams zu spüren. Mit einer Torbilanz von 1:31 gingen die Eintracht-Sportfreunde gegen den FCB, Hoffenheim, Stuttgart und Schalke unter. Auch die SG Bruchköbel konnte in der „VTS-Logistics-Gruppe“ gegen die Top-Teams Karlsruher SC, 1. FC Nürnberg, Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt nicht viele Punkte, dafür aber Erfahrungen sammeln.

In der Zwischenrunde fielen die Ergebnisse dann insgesamt etwas knapper aus. Der höchste Sieg gelang der TSG Hoffenheim mit einem 6:1 gegen Bayern Alzenau. Leverkusen, Gladbach, der Karlsruher SC und der FC Bayern setzten sich als Gruppenerste durch.

K.o.-Spiele
Im Viertelfinale trafen dann die besten Teams in K.o.-Spielen aufeinander. Gegen den KSC gelang dem 1. FC Nürnberg der Einzug ins Halbfinale. Gladbach setzte sich knapp gegen den BVB durch. Die Leverkusener besiegten die TSG Hoffenheim mit 2:1 und der FC Bayern setzte seine Siegesserie von 50 Spielen ohne Niederlage in der Halle fort.

Im Halbfinale sorgten zwei Elfmeterschießen für die Entscheidung – mit dem glücklicheren Ende für den FCB und Mönchengladbach. Platz drei holte sich der 1. FC Nürnberg mit einem 1:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen.

Gänsehaut-Atmosphäre
Das Finale zwischen Bayern und Gladbach sorgte dann nochmal für Gänsehaut-Atmosphäre. Die Anspannung und der unbedingte Wille, das Turnier für sich zu entscheiden, war beiden Teams anzumerken. Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1 und so musste im Elfmeterschießen ermittelt werden, was letztendlich am wahrscheinlichsten war. Der Favorit aus München verwandelte alle Strafstöße und entschied die Partie mit 4:3 für sich.

Der um keinen Torabschluss verwegene und clevere Ballverteiler Michael Scott von Bayer 04 wurde zum Spieler des Turniers gekürt. Die Torjägerkanone holte sich der Clubberer Finn Jeltsch mit neun Toren. Zum besten Torhüter wurde Bayern Schlussmann Jannis Bärtel gewählt.

Feedback
Die Turnierveranstalter von ET-SF Windecken um Vorstand Frank Trimhold, Nachwuchsleiter Markus Becker und Turnierleiter Matthias Filbrich zeigten sich begeistert vom Feedback der Teilnehmer. „Alle Trainer haben uns gesagt, dass sie sehr zufrieden mit der Organisation und der Qualität des Turniers waren“, berichtet Filbrich, durch dessen persönliches Netzwerk ein solch hochkarätiges Teilnehmerfeld überhaupt erst zu Stande kommen konnte. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass im kommenden Jahr ein ähnlich stark besetztes Teilnehmerfeld zum „Maintaler Hallenmasters“ nach Hanau kommen wird.



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