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Anwohner in Schöneck beschweren sich über Notfallsirenen

Schöneck

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    Kürzlich installiert: Auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses in Büdesheim steht eine Sirene (Bildmitte neben dem Schornstein). Foto: PM

Schöneck. Zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten sollen in Schöneck wieder Sirenen heulen. Die Vorgänger sind nach Ende des Kalten Krieges in den 1980er Jahren abgebaut worden. Nun sollen sie die Bevölkerung bei Katastrophen oder Großschadensereignissen wieder warnen.

Artikel vom 27. November 2019 - 14:09

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Von Mirjam Fritzsche

An fünf Standorten in Kilianstädten, Büdesheim und Oberdorfelden sind die Sirenen installiert worden. In der Bevölkerung treffen sie allerdings auf wenig Gegenliebe.

Anwohner beschweren sich

„Es gibt einige Beschwerden“, sagt Gemeindebrandinspektor Thomas Walter. Er erklärt: „Die Installation ist keine Willkür. Hierzu ist Schöneck nach dem Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz verpflichtet.“ Doch Schönecks oberster Brandschützer kann beruhigen. Die neuen Sirenen werden vermutlich nur selten heulen: an den vier Probealarmen im Jahr und wenn es eine Bedrohungslage gibt.

„Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr werden in der Regel über Funkalarmempfänger zu einem Einsatz gerufen – die sogenannte stille Alarmierung.“ Nur wenn diese Technik einmal ausfallen sollte, würden die Freiwilligen auch mittels der Sirenen alarmiert. 

Sirenen in allen Stadtteilen

Diese befinden sich in Büdesheim auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses Am Naßling und am Windecker Pfad über dem Eisenbahntunnel. In Kilianstädten sind die Sirenen am Kinderspielplatz Waldstraße sowie an der Erich-Simdorn-Halle zu finden. „Lediglich in Oberdorfelden haben wir kein geeignetes Grundstück in Gemeindehand gefunden. Zum Glück waren die Bewohner des Hochhauses an der Hessenstraße 3 sehr kooperativ und wir konnten die Sirene dort installieren“, sagt Walter.

Der Vorteil der neuen Sirenen sei, dass diese unabhängig vom Stromnetz eingesetzt werden können – sie werden über Solar betrieben. An den Sirenen sind auch Lautsprecher angebracht, die zukünftig für Durchsagen zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden können. Das wäre aber erst die zweite Ausbaustufe. Dafür müssten noch die entsprechenden Module erworben werden, erklärt der Schönecker Gemeindebrandinspektor.

So hören sich die Warnsignale an: 

Das Sirenensignal „Einminütiger auf- und abschwellender Heulton“ dient der Warnung der Bevölkerung vor besonderen Gefahren (Großbrände, Unwetter, Hochwasser, Schadstoffaustritte, weitere akute Gefahren). Es bedeutet, dass der Aufenthalt im Freien vermieden werden soll, sofort Fenster und Türen zu schließen, das Radio einzuschalten und auf Durchsagen zu achten ist. 

Ein einminütiger Dauerton signalisiert, dass die Gefahr vorüber ist, informiert die Gemeindeverwaltung. Für die Alarmierung der Einsatzkräfte der Feuerwehren wird bundesweit das Feuerwehrsignal „zweimal unterbrochener Dauerton von einer Minute“ verwendet. Dieses Sirenensignal richtet sich primär nicht an die Bevölkerung, sondern dient zur Alarmierung der Feuerwehrdienstleistenden durch die Leitstellen. Es kommt nur zum Einsatz, wenn die „stille Alarmierung“ ausfällt.

 

Probealarm
Jeden ersten Samstag im Quartal findet um 12 Uhr mittags ein Probealarm der Sirenen im Gemeindegebiet statt, um deren Funktionsfähigkeit zu testen. Die erste Prüfung im Rahmen einer Bauabnahme findet außerhalb des Turnus am Samstag, 21. Dezember, statt. 


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