Lesezeichen hinzufügen hanauer.de als Startseite
wolkig
5 ° C - wolkig
» mehr Wetter

IHK und Kommunen stellen Umfrage-Ergebnisse zur Niddertalbahn vor

Schöneck

  • img
    Vor allem die Ausfälle und Verspätungen der Niddertalbahn stören die Fahrgäste. Archivfoto: Dagmar Gärtner

Schöneck/Niederdorfelden/Nidderau. Was sind die Wünsche und Bedürfnisse von Pendlern, die die Niddertalbahn benutzen? Welche Kriterien muss sie erfüllen, um ein zukunftsfähiges, wettbewerbsfähiges und gern genutztes Verkehrsmittel zu sein? 

Artikel vom 01. November 2019 - 10:07

Anzeige

Das wollten die Kommunen Altenstadt, Bad Vilbel, Glauburg, Niederdorfelden, Schöneck und Nidderau sowie der Main-Kinzig-Kreis, der Wetteraukreis und außerdem die Industrie- und Handelskammern (IHKs) Gießen-Friedberg und Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern von den Pendlern entlang der Strecke wissen (unsere Zeitung berichtete). An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 1107 Passagiere der Verbindung von Glauburg-Stockheim nach Frankfurt. Die Ergebnisse liegen nun vor.

39 Prozent gaben an, die Zugverbindung vier- bis fünfmal pro Woche zu nutzen. Das am meisten genannte Reiseziel (85 Prozent) ist die Stadt Frankfurt allgemein und konkret der Frankfurter Hauptbahnhof – kurzum: Der typische Nutzer ist Pendler.

Ausfälle und Unpünktlichkeit als größter Störfaktor

Dass ihnen Niddertalbahn wichtig ist, wird belegt durch 72 Prozent der Befragten, die angeben, das Stockheimer Lieschen häufiger nutzen zu wollen, wenn es weniger Zugausfälle gäbe. 61 Prozent der Befragten empfinden die Unpünktlichkeit der Züge als Störfaktor. Darüber hinaus wünschen sich zwei Drittel (67 Prozent) der Fahrgäste eine Erweiterung des Fahrplanangebotes, um bei Schichtarbeitszeiten oder am Wochenende häufiger mit der Bahn fahren zu können. 

Ein Drittel der Befragten (28 Prozent) wünscht sich einen besseren Komfort in den Zügen. Pendler finden, dass diese oft veraltet sind und nicht den heutigen Erwartungen entsprechen. 20 Prozent plädieren für eine erhöhte Beförderungsqualität. Dazu zählen vor allem mehr Sauberkeit, bessere Klimatisierung in den Zügen, Fahrradabteile und ein verbessertes Informationsmanagement,heißt es in der Presseinformation zur Bahnumfrage.

 „Eigentlich eine gute Sache“

„Die Strecke braucht dringend eine Modernisierung, um Pendler sicher und zuverlässig zu ihrem Arbeitsplatz und wieder zurück zu transportieren“, betont Klaus Büttner, Bürgermeister von Niederdorfelden. Dr. Gunther Quidde, Hauptgeschäftsführer der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, erläutert: „Für die Region ist die Niddertalbahn eine sehr wichtige Verbindung nach Frankfurt. Damit das auch nach dem Jahr 2028 so bleibt, wenn die neue Lizenz für den Bahnbetrieb vergeben wird, sollten die Umfrageergebnisse sehr sorgfältig studiert und die ‧erkannten Mängel beseitigt werden.“ 

Diese Einschätzungen bestätigt die Umfrage. Bereits kurzfristige Verbesserungen könnten für eine höhere Zufriedenheit sorgen: Etwa mehr Fahrten an den Tagesrandzeiten. Wichtig: Grundsätzlich wird die Niddertalbahn positiv gesehen, so gibt zum Beispiel ein Nutzer in der Umfrage an: „Eigentlich eine gute Sache, täglich von der Arbeit und wieder nach Hause zu kommen, ohne im morgendlichen Stau zu stehen – wenn nur die ganzen Probleme nicht wären.“ fmi

 



Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.